Todesdrohung über WhatsApp-Kettenbrief

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Bergen - Erschreckende Nachrichten machen derzeit bei WhatsApp die Runde. Eine Art Kettenbrief mit Todesdrohungen hat sich bis in unsere Region verbreitet.

Ein grausiger Scherz hat unsere Region erreicht. Über den Nachrichtendienst WhatsApp verteilt sich derzeit eine Sprachnachricht, die junge Menschen mit dem Tod bedroht. An 20 weitere Personen sollen sie die Nachricht senden. "Wenn du es nicht weiterschickst, wirst du morgen nicht mehr leben", heißt es darin.

Diese neue Form des Kettenbriefs ist zumindest im Landkreis Traunstein bereits mehr als einmal aufgetaucht. Eine Mutter aus Bergen hat uns nun genau geschrieben, welche Drohungen ihre Tochter erhalten hat. Das ist die vollständige Nachricht:

"Hi, ich bin Niko und neun Jahre alt und habe keine Hände mehr und mein Gesicht ist voller Narben und Blut. Wenn du diese Nachricht nicht an 20 Leute schickst, komme ich um 0.00 Uhr zu dir. Du glaubst es nicht? Anna Weinfeld hat es einfach ignoriert, sie glaubte nicht daran. Um 0.00 Uhr hörte sie komische Geräusche aus dem Flur, sie ging in den Flur und sah mich. Sie schrie um ihr Leben. Aber naja, ich brachte sie um. Keiner hat sie mehr wieder gesehen. Du glaubst mir immer noch nicht? Tim Schnälzer hat es nur an 5 Leute geschickt, er selbst sitzt heute im Rollstuhl und kann sich nicht mehr bewegen. Lars Berger hat es allen Leuten geschickt. Er hat eine tolle Familie und ist reich geworden. Wenn du es nicht weiterschickst wirst du morgen nicht mehr leben, oder du schickst es weiter und wirst viel Glück haben."

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Ähnliche Vorfälle waren bereits vor einem Monat in Niedersachsen bekannt geworden, wo Empfänger der Nachrichten ebenfalls mit dem Tod bedroht wurden, wenn sie sie nicht an 20 Personen verschicken.

Wie sich jetzt zeigt, hatte auch diese WhatsApp-Nachricht bereits ihren Weg in unsere Region gefunden. Damals wurden auch die Mütter der WhatsApp-User bedroht. Laut unserer Userin aus Bergen ist zu Beginn der Sommerferien folgende Nachricht bei ihrer Tochter eingetroffen:

"Was bedeutet deine Mutter dir? Ohne sie wären wir nicht wir. Schicke dies in 20 Minuten an 20 Leute. Wenn du es nicht tust, wird deine Mutter in 5 Jahren ermordet. Beeile dich, wenn du deine Mutter liebst. Ein Kind hat einen Beweis. Er wollte es nicht weiterschicken, fünf Jahre später wurde seine Mutter ermordet."

Schüler fühlen sich bedroht

Über WhatsApp:

WhatsApp ist eine Anwendung, besonders für Smartphones, die als Alternative zur klassischen SMS verstanden wird. Die Anwender können sich damit nicht nur Textnachrichten schicken. Auch der Austausch von Sprach-, Video- oder Fotonachrichten ist möglich.

Nachrichten dieser Art werden von einer Computerstimme gesprochen und wirken auf Schüler bedrohlicher, als es eine Textnachricht wäre. Für Erwachsene ist erkennbar, dass es sich nur um einen üblen Spaß handelt. "Viele Kinder und Jugendliche jedoch können diese Nachricht nicht immer als Scherz und Kettenbrief einordnen und fühlen sich durch die Nachricht tatsächlich bedroht und sind verängstigt", stellte bereits das LKA Niedersachsen fest, als das Phänomen erstmals auftrat.

Die damaligen Tipps des LKA sind noch immer sinnvoll:

- Besprechen Sie mit den Kindern dieses Phänomen

- Empfehlen Sie den Kindern, die Nachricht zu löschen und nicht weiter zu verbreiten

Quelle: chiemgau24.de

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