Platz für 80 Kinder

Neuer AWO-Hort in Mühldorf öffnet seine Türen

Hortleiterin Annika Stiller mit den Kindern in den neuen Räumen.
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Hortleiterin Annika Stiller mit den Kindern in den neuen Räumen.

Der neue AWO Kinderhort in der Konrad-Adenauer-Straße macht es möglich, selbst unter Einhaltung der strengen Corona-Vorschriften. Das Schöne daran: alle Kinder sind gleich, egal aus welcher Gesellschaftsschicht oder aus welcher Schule sie kommen. Unterschiede gibt es keine. Platz ist für 80 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren.

Mühldorf – Schöne große helle Räume, bunte Bilder die an den Wänden hängen und gemütliche Spielecken. Man sieht Kinderlachen und strahlende Gesichter. Ein Bild, das vor allem zu Zeiten von Corona fast schon selten geworden ist.

Platz ist für 80 Kinder

Dass es dieses kleine Kinderparadies gibt, ist vor allem auch dem Einsatz von Leiterin Annika Stiller (35) und ihrem Team zu verdanken.

„Ich bin ausgesprochen stolz auf den neuen AWO Kinderhort. Vor allem was für tolle Arbeit tagtäglich hier geleistet wird. Das ist im Wesentlichen der überragenden Leistung durch die Leiterin Annika Stiller und ihrem tollen Team zu verdanken“, sagt die erste Vorsitzende des AWO Ortsvereins Mühldorf e.V. Klara Maria Seeberger (76) aus Mühldorf. „Die Kinder finden hier einen schönen Rückzugsort in vertrauter familiärer Atmosphäre. Hier dürfen Kinder einfach nur Kind sein und alles Schlechte vergessen“ setzt sie fort.

Umzug war große Herausforderung

Der Umzug während Corona hatte Stiller und ihr Team vor eine sehr große Herausforderung gestellt. „Bei unserem damaligen Umzug in das Gebäude auf dem Stadtplatz hatten wir viele Helfer. Bei dem aktuellen Umzug hatten wir niemanden“, erzählt die Leiterin. „Mein Team und ich mussten den Umzug ganz alleine stemmen. Packen, ein- und ausräumen und die neuen Räumlichkeiten zum Leben erwecken. Jeder von uns arbeitete mit, machte Überstunden und opferte seine Freizeit.

Auch unsere Partner kamen an den Wochenenden mit hier her und halfen beim aufbauen und einrichten“, setzt sie fort. Ein Umzugsunternehmen kümmerte sich um den Transport des Inventars und Monteure bauten die Möbel auf. Mehr Hilfe gab es nicht. „Was sehr schade war, dass wir die Kinder in den Umzug nicht direkt miteinbeziehen konnten“, bedauert die Hortleiterin.

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Ohne Corona hätten die Kinder gemeinsam einen Flohmarkt gemacht, beim Dekorieren der neuen Räumlichkeiten mitgeholfen und selbst beim Einrichten mitanpacken können. Deshalb war Kreativität gefragt. Sie gestalteten ein digitales Umzugstagebuch. Drei Wochen lang stellten sie täglich verschiedene Beiträge in ihre Kinderhort-Gruppe. Die Kids konnten dann via Internet die Entwicklung ihres neuen Horts mitverfolgen.

An den ersten Tagen machten sie einen virtuellen Rundgang durch die leeren Räume. Stiller gestaltete mit einem Kollegen zusammen ein Interview mit einem Sofa. Das Sofa erzählte den Kids wo es herkam, wie es gebaut wurde und was es nun im neuen Hort so mache. Jeden Tag gab es ein anderes Thema. Es kamen Videogrußbotschaften vom Bürgermeister, der Stadtbaumeisterin, Schulleitern und weiteren tollen Menschen. Diese stellten sie in ihr digitales Videotagebuch ein. Auch das Thema ´Nachhaltigkeit` war ein wichtiger Punkt. Erzieher und Kinder sprachen darüber, wie man nachhaltig umzieht, Müll vermeidet und altes wieder neu aufwertet.

Stadt Mühldorf hat den Hort unterstützt

„Uns war es sehr wichtig, dass wir die Kinder an dem ganzen Umzug beteiligen, um ihnen den Übergang in die neuen Räumlichkeiten zu erleichtern“ erklärt die 35-Jährige Pädagogin. Als die Kinder wieder in den Wechselunterricht kamen, konnten sie sich ganz anders bewegen. Durch ihr Videotagebuch wussten sie wie alles hier aussah. Seit dem 22. Februar hat der neue Kinderhort geöffnet.

Durch die tolle Unterstützung seitens der Stadt Mühldorf, der Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner, sowie den Schulleitern aller Schulen, die mit dem Kinderhort zusammenarbeiten wurde ihr Neustart ein voller Erfolg. Sie konnten sofort mit Wechselunterricht beginnen. Die Notbetreuung ist gewährleitet. Wie der Schulunterricht weitergeht, wird Corona steuern.

Homescholling gibt es auch im Hort

Homeschooling gibt es auch im Hort. Für die Familien eine große Entlastung. Die Stimmungslage der Kinder ist enorm wichtig. Aus diesem Grund bastelten sie einen Stimmungsbarometer. Dieser hängt im Speisesaal an der Wand. Darauf steht: Meine Stimmung heute. Jeden Tag können sie einstellen, wie sie sich fühlen.

Von super zu cool, gut, so la la, müde, geladen (wütend) bis hin zu schlecht. Zum Glück steht der Stimmungsmeter meist auf ´super`. Auch Kinder haben mal schlechte Tage, dann fällt der Barometer.

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