Beschluss des Kreistages

Jugendliche im Landkreis Mühldorf bekommen ab Sommer ein 2-Euro-Ticket für alle Busse

Das Jugendfreizeitticket soll den ÖPNV für die Jugendlicher attraktiver werden.
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Das Jugendfreizeitticket soll den ÖPNV für die Jugendlicher attraktiver werden.

Ohne Gegenstimme hat sich der Mühldorfer Kreistag für die Einführung des Jugendfreizeittickets und der Busflat ausgesprochen. 50.000 Euro sind dafür im Haushalt 2021 eingeplant. Bereits in diesem Sommer soll das Ticket im Landkreis Mühldorf eingeführt werden.

Mühldorf – Einstimmig hat der Kreistag in seiner vergangenen Sitzung die Verwaltung beauftragt, das Jugendfreizeitticket – die Busflat im Landkreis Mühldorf umzusetzen. Die entsprechend notwendigen Haushaltsmittel für 2021 sind eingeplant und sollen für das Jahr 2022 in der Haushaltsplanung berücksichtigt.

„Verhalten in jungen Jahren prägen“

„Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), ist ein Beitrag zur Reduzierung sogenannter Elterntaxis und somit zur Selbstständigkeit und zum Klimaschutz. Um die zu erreichen, soll das Mobilitätsverhalten schon in jungen Jahren geprägt werden. Diesem Ziel will der Landkreis Mühldorf mithilfe der Einführung eines Jugendfreizeittickets, einer Busflat im Landkreis Mühldorf, verfolgen“, erklärte Landrat Max Heimerl (CSU).

Das Ticket soll für Schüler, Auszubildende, und Studierende zugänglich sein. Ausgenommen sind Grundschüler.

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Damit den Berechtigten eine attraktive Nutzung des ÖPNV gewährt werden kann, will der Landkreis seinen monetären Beitrag leisten. Das Ticket soll sich dadurch auszeichnen, dass der Großteil der Kosten vom Landkreis getragen wird und für die Jugendlichen nur geringe Kosten entstehen. Insgesamt soll der Tickettarif elf Euro monatlich betragen, wobei neun Euro der Landkreis zahlt und zwei Euro vom Nutzer bezahlt werden,

Das Monatsticket soll auf allen ÖPNV-Linien im Landkreis Mühldorf gültig sein. Das Angebot soll an regulären Schultagen montags bis freitags ab 14 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen und in den Ferien ganztags gelten. Eingeführt werden soll das Ticket zu den Sommerferien 2021 und zunächst in einem Pilotzeitraum von einem Jahr getestet werden.

Die Verwaltung hat dem Kreistag vorgeschlagen, das Jugendfreizeitticket im ersten Verkaufsjahr auf einen Beitrag von 50.000 Euro (5555 Tickets) zu deckeln.

Die Gespräche des Landkreises mit den Städten Mühldorf und Waldkraiburg als Aufgabenträger der Stadtbuslinien und den Stadtbusbetreibern haben stattgefunden. Die Bürgermeister Michael Hetzl in Mühldorf und Waldkraiburgs Robert Pötzsch haben die Einführung dieses Tickets stark unterstützt. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Günther Knoblauch befürwortete die Einführung des Jugendfreizeittickets. „Das ist ein sehr gutes Angebot für unsere Jugend im Landkreis“, betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Stadtbus und SOB miteingebunden

Es besteht die Bereitschaft, den Gültigkeitsraum des Tickets auf die Stadtbuslinien auszuweiten. Für den Stadtbus Mühldorf vorerst bis zum 30. November 2021 aufgrund der Notvergabe.

In die Gespräche über das Jugendfreizeitticket war auch die SOB mit eingebunden. Die steht aber derzeit im Vergabeverfahren für die nächsten Jahre. Landrat Max Heimerl betonte vor dem Kreistag, dass die Südost-Bayernbahn in dieses Angebot mit eingebunden werden soll.

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