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Einzigartige Brauerei-Kollektion begeistert

Wie drei Studenten aus der Region die bayerische Modewelt erobern

,Moda di Bavaria‘: Tobias Kallus und Korbinian Anzenberger machen Mode, die bayerisches Heimatgefühl auf moderne Art transportiert.
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,Moda di Bavaria‘: Tobias Kallus und Korbinian Anzenberger machen Mode, die bayerisches Heimatgefühl auf moderne Art transportiert.

Vor etwa zwei Jahren entstand das Projekt „Moda di Bavaria“. Seitdem hat sich eine Menge verändert. Die Modemarke startet zurzeit, gelenkt von drei Studenten aus der Region, richtig durch und hat taufrisch ihre neue Herbstkollektion veröffentlicht. Wir hatten Gelegenheit exklusiv mit den Jungs zu sprechen.

Die Anfänge in der Studentenbude

Ampfing - „Moda di Bavaria“ hat im Herbst 2019 als Start-Up begonnen, gegründet von zwei Jungs aus Ampfing - Tobias Kallus und Korbinian Anzenberger. Die beiden designten, druckten und produzierten direkt aus ihren Studentenbuden. Am Anfang hat das auch noch super geklappt, berichten sie. Doch irgendwann wurden sie regelrecht überhäuft mit Bestellungen und Anfragen. Jeder wollte auf einmal die bayerische Trendmode haben - eine positive Entwicklung zwar, aber logistisch eher schwierig umzusetzen. Daher haben sich die Jungs im März 2020 dann endgültig eine Partnerdruckerei gesucht, die die Bestellungen für sie abwickelt und versendet - selbstverständlich in Bayern, nach dem Motto #supportyourlocal.

Aus zwei mach drei

Zusätzlich haben Tobi und Korbi ihr Team noch um einen dritten Mann erweitert. Julian Kotte aus Nußdorf am Inn ergänzt die zwei jetzt, weil neben der Hingabe für die Mode auch ein wenig Zeit fürs Studium bleiben muss - alle drei besuchen nämlich immer noch die Universität. Korbi und Juli kennen sich schon seit vier Jahren und haben an der Uni Passau schon etliche Male zusammen den Klapptisch gedrückt, die Harmonie innerhalb des Unternehmens ist daher denkbar gut.

In den letzten zwei Jahren hat sich allerdings noch mehr verändert. „Moda di Bavaria“ ist keine Freizeitaktivität mehr, sondern erfordert mittlerweile viel Zeit. „Je größer man wird, desto mehr Menschen und Organisationen werden auf einen aufmerksam. Man wird mit der Zeit auch professioneller und lernt einiges, wie ein Unternehmen funktionieren soll und was der Modemarkt mit sich bringt.“ so erzählt es das Studententrio. Leben können sie von der Mode übrigens noch nicht ganz, beschreiben es aber als „netten Nebenverdienst neben dem Studium.“

Nachhaltigkeit und Regionalität an erster Stelle

Nachhaltigkeit und Regionalität steht für „Moda di Bavaria“ an erster Stelle und ist gewissermaßen ihr Mantra. „Unser Anspruch war es von Anfang an, faire Mode, welche zugleich qualitativ sehr hochwertig ist, zu fairen Preisen anzubieten“, betonen die Studenten mit Blick auf ihre Firmenphilosophie. Auch die Einhaltung von Menschenrechten und die Vermeidung von Plastikmüll ist ihnen sehr wichtig. Sie wollen kein Faktor sein, der die Umwelt belastet - ganz im Gegenteil. Daher bleiben die Transportwege auch kurz.

Nachhaltigkeit ist für Moda di Bavaria enorm wichtig

Eine außergewöhnliche Philosophie

„Die Motive der Modemarke zielen oft auf altbayerische, schon vergessene Redensarten ab, welche aber mit modernen Stilrichtungen vermischt werden. Es entsteht ein ganz eigener Style. Die Authentizität ist dabei für uns an oberster Stelle.“ So beschreibt sich „Moda di Bavaria“ selbst. Das ist aber nicht das einzige, was sie ausmacht. Besonders beliebt sind ihre Kollektionen, die sie in Kooperation mit lokalen Brauereien entwerfen. Die Idee entstand, da die Jungs selbst Genießer der bayerischen Biervielfalt sind und es als Privileg empfanden, die Lieblingsbiere auf der Brust zu tragen.

Korbi, Tobi und Juli erzählen, dass auch die meisten Brauereien von Beginn an von der Idee begeistern waren. Angefangen hat dann alles mit der Brauerei Schönramer im Landkreis Traunstein. Vom großen Erfolg der Kollektion beflügelt, folgten dann prompt Hacklberg aus Passau, die Privatbrauerei Schweiger, Unertl aus Haag in Oberbayern, Innbräu aus Mühldorf und zuletzt die Steiner Brauerei aus dem Stadtgebiet Traunreut. Die Serie wollen die drei unbedingt fortführen und haben auch schon den einen oder anderen Kandidaten für die Zukunft im Petto. Woher die Brauerei kommt ist ihnen dabei gar nicht so wichtig, „Hauptsache das Bier schmeckt“, sagen sie mit einem Schmunzeln.

Frisch auf dem Markt - die neue Kollektion

Das Motto der neuen Kollektion, die am 17. Oktober erschien, ist „ois draht si” (alles dreht sich, Anm. d. Red.) und spielt dabei auf die letzten zwei Corona-Jahre an, wo für die Jungs vieles auf der Strecke blieb. Unter anderm auch bayerische Traditionen wie Volksfeste oder das Maibaum aufstellen. „Wir sehen dabei positiv in die Zukunft und können es kaum erwarten wieder im Bierzelt zu sein“, sind die drei dennoch voller Vorfreude auf kommende Tage. Neben dem klassischen Schnitt gibt es dabei auch viel Gemütliches, „perfekt für die kalten Wintertage.“

Viel vor in der Zukunft

Kurzfristig planen die Jungs auch Strick-Stirnbänder mit in ihr Sortiment aufzunehmen, langfristig haben sie allerdings noch einiges mehr vor. Der nächste Schritt soll es nun sein, neben dem laufenden Online-Geschäft auch in den Offline-Handel einzusteigen und die Mode auch in lokalen Einzelhandelsgeschäften anbieten zu können. In den kommenden Monaten wollen sich die Jungs vermehrt darum bemühen auch die entsprechenden Partner dafür zu gewinnen.

Ihr Spaß an der Mode ist auch nach zwei Jahren und vielen Aufs und Abs jedenfalls ungebrochen und auch die Heimatverbundenheit ist so groß wie eh und je. So hoffen die drei sympathischen Bayern auch in Zukunft mit ihren Motiven begeistern zu können und dem einen oder anderen Fan ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Der „Gipfedone“ ist ein Auszug aus der neuen Kollektion

nt

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