Razzia gegen Neonazis in Mühldorf

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Landkreis - Am Mittwochvormittag hat eine bayernweite Razzia gegen das rechtsextreme "Freie Netz Süd" stattgefunden - auch im Landkreis Mühldorf.

UPDATE 15.20 Uhr: Razzia im Landkreis Mühldorf

Wie Polizeisprecher Andreas Guske auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, fanden auch im Landkreis Mühldorf Razzien statt. Betroffen waren zwei Objekte, deren Lage der Polizeisprecher aber nicht näher angab.

10 Uhr: Wo findet die Razzia statt?

Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier, dass die Durchsuchungen gegen das "Freie Netz Süd" (FNS) auch im "nordöstlichen" Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd stattgefunden haben. Genauere Angaben waren nicht möglich, da die Razzien am Vormittag noch nicht beendet waren. Der Dienstbereich des Präsidiums wird in nördlicher und östlicher Richtung durch die Landkreise Altötting, Mühldorf und Traunstein begrenzt.

Informationen zum Freien Netz Süd bei Endstation Rechts.

Das Innenministerium teilte mit, dass die Durchsuchungen unter der Leitung des Bayerischen Landeskriminalamtes stattfinden. Rund 700 Polizisten kamen in allen Regierungsbezirken zum Einsatz. Alle Polizeipräsidien waren an der Aktion beteiligt.

Der Hintergrund der Razzien ist ein vereinsrechtliches Ermittlungsverfahren des Innenministeriums gegen das neonazistische Freie Netz Süd. Das Ziel ist es, Strukturen des Netzwerkes weiter aufzuklären und Beweismaterial für ein Vereinsverbot zu sammeln.

Über erste Ergebnisse der Durchsuchungen will das Bayerische Innenministerium ab 13.30 Uhr auf einer Pressekonferenz berichten.

Demo in Rosenheim

In der Region machte das Freie Netz Süd zuletzt durch eine Kundgebung am Rosenheimer Bahnhof auf sich aufmerksam. Rund 25 Rechtsextreme hatten sich damals versammelt und standen ungefährt 150 Gegendemonstranten gegenüber.

Neonazi-Kundgebung in Rosenheim

Tumulte und lautstarke Gegendemo am Bahnhof

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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