Polizei Freilassing warnt vor Betrug am Telefon

Betrügerische „Microsoft-Anrufer“ erschleichen sich 300 Euro von Ainringer

Ainring - Am letzten Dienstag wurde ein 76-Jähriger Ainringer von vermeintlichen Microsoft Angestellten betrogen: Es war ihnen möglich sich 300 Euro von dem 76-Jährigen zu erschleichen. Die Polizei Freilassing warnt nun vor dieser betrügerischen Masche.

Die Pressemeldung der Polizei Freilassing im Wortlaut

Ein 76 Jahre alter Mann aus Ainring erhielt am Dienstag, 17. November, mehrere Anrufe von einem angeblichen Microsoftmitarbeiter. Die Telefonnummern hatten meistens die internationale Vorwahl von England (0044) am Anfang. Der Anrufer sagte, dass die Authentifizierung abgelaufen ist und wieder aktiviert werden muss.

Der Anrufer sprach englisch und ein wenig deutsch. Gegenüber dem Ainringer war er sehr überzeugend und der schaltete seinen Computer ein. Nun wurde auf dem Computer des Ainringers eine Fernsoftware installiert. Von dem Anrufer wurde der Ainringer aufgefordert eine bestimmte Tastenkombination zu drücken. Mit der wurden aber nur Systemdaten angezeigt, dem Ainringer aber vorgegaukelt, das sein Computer mit Viren verseucht ist.

Um dieses Problem zu beheben, so der Anrufer, müsse der Ainringer bestimmte Guthabenkarten im Wert von 300 € kaufen. Das tat der. Die Codes gab er telefonisch durch. Als dann der Anrufer ihn aufforderte weitere Karten im Wert von 700 € zu kaufen, weil er doch sein Geld zurück haben will und Microsoft keine Schecks unter 1000 € versendet, wurde der Ainringer hellhörig und misstrauisch. Der Anrufer drohte dann, wenn er keine weiteren Karten kauft, wird er seinen Computer sperren. Als von dem Ainringer das Telefonat beendet wurde, machte der Anrufer seine Androhung wahr und sperrte den Computer.

Der Ainringer musste den Computer zu einem Fachbetrieb bringen, um ihn wieder in Betrieb nehmen zu können.
Durch die Installation eines Fernwartungsprogrammes war es dem betrügerischen Anrufer möglich, auf den Computer des Ainringers zuzugreifen und die Kontrolle darüber auszuüben.

Es ist damit auch durchaus möglich Zugangspasswörter zu erlangen und Schadsoftware zu installieren.

Die Polizeiinspektion Freilassing kann nur raten, solche Anrufe von angeblichen Microsoftmitarbeitern sofort zu beenden und aufzulegen. Lassen Sie sich auf kein Gespräch ein. Glauben Sie nichts, denn der Anrufer hat es nur auf Geld abgesehen, dass er Ihnen mit einer angeblichen Hilfestellung aus der Tasche ziehen will. Die telefonisch durchgegebenen Codes der Wertkarten werden sofort verwertet und Sie sind finanziell ärmer!

Microsoft hat schon vor Jahren vor dieser Betrugsmasche gewarnt, denn Microsoft ruft nie an, wenn Sie ein Computerproblem haben sollten.
Weitere Informationen zu dieser Betrugsmasche und vielem anderen können auf der Webseite www.polizei-betrung.de nachgelesen werden.

Die Pressemeldung der Polizei Freilassing

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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