Die Enttarnung

Das ist der Mann, der den Chat mit AfD-Bezirksrat Wieser öffentlich gemacht hat

Die Enttarnung: Als „Lex Barker“ führte der Mühldorfer Alex Erfurt einen merkwürdigen Dialog mit „Bezirksrat Martin Wieser“, der gespickt war mit unflätigen Bemerkungen und Beleidigungen seitens des Politikers. Jetzt ging Erfurt an die Öffentlichkeit und erklärte, warum er den Privatchat öffentlich gemacht hat. Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung.
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Die Enttarnung: Als „Lex Barker“ führte der Mühldorfer Alex Erfurt einen merkwürdigen Dialog mit „Bezirksrat Martin Wieser“, der gespickt war mit unflätigen Bemerkungen und Beleidigungen seitens des Politikers. Jetzt ging Erfurt an die Öffentlichkeit und erklärte, warum er den Privatchat öffentlich gemacht hat. Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung.

„Lex Barker“ spricht Klartext: Das sind die Gründe, warum er die private Unterhaltung, die gefüllt ist mit unflätigen Äußerungen und Beleidigungen, öffentlich gemacht hat.

Mühldorf – „Eine Person des öffentlichen Lebens hat öffentlich auf das Infektionsschutzgesetz geschissen. Eine Person in einer Funktion, die eine gewisse Verantwortung beinhaltet. Verantwortung gegenüber den Bürgern der Stadt und dem Kreis Mühldorf!“ So begründet Alex Erfurt aus Mühldorf seine Entscheidung, dass er Facebook-Posts und auch einen privaten Chat des AfD-Bezirksrates Martin Wieser, in dem unflätige Begriffe und auch Beleidigungen des AfD-Politikers geäußert wurden, öffentlich angeprangert hatte.

Erfurt erinnert an die Vorbildfunktion des Mandatsträgers

Als „Lex Barker“ hatte Alex Erfurt den privaten Dialog geführt. Zunächst hatte der Mühldorfer seine Identität zurückgehalten, weil er Bedrohungen und Repressalien aus der Anhängerschaft der AfD befürchtet hatte, wie er sagt.

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Jetzt geht er in die Offensive. In einem öffentlichen Facebook-Eintrag erklärt Erfurt, er erwarte sich „gerade von einem gewählten Vertreter der Mühldorfer Einwohner und Mitarbeiter des Landratsamts“, dass er sich an geltendes Recht halte, dass er als Vorbild wirkt.

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„Ich bekomme die Pandemie und die Maßnahmen dagegen auf mehreren Ebenen zu spüren. Als Vater, beruflich und auch in der Freizeit als ehrenamtlicher Jugendtrainer beim FC Mühldorf. Es ist belastend, es laugt aus, und es macht einen mürbe.“ Doch trage er Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen. „Daraus ergibt sich für mich, dass ich mich an Vorschriften und Gesetze halte, auch wenn die ein oder andere Regel zu kritisieren ist. Doch solange sie gelten, habe ich mich daran zu halten.“

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„Mit mir hat sich keine Privatperson unterhalten, es war der Bezirksrat, der sich ausgelassen hat und mit Beleidigungen um sich warf.“

Alex Erfurt

Mit Beleidigungen um sich geworfen

Und in diesem Punkt greift er Martin Wieser in seiner Funktion als Bezirksrat an. Mit einem entsprechenden Profil – „Bezirksrat Martin Wieser“ – hatte der Oberneukirchener den Dialog mit Erfurt geführt: „Mit mir hat sich keine Privatperson unterhalten, es war der Bezirksrat, der sich ausgelassen hat und mit Beleidigungen um sich warf.“

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„Müssen uns gemeinsam anstrengen, das Virus zu besiegen!“

Auch Erfurt wünsche sich nichts sehnlicher als ein Ende der Pandemie und der Einschränkungen. Er möchte wieder Fußball spielen und mit den Kindern über den Platz jagen. Er möchte seine Kinder wieder in die Schule schicken, zum Gitarrenlehrer und ihre Geburtstage groß feiern. Und wieder auf Konzerte, in Kneipen und ins Freibad gehen. „Doch es wird nur länger dauern, wenn wir uns nicht gemeinsam anstrengen, dieses Virus zu besiegen!“

Solidarität im sozialen Netzwerk: #jesuislexbarker“

In den sozialen Netzwerken brachte Alex Erfurt das Outing bislang Zustimmung ein. Unter dem Hashtag #jesuislexbarker („Ich bin Lex Barker“) bekunden Facebook-Nutzer ihre Solidarität mit dem Mühldorfer.

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