FDP-Heimatabgeordnete informiert sich bei DEHOGA

Gastronomie: Dauerhaft gesenkte Mehrwertsteuer und Ausgleichszahlungen könnten helfen

Sandra Bubendorfer-Licht, Holger Nagl
 und Stephanie Nömeier informieren sich bei DEHOGA
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Gastronomie und Hotellerie kämpfen in der Corona-Krise ums Überleben: Die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht (rechts) informierte sich bei der DEHOGA mit dem Kreisvorsitzen Holger Nagl (Landgasthof Hammerwirt/2. v.r.) und Stephanie Nömeier vom Bastei Hotel (links) über die aktuelle Situation.

Mühldorf - Die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht informierte sich über die Situation der Hotels und Gaststätten im Corona-Lockdown. Sie schloss sich der Forderung nach Umsatzentschädigungen und einer dauerhaft gesenkten Mehrwertsteuer für Gastronomie und Hotellerie an.

Die Meldung im Wortlaut

Der Corona-Lockdown hinterlässt seine Spuren: Fast drei Viertel der Gastro-Betriebe sind in der Existenz gefährdet. „Nur eine dauerhaft gesenkte Mehrwertsteuer und faire Ausgleichszahlungen helfen unserer Branche aus der Krise“, sagte Holger Nagl, Mühldorfer Kreisvorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) im Rahmen eines Informationsgesprächs mit der FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Bubendorfer-Licht (Ampfing) im Hotel Bastei in Mühldorf.

Die rund 200 Gastrobetriebe im Raum Mühldorf sind „in großer Not“, so DEHOGA-Kreisvorsitzender Holger Nagl. 72 Prozent der bayerischen Betriebe sehen sich laut neuester Umfragen in der Existenz gefährdet. Jedem sechsten Betrieb drohe in den nächsten Monaten sogar die Insolvenz.

„Unsere Betriebe sterben leise“, sagt der Dehoga-Kreischef, „es geht jetzt wirklich ans Eingemachte.“ Das Jahr 2020 sei gelaufen, entscheidend sei, wie sich der Umsatz in den Wintermonaten bis März entwickele. Die Gastrobranche ist laut Nagl nicht generell gegen den Lockdown. „Gesundheitsschutz ist für uns alle wichtig.“ Die Schließung muss aber abgefedert werden.

Da waren sich die Branchenvertreter mit der Bundestagsabgeordneten Sandra Bubendorfer-Licht einig, dass die Anträge für die Überbrückungshilfen zu bürokratisch angelegt worden seien. Teils seien unsinnige Förderrichtlinien zu verzeichnen. Stundungen oder günstige Preise zur Überbrückung sind laut Stephanie Nömeier vom Hotel Bastei keine wirklichen Hilfen, da sie in absehbarer Zeit erwirtschaftet und zurückgezahlt werden müssten.

Solange die Angst vor Corona in den Köpfen der Menschen vorhanden sei, habe die Branche zu kämpfen, so Nömeier. „Die Gäste kommen nicht.“ Der Dehoga-Kreisvorsitzende Holger Nagl plädiert für faire und einzelfallgerechte Umsatzentschädigungen und eine dauerhaft gesenkte Mehrwertsteuer für Gastronomie und Hotellerie. Dieser Forderung schloss sich die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht an.

Presseminformation Sandra Bubendorfer-Licht MdB

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