Online-Konzert

Musiknacht-Alternative wegen Corona: 220 Zuschauer bei erster Mühldorfer Musikshow-Nacht

Vollgas durch Country und Blues: Britta Wittenzellener und Wulf Behrend als „Mum&Dad“ in der Musikshow-Nacht.
+
Vollgas durch Country und Blues: Britta Wittenzellener und Wulf Behrend als „Mum&Dad“ in der Musikshow-Nacht.

Die große Mühldorfer Musiknacht gibt es heuer wegen Corona nicht. Als Ersatz bot der Veranstalter deshalb online die Musiknacht-Show an. Drei heimische Band traten dabei auf.

Mühldorf – Wenn in Mühldorf Musiknacht ist, brodelt es rund um den Stadtplatz. Vor allem an lauen Herbstabenden zieht es Tausende nach Mühldorf, die die Altstadt beleben und in mehr als einem Dutzend Gasthäuser Musik von meist heimischen Bands hören. Damit ist es in Corona-Zeiten vorbei. 2020 gab es keine Musiknacht, für heuer hat sich Organisator Andreas Seifinger angesichts der Perspektivlosigkeit einer analogen Veranstaltung etwas Neues ausgedacht: die Mühldorfer Musiknacht-Show, live per Internet aus dem Café Orange.

220 Zuschauer im Internet dabei

Nach dem ersten Abend mit 220 Online-Zuschauern, ist das Fazit durchaus positiv: Drei engagierte Bands, die sich – naturgemäß in unterschiedlicher Intensität – auf das Format einlassen und es füllen konnten. Vor allem „Suspicious Dry“ (Josef Enzinger, Gogo Butz und Tom Hertl) führten sich auf, als stünden sie vor einem großen Livepublikum auf der Bühne, keine Spur von sterilem Youtube-Auftritt.

So war die Musiknacht vor Corona: Musiknacht mit riesiger Vielfalt (Plus-Artikel ovb-online.de)

Dazu trug die gute Stimmung bei, die im Café Orange herrschte, wo Bandkollegen, Techniker, Barkeeper, Moderator und geladene Gäste, zusammen etwa 20 an der Zahl, für Konzert-Atmosphäre sorgten.

Erfahrene Live-Musiker und Bühnenneulinge

Sie trugen „Mum&Dad‘s“ durch den Abend, Britta Wittenzellener und Wulf Behrend entpuppten sich als zwei erprobte Livemusiker, auch sie absolut internettauglich.

Einen guten Platz zwischen den beiden erfahrenen Bands fanden Selina Seifinger, Kaja Ebermann, Simon Kraus und Korbinian Seisenberger, junge Leute, die sich als Hausband für die Musiknacht Show gegründet haben.

Das könnte Sie auch interessieren: Baubeginn für riesiges Gewächshaus bei Weiding, obwohl der Gemeinderat Polling das nicht will (Plus-Artikel ovb-online.de)

Zuschauer live in die Sendung genommen

Ein Gewinnspiel, kurze Gesprächsrunden mit Sponsorin Brigitte Haslbeck, Voxx-Club-Sänger Michi Hartinger und Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl, Mix-Tipps von Barmann Christoph Mirz und ein Kurzauftritt von Schlagsängerin Eva Luginger machten den Abend kurzweilig. Besonders pfiffig: Zwischen durch schaltete das Musiknacht-Team Zuhörer per WhatsApp live in die Sendung.

Professionelle Filmarbeit

Als glücklich erwies sich auch die Beauftragung eines Fach-Aufnahmeteams, sodass die ganze Show trotz einiger technischer Wackler eine professionelle Übertragung war. Das zeigte sich vor allem in der guten Kamera- und Bildführung.

Moderator und Organisator Seifinger zog eine positive Bilanz: „Dafür, dass es ein völlig neues Format ist und sich viele Menschen noch nichts Genaues darunter vorstellen konnten, waren wir mit der Besucherzahl sehr zufrieden“, sagt er. „Freilich ist noch viel Luft nach oben.“ Wichtig sei gewesen, dass es den Leuten gefallen habe und sie es nun weitertragen. „Die Reaktionen waren fast durchwegs begeistert, und zwar spontan im Live-Chat und im Whats-App-Chat und auch im Nachgang per Mail und Telefon.“

Als nächstes die Vatertags-Show

Mit der ersten Musiknacht-Show soll ein Anfang gemacht sein. An Christi-Himmelfahrt, 13. Mai, folgt eine Vatertagsshow, unter anderem wieder mit der Hausband und Eva Luginger, die gemeinsam mit ihrem Vater Ulrich auftritt.

Kommentare