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Zahlreiche neue Testangebote in Mühldorf und Waldkraiburg

Als Quereinsteiger zur Teststation: Betreiber erzählen über die Hintergründe

Von links: Jürgen Hanetzok und Robert Münzlochner von Innfront Medical, zwei Innfront Medical-Mitarbeiterinnen und Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch vor der Teststation auf dem Volksfestplatz.
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Von links: Jürgen Hanetzok und Robert Münzlochner von Innfront Medical, zwei Innfront Medical-Mitarbeiterinnen und Waldkraiburgs Bürgermeister Robert Pötzsch vor der Teststation auf dem Volksfestplatz.

Wie und warum wird man eigentlich zum Betreiber einer Teststation? Wir haben mit Quereinsteigern aus den Regionen Mühldorf und Waldkraiburg gesprochen.

Mühldorf am Inn/Waldkraiburg - „Wir kommen beide aus der Dienstleistungs- und Eventbranche und haben beide auch mehr als 25 Jahre Erfahrung bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst“, berichten Robert Münzlochner und Jürgen Hanetzok von der Firma Innfront Medical. Letzterer ist vielen beispielsweise als Festwirt des Volksfests in Gars am Inn bekannt. „Seit zwei Jahren waren wir dann bereits im Einzel- und Großhandel für Infektionsschutzartikel tätig. Ende November wendete sich dann das Landratsamt an uns, ob wir helfen könnten das Testangebot am Volksfestplatz in Waldkraiburg auszuweiten.“ Bisher war das Schnelltest-Angebot dort nur auf den Nachmittag beschränkt. Nun ist es bereits ab 7 Uhr verfügbar sein und man kann sich direkt im Auto testen lassen.

„Aktuell laufen Planungen zur Erweiterung des Angebots auf PCR- und Antikörpertest. Auch an einer Hotline zur Registrierung mit Terminbuchung für Bürger ohne Internet wird gearbeitet, wobei sich das auf Grund der hierzulande ja erst vor kurzem noch einmal verschärften Datenschutzgesetzgebung als anspruchsvoll herausgestellt hat“, berichten die Beiden weiter. „Unter unseren Mitarbeitern herrscht ein tolles Arbeitsklima und aus der Kundschaft gab es viel Zuspruch hinsichtlich unserer kurzen Wartezeiten und der guten Bedienung im Testbetrieb.“

So wird man zum Betreiber einer Teststation im Kreis Mühldorf - Zwei Erfahrungsberichte

Zwischenzeitlich war die Zahl der Testangebote im Landkreis während der Einschränkung der Anspruchsberechtigten für kostenlose Tests massiv eingebrochen. Seit dies korrigiert wurde, nimmt auch die Zahl der Angebote wieder massiv zu.

Allein für Waldkraiburg listet das Landratsamt Mühldorf aktuell sechs Testmöglichkeiten. Erst nach den Weihnachtsferien an den Start gegangen ist die Teststation im Westen der Stadt. Vier Mitglieder vom Förderverein Waldbad haben sich zusammengetan und die Testausbildung absolviert. „Die Idee ist daraus entstanden, dass das Landratsamt nach zusätzlichen Teststationen gesucht hat“, erklärt Jürgen Zabelt, der mit seiner Frau Gitti, Gerlinde Helldobler und Michael König die Teststation auf den Weg gebracht hat.

So sieht es in Waldkraiburg aus

Weil sich bis dahin die meisten Angebote auf das Stadtzentrum konzentriert hatten, schlugen Zabelt und seine Mitstreiter ihr Zelt im Westen der Stadt auf. Besser gesagt ihren Wohnwagen. „Uns war es wichtig, dass wir ein wohnortnahes Angebot schaffen.“ Manche kommen zu Fuß, andere verbinden den Test mit dem Einkauf im Edeka-Supermarkt, auf dessen Parkplatz der Wohnwagen steht. Idealerweise bucht man sich zuvor einen Termin, bei einer Anmeldung vor Ort helfen sie weiter. „Gerade ältere Menschen nutzen das Angebot, weil wir ihnen bei der Anmeldung helfen und sie das Ergebnis auch als Ausdruck bekommen können.“

Weil das Angebot in der Stadt längst ausgebaut ist, gibt es kaum noch Warteschlangen an den Teststationen. Viel zu lange warten musste aber das Test-Team, bis die Anmeldung im Vergabesystem erfolgreich war. „Das hat vier Wochen gedauert, bis wir unseren Zugang hatten. Die Genehmigung vom Landratsamt hatten wir innerhalb weniger Tage.“

Ohne den Zugang konnte nicht getestet, denn nur dann können die Corona-Tests über die Kassenärztliche Vereinigung Bayern abgerechnet werden. 11.50 Euro gibt es für jeden Test. „Damit wird alles abgegolten: Miete, Strom, Personalkosten und sogar die Tests müssen selbst bezahlt werden“, erklärt Zabelt. Nicht eingepreist das unternehmerische Risiko. „Wir kaufen die Tests in größeren Margen. Sollte sich an der politischen Lage kurzfristig etwas ändern, kann es passieren, dass wir auf den Tests sitzenbleiben.“

Auch Barbara und Sebastian Lang haben in ihrem Fitnessstudio „Mei Energy“ an der Elbestraße in Mühldorf ein Testangebot eingerichtet. „Wir hatten erfahren, dass es zu wenig Testkapazitäten im Landkreis gibt und daraufhin beschlossen bei uns ein Angebot einzurichten“, berichtet Sebastian Lang. „Zum einen liegt das Studio ja direkt an der B12, zum anderen erfüllen unsere Räumlichkeiten ohnehin schon alle Hygieneauflagen, zumal Barbara ja auch ihre Heilpraktiker-Praxis hier hat.“ So gäbe es nun direkt bei ihnen ein Testangebot sowohl für Besucher des Fitnessbetriebs als auch andere Interessenten.

Die Auflagen für die Aufnahme eines Testbetriebs sind dabei zahlreich, wie das Landratsamt Mühldorf am Inn auf Nachfrage klarstellt. „Interessierte Leistungserbringer müssen ein Hygienekonzept sowie den Nachweis einer Präsenzschulung in Form der Bestätigung eines Arztes vorlegen“, berichtet Pressesprecherin Karin Huber. „Im Rahmen einer Begehung prüfen Mitarbeiter des Gesundheitsamts, ob geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Außerdem ist eine Anmeldung beim Gewerbeamt erforderlich.“ Weiterhin müssten Öffnungszeiten, Ort sowie Testkapazität mitgeteilt werden. „Aus Gründen der Qualitätssicherung muss auf die Liste der Antigen-Tests zur professionellen Anwendung zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 zurückgegriffen werden. Die Angabe ‚Evaluierung PEI‘; bildet die entsprechende, auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) veröffentlichte Übersicht zur dortigen vergleichenden Evaluierung der Sensitivität von SARS-CoV-2 Antigenschnelltests ab.

Testangebote in der Region:

Wir haben für euch die Angebote für PCR- und Schnelltests im Landkreis Mühldorf am Inn, dem Landkreis Altötting, dem Landkreis Traunstein und dem Berchtesgadener Land zusammengefasst.

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