Städtebauförderung auf der Gemeinderatsagenda

Fundtierkostenpauschale in Teisendorf wird erhöht

Friedhof Teisendorf
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Das Friedhofumfeld soll überplant werden. Damit könnte auch die sehr beengte Parkplatzsituation verbessert werden. 

Mit zwei Gegenstimmen hat der Gemeinderat Teisendorf die Erhöhung der Fundtierkostenpauschale von bisher 0,75 Euro auf 1,00 Euro pro Einwohner ab dem 01.01.2021 beschlossen. 

Teisendorf - Es ist dies die zweite Erhöhung nachdem im Februar 2019 die Pauschale von 50 Cent auf 75 Cent pro Einwohner angehoben worden war. Ab dem 1. Januar 2021 bezahlt die Marktgemeinde nach dem jetzigen Beschluß für die Aufnahme und Verwahrung von Fundtieren und herrenlosen Tieren jährlich 9.400 Euro an das Tierheim Freilassing, dass vom Tierschutzverein Freilassing und Umgebung geführt wird.

Die Gemeinden im nördlichen Landkreis – Ainring, Freilassing, Laufen, Saaldorf-Surheim und Teisendorf, haben mit dem Tierschutzverein Freilassing eine Vereinbarung über die Unterbringung von Fundtieren getroffen. Fundtierversorgung ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen.

Gemeinderat Alois Stadler (CSU) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man die Kontrollen auf der Autobahn gegen illegal geschmuggelte Tiere aus Osteuropa deutlich verstärken müsste. Denn viele dieser Tiere würden in den Tierheimen landen, mit entsprechenden Kosten, die die Allgemeinheit zu tragen habe. Er stimme dem zu, so der Bürgermeister, das Thema illegaler Transporte sei aber nicht eine Aufgabe der Kommunen sondern des Landkreises.

Städtebauförderung auf der Gemeinderatsagenda

Einstimmig verabschiedet hat der Gemeinderat die Bedarfsmitteilung an die Regierung von Oberbayern für die bis 2024 beabsichtigten Maßnahmen zur Sanierung des Ortskerns Teisendorf. Die Förderung geschieht aus dem Programm“ Lebendige Zentren- Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne“, dessen Ziel es ist, die Stadt- und Ortsmitten zu bewahren und attraktiv für das Wohnen, Arbeiten, die Wirtschaft und die Kultur zu machen. Grundlage der in der Mitteilung aufgeführten Maßnahmen ist das 2018 erstellte und vom Gemeinderat verabschiedete integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept für den Markt Teisendorf (ISEK).

Auch die Bürger waren damals an der Ausarbeitung des Konzeptes beteiligt. Die in der Bedarfsmitteilung aufgeführten Maßnahmen summieren sich in den vier Jahren auf insgesamt vier Millionen Euro. Dazu gehören zum einen Pkanungsmaßnahmen zur Ausarbeitung von Konzepten zur Gestaltung zum Beispiel des Parkbereichs Brunnpoint, des Naherholungsgebiet Sur oder des Friedhofsumfelds aber auch Umsetzungsmaßnahmen, wie die Neuordnung der Wege im Umfeld des Friedhofs, die Sanierung der Poststrasse und des Marktplatzes oder die Neugestaltung der Anbindung der Alten Reichenhaller Strasse an die Marktstrasse. Zeitnah soll die Umsetzung der Barrierefreiheit in der Marktstrasse mit Anbindung Brunnpoint, ein verfeinertes Parkplatzkonzept und das Fassadenprogramm in Angriff genommen werden.

Ein Städteplaner soll im Auftrag der Gemeinde alle Maßnahmen begleiten. „Gut, das jetzt etwas weitergeht“, begrüßte Gemeinderat Andreas Neumeier (CSU) die vorgestellte Bedarfsmitteilung. Die Maßnahmen müsse man als Investition in die Marktstrasse sehen, durch die auch entsprechende Wert geschaffen würden. Gemeinderat Johann Rauscher mahnte, dass alles „sehr zäh“ gehe.

Zudem müsse man sich auch fragen, ob sich die Gemeinde das, was im ISEK vor zwei Jahren vorgeschlagen wurde, in der nächsten Zeit überhaupt noch leisten kann. Gerade damit man sich das leisten könne, müsse man heute die Bedarfsmeldung verabschieden, so Gemeinderat Alois Stadler (CSU), damit die Fördermittel zu gegebener Zeit auch fließen würden.

Gemeinderat Neumeier regte an zu prüfen, ob nicht auch aus dem als Folge von Corona angekündigten Bundesförderprogramm „Rettung der Innenstädte“ Mittel für die Sanierung des Ortskerns beantragt werden können. Bürgermeister Gasser sagte eine Prüfung zu.

Monika Konnert

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