Kommunaler Baumschutz für Klimaschutz und Lebensqualität

„Wir müssen den Schutz unserer Bäume in den Kommunen vorantreiben“

Bundestagskandidat Christoph Arz in Wald seiner Heimatstadt Waldkraiburg
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Bundestagskandidat Christoph Arz in Wald seiner Heimatstadt Waldkraiburg

Am 7. April veranstaltete der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mühldorf eine Onlinediskussion über Baumfällungen und die Bedeutung von Bäumen für unser Klima. Das Ergebnis: Die Bäume müssen besser geschützt werden.

Pressemitteilung im Wortlaut

Mühldorf am Inn - Am 7. April lud der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mühldorf ein zur Onlinediskussion „Der Baum in meiner Gemeinde – Der Wert von Bäumen in Städten und Gemeinden“ mit Lisa Badum, Sprecherin für Klimapolitik der grünen Bundestagsfraktion, Angela Keller-Burckhardt, Sprecherin des Bund Naturschutzes Bayern sowie Lena (14 Jahre) und Anna (12 Jahre), Klimabotschafterinnen von der Organisation plant-for-the-planet. Christoph Arz, Bundestagskandidat und Stadtrat in Waldkraiburg, eröffnete die Diskussion mit dem Hinweis auf die vielen Baumfällungen im Landkreis in den letzten Monaten, wie etwa in Mühldorf, Waldkraiburg und Pollung, die den Bürger:innen Sorgen machen. „Wir müssen den Schutz unserer Bäume in den Kommunen vorantreiben“, so Arz. „In Waldkraiburg haben wir uns lange gegen die geplante Rodung der „Schilcherlinie“ engagiert, mit der wir eines der letzten zusammenhängenden Waldgebiete unserer Stadt verlieren.“

Unter den rund 30 Teilnehmer:innen waren sich alle einig: Es ist im Interesse der Menschen, Bäume besser zu schützen - sei es durch Baumpat:innen, einen runden Tisch mit Anwohner:innen oder durch eine Baumschutzverordnung der Kommune.

Lisa Badum stimmte zu: „Bäume sind nicht nur gut fürs Klima, sie prägen auch das Ortsbild und sind Lebensraum vielzähliger Arten.“ So würde eine mittelalte Buche im Jahr rund 4 Tonnen CO2 verarbeiten und für rund 10 Leute am Tag Sauerstoff bereitstellen. Laut einer Studie der Uni Bonn sind Bäume wichtig für unsere Wohlbefinden: Sie reduzieren Stresslevel und machen uns schneller gesund. „Wir sollten deswegen nicht an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen“, so Badum.

Angela Burckhardt-Keller, die als Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger in der Stadt München rund ums Thema Baumschutz fungiert, zeigte dazu Sinn und Zweck von Baumschutzverordnungen auf:„Sie sind eine wichtige Säule, um Bäume auf Privatgrundstücken zu schützen.“ Oft erschienen Fällungen als einzige Lösung, weil Grundstückseigentümer:innen zu wenig über anderen Lösungen informiert sind. Es sei aber entscheidend, nicht nur Vorschriften zu machen, sondern gleichzeitig Hilfsangebote zu unterbreiten. So würde die wöchentliche Baumschutz-Sprechstunde, zugänglich für alle Bürger:innen der Stadt München, sehr gut angenommen. Damit sei es gelungen, schon mehrere hundert Bäume in der Stadt vor einer Fällung zu bewahren. Vielen Menschen sei auch nicht bewusst, dass die Klimabilanz eines alten Baums viel besser sei als eines Setzlings. Es braucht Jahrzehnte, bis dieser die CO2-Bilanz eines Altbaumes erreicht. Neupflanzungen seien wichtig, sie dürften darf aber nicht zu einem „Freikaufen“ für Fällungen führen.

Als Botschafterinnen für Klimagerechtigkeit zählten Lena und Anna drei mögliche Lösungen auf, um dem Klimawandel zu begegnen: „CO2 vermeiden. CO2 reduzieren. CO2 binden.“ Hier kommt die „Wunderpflanze“ Baum ins Spiel. Lena und Anna sprachen ihre Erwartungen an die Politik deutlich aus: „Jetzt anfangen, Bäume zu pflanzen– nicht nur reden, nochmal reden, nochmal reden. Es ist ein super Zeitpuffer jetzt, ein Joker quasi, damit wir dann genug Zeit haben, weiteres CO2 einzusparen.“Es war ein sehr kurzweiliger, informativer und inspirierender Austausch, der hoffentlich viele Menschen motiviert, sich für die Bäume vor Ort stark zu machen.

Pressemitteilung der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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