Neue Energieleitung von Haiming nach Simbach

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Planskizze für den Neubau der 380 kV-Kraftwerksanschlussleitung von Haiming  nach Simbach am Inn.

Landkreis - Schon lange wurde über den Bau einer neuen Energieleitung von Haiming nach Simbach diskutiert. Nun stimmte die Regierung von Niederbayern dem Projekt zu.

Die Regierung von Niederbayern genehmigt den Neubau der 380 kV-Kraftwerksanschlussleitung von Haiming nach Simbach am Inn.

In Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern hat die Regierung von Niederbayern den Plan der Omv Kraftwerk Haiming GmbH für den Neubau einer 380 kV-Kraftwerksanschlussleitung von Haiming nach Simbach am Inn genehmigt. Auf dem neuen Mastgestänge wird künftig über weite Strecken auch eine 110 kV-Leitung mitgeführt. Das Vorhaben erstreckt sich daher auch auf den teilweisen Rückbau der bisherigen 110 kV-Leitung Lengthal – Braunau und kleinere Rückbauten an der 110-kV-Leitung Neuötting – Landesgrenze – Ranshofen, an der 20-kV-Leitung nahe der neuen Innquerung und an der 110 kV-Leitung zum Umspannwerk.

Dieses für Nieder- und Oberbayern wichtige Energieprojekt dient dazu, die Netzanbindung des Gaskombikraftwerks Haiming zu ermöglichen. Für dieses Kraftwerk wurde am 14. Dezember 2010 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung durch die Regierung von Oberbayern erteilt. Gas-Kombikraftwerke werden aufgrund ihres effizienten Ausnutzens der Ressourcen als besonders vorteilhaft angesehen. Sie sind mit Blick auf den Ausstieg der Bundesrepublik Deutschland aus der Nutzung der Kernenergie für die elektrische Stromerzeugung von besonderer Bedeutung, da sie wetterunabhängig die Erzeugung von elektrischer Energie sicherstellen können.

Die 16,5 km lange Höchstspannungsleitung beginnt am Kraftwerk Haiming (Unteres Soldatenmais) und führt im Daxenthaler Forst zunächst nach Norden, um nördlich der Kaiserleite in Richtung Westen zu schwenken. Die Leitung wird dabei nahe an bestehenden Forstwegen geführt. Zwischen Haarbach und Leichspoint verlässt die Leitung den Daxenthaler Forst, um über weithin freie Feldflächen nördlich von Haiming auf den Inn zu treffen. Der Inn wird, nördlich von Winklham, mit allen Leitungsseilen in einer Ebene überspannt. Ab dem östlichen Innufer führt die Leitung nach Südosten, zwischen Seibersdorf und Bergham hindurch, zum südlichsten Punkt, dieser liegt etwa nordöstlich des Zusammenflusses von Salzach und Inn. Dort schwenkt die Leitung nach Nordosten und läuft parallel zur Bundesstraße B12 an der Ritzinger Au entlang. Östlich des Sonderflugplatzes Kirchdorf überquert die Leitung die Bundesstraße B12 nach Norden, um nördlich von Ach die Bahnlinie zu queren und schließlich über Atzing ins Umspannwerk Simbach am Inn einzubinden.

Der Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Niederbayern für die 380 kV-Kraftwerksanschlussleitung Haiming - Simbach am Inn wird in den nächsten Tagen den Betroffenen, die Einwendungen erhoben haben, individuell zugestellt. Zudem wird der Planfeststellungsbeschluss mit den festgestellten Plänen zur öffentlichen Einsichtnahme ausgelegt.

Die Auslegung findet voraussichtlich vom 13. Februar bis einschließlich 26. Februar in folgenden Gemeinden statt:

Regierungsbezirk Oberbayern, Landkreis Altötting:

  • Stadt Burghausen
  • Gemeinde Haiming
  • Regierungsbezirk Niederbayern, Landkreis Rottal-Inn:

    • Gemeinde Kirchdorf am Inn Stadt
  • Simbach am Inn

Der Planfeststellungsbeschluss der Regierung enthält eine Reihe von Nebenbestimmungen, insbesondere zur Bauausführung, zum Natur- und Artenschutz sowie zu den Belangen der Land- und Forstwirtschaft. Er kann auch im Internet eingesehen werden unter www.regierung.niederbayern.bayern.de(Rubrik „Aufgabenbereiche - Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr - Sachgebiet Verkehrswesen - Energieleitungen“)

Hinweis: Diese Medieninformation ersetzt weder eine förmliche öffentliche noch ein ortsübliche Bekanntmachung über die Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses. Letztere erfolgt gesondert in den Bekanntmachungsorganen der Kommunen.

Pressemitteilung Regierung von Niederbayern

Quelle: innsalzach24.de

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