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Nachgefragt bei den Kliniken Südostbayern und dem Innklinikum

Massiver Corona-Ausbruch bei Romed-Kliniken - Wie ist die Lage andernorts?

Verlegung ja, Triage nein: Derzeit müssen die Krankenhäuser in Mühldorf und Altötting noch nicht entscheiden, wen sie behandelt und wen nicht. Die Leitung des Innklinikums schließt das aber künftig nicht aus.
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Krankenhausbetrieb im Innklinikum. (Archiv-Symbolbild)

Die Romed-Kliniken müssen angesichts eines massiven Corona-Ausbruchs derzeit den Betrieb teils einschränken. Wir haben uns erkundigt, wie es bei den beiden anderen großen Krankenhausverbünden der Region, en Kliniken Südostbayern und dem Innklinikum Altötting und Mühldorf aussieht.

Landkreise Altötting/Berchtsgadener Land/Mühldorf am Inn/Rosenheim/Traunstein - „Im Moment ist die Lage stabil ohne Einschränkungen in der Versorgungsfähigkeit. Einzelne Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsgruppen sind von erkrankungsbedingten Ausfälle, die neben Covid auch andere Ursachen haben, betroffen. Tendenziell sehen wir allerdings eine Zunahme von erkrankungsbedingten Ausfällen“, berichtet Ralf Reuter, Pressesprecher der Kliniken Südostbayern AG. Diese ist die gemeinsame kommunale Krankenhausträgergesellschaft der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land. „Von unseren 2730 aktiven Beschäftigten sind derzeit insgesamt 174 nicht einsatzfähig, 74 davon sind mit Corona infiziert oder befinden sich in Quarantäne. Allerdings ist die Situation sehr dynamisch und die Zahlen verändern sich schnell“, berichtet wiederum Mike Schmitzer, Pressesprecher des InnKlinikum Altötting und Mühldorf über die aktuelle Lage dort.

Massiver Corona-Ausbruch bei Romed-Kliniken - Das ist die Lage bei den anderen beiden Klinikverbünden der Region

Die Omikron-Welle hat die Romed-Kliniken erreicht: Routinetests förderten zu Wochenbeginn an allen vier Standorten der Romed-Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim Positiv-Fälle zutage. Angesichts von inzwischen über 100 infizierten Klinikmitarbeitern ist der Betrieb dort massiv eingeschränkt. Stationen mussten geschlossen werden. Am Standort in Bad Aibling sind Soldaten von der Gebirgsjägerbrigade Bad Reichenhall (Gebirgsjägerbataillon 231) im Einsatz und helfen aus. „Alle Klinikstandorte sind in engem Austausch, um eine bestmögliche Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten“, betonte eine Kliniksprecherin gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Die Abteilung für Krankenhaushygiene stehe in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt Rosenheim. Sobald sich ein kritischer Personalmangel abzeichnet, soll über Einzelfallentscheidungen entschieden werden. Damit könnten Mitarbeiter im Einzelfall vorzeitig aus der Quarantäne zurückgeholt werden, bisher sei das aber noch nicht nötig gewesen.

Wie sieht es unterdessen bei den anderen beiden Krankenhausverbünden unserer Region aus? „Durch unseren Verbund mit sechs Standorten werden wir uns in bewährter Weise personell gegenseitig unterstützen, Je nach Situationen werden wir in an unseren Standorten entsprechende Kapazitätsanpassungen durchführen, so wie wir das in der gesamten Pandemiezeit bereits praktiziert haben. Seit Dezember unterstützen auch an unseren Standorten die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade Bad Reichenhall, welche hier ganz hervorragenden Einsatz zeigen und uns tatkräftig unterstützen“, berichtet unterdessen Ralf Reuter, Pressesprecher der Kliniken Südostbayern AG.

„Müssen mit steigenden Patientenzahlen und Ausfällen bei Mitarbeitern rechnen“

„Wir haben in unserer TaskForce ein Ausfallkonzept entwickelt, das ständig an die aktuelle Lage angepasst wird. Weiterhin lassen sich natürlich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engmaschig testen. Auch die stationären Patientinnen und Patienten werden bei Aufnahme getestet. In unseren Häusern gelten strikte Infektionsschutzmaßnahmen und wir haben unsere Beschäftigten darum gebeten, auch im privaten Bereich Kontakte möglichst zu reduzieren und sich natürlich an alle Maßnahmen zu halten“, so wiederum Innklinikums-Pressesprecher Mike Schmitzer. „Im Moment können wir die Patientenversorgung noch ohne größere Einschränkungen gewährleisten. Wir bauen auch darauf, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit Omikron infiziert haben, nach ihrer Genesung und entsprechenden negativen PCR-Tests schnell wieder einsatzfähig sind. Zum Ausfallkonzept gehört auch die Hilfskräfte der Bundeswehr und externe Hilfskräfte in Anspruch zu nehmen, was aktuell wieder neu beantragt ist.“

Was erwarten die beiden Klinikverbünde für die nächste Zeit? „Andere Ländern sind uns in der fünften Pandemiewelle um einige Wochen voraus und wenn man sich die dortigen Entwicklungen ansieht, müssen auch wir mit steigenden Patientenzahlen – vor allem im normalstationären COVID-Bereich – rechnen und mit zunehmenden Infektionen bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, bemerkt Schmitzer. „Aufgrund der Entwicklung der aktuellen bundesweiten Inzidenzen rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg der Patienten, insbesondere auf den „Normalcovid-Stationen“, schließt wiederum sein Kollege Reuter.

hs

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