Baubeginn in einem Jahr

In Waldkraiburg entsteht neues Pflegezentrum für 36 Millionen Euro

Die Eigentumswohnungen an der Erzgebirgsstraße auf Höhe des Münchner Platzes sind fertig oder werden im Laufe des Jahre bezugsfertig sein. Die Arbeiten am Herzstück des Geländes, dem neuen Seniorenzentrum, beginnen in einem Jahr.
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Die Eigentumswohnungen an der Erzgebirgsstraße auf Höhe des Münchner Platzes sind fertig oder werden im Laufe des Jahre bezugsfertig sein. Die Arbeiten am Herzstück des Geländes, dem neuen Seniorenzentrum, beginnen Anfang 2022.

Die größte Senioreneinrichtung in Waldkraiburg steht vor einer Zäsur: Der Heimwerk e. V., Träger des Adalbert Stifter Seniorenwohnens am Münchner Platz, will ein neues Seniorenzentrum auf einem Nachbargelände errichten. Es geht um eine Gesamtinvestitionssumme von 36 Millionen Euro, so Heimwerk-Vorsitzender Hans Pieke.

Waldkraiburg – Die neue Wohnbebauung, die das künftige moderne Pflegezentrum umgeben wird, steht schon, beziehungsweise wird gerade hoch gezogen: Acht Mehrfamilienhäuser mit über 160 Eigentumswohnungen, deren Bewohner bei Bedarf auch Leistungen des Seniorenzentrums abrufen können.

115 Pflegeplätze, 80 im Betreuten Wohnen

115 stationäre Pflegeplätze sind geplant. Das kommt einer Verdoppelung des bisherigen Bestands gleich. Dazu kommen im Betreuten Wohnen 50 Wohneinheiten mit etwa 80 Bewohnern. In der bestehenden Einrichtung sind es laut Pieke etwa 160. „Die Anzahl der Bewohner bleibt also gleich, Die Verteilung wird eine andere sein.“

Einige der Bewohner, die derzeit im Betreuten Wohnen leben, wollen mit dem Umzug in die stationäre Pflege wechseln, andere interessieren sich für eine der neuen Privatwohnungen, die im nächsten Umfeld entstehen, oder haben bereits eine dieser Wohnungen gekauft.

Umzug spätestens Anfang 2025

Die Planungen für die neue Pflegeeinrichtung sind im finalen Stadium, die Ausschreibung sei in Arbeit, so Pieke. Die Ergebnisse werden im vierten Quartal erwartet. Anfang 2022 soll Baubeginn sein. „Wir rechnen mit maximal 36 Monaten Bauzeit. Ende 2024, Anfang 2025 werden wir umziehen.“

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Dem Adalbert Stifter Seniorenwohnen war schon immer wichtig, offen für die Bevölkerung zu sein. „Künftig wollen wir noch mehr für die Allgemeinheit zugänglich sein als bisher“, sagt der Heimwerk-Vorsitzende. Ein Kiosk samt kleinem Laden und ein Bistro, das im Sommer die Gäste auch im Freien bewirtet, gehört zum Gesamtkonzept. Flächen für Arztpraxen oder auch eine andere öffentliche Nutzung sind vorhanden, Entscheidungen aber noch nicht gefallen.

Wohnbebauung auf dem alten Gelände?

Das gilt ebenso für das Bestandsgebäude. „Im Moment sieht es danach aus, dass das bestehende Areal neu geordnet und einer Wohnbebauung zugeführt wird.“ Die Instandhaltung der 60 Jahre alten Gebäudesubstanz sei „irgendwann nicht mehr zu bezahlen“, sagt Hans Pieke.

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