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Was über die Unfallursache bekannt ist

Tödlicher Unfall bei Neumarkt-St. Veit: Wie Retter einen schwer verletzten Buben (9) entdeckten

Nur noch ein unförmiger Haufen Blech blieb von dem Mercedes nach der Kollision mit einem Baum übrig.
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Nur noch ein unförmiger Haufen Blech blieb von dem Mercedes nach der Kollision mit einem Baum übrig.

Nach einem schrecklichen Unfall bei Neumarkt-Sankt Veit sind ein Todesopfer und zwei schwerverletzte Kinder zu beklagen. Die Erstretter berichten über den schwierigen Einsatz - und geben einen ersten Einblick zur möglichen Unfall-Ursache.

Neumarkt-St. Veit – Ein Toter und zwei Schwerverletzte sind die Bilanz des schweren Verkehrsunfalls am Sonntagabend gegen 22.45 Uhr bei Hörbering.

Aus bislang ungeklärter Ursache – die Polizei vermutet überhöhte Geschwindigkeit – kam ein 39-Jähriger mit seinem Mercedes von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Der Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Seine beiden Mitfahrer, ein Neunjähriger und eine 17-Jährige, erlitten schwere Verletzungen.

Vater und Sohn aus Auto geschleudert

Die Ermittlungen der Polizei Mühldorf ergaben, dass der Fahrzeugführer, ein 39-Jähriger aus dem Landkreis Rottal-Inn mit seinem Mercedes auf der Staatsstraße 2086 von Neumarkt in Richtung Massing fuhr. Im Fahrzeug befanden sich auch der neunjährige Sohn des Fahrers und eine 17-jährige Bekannte aus Rosenheim.

Weil er vermutlich zu schnell war, verlor der Fahrer in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto kam von der Straße ab und krachte gegen einen Baum am linken Straßenrand. Bei dem Unfall wurden der Fahrzeugführer und sein neunjähriger Sohn aus dem Fahrzeug geschleudert.

Die Einsatzkräfte entdeckten den verletzten Neunjährigen an der Böschung.

Der 39-Jährige erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Der Neunjährige und das Mädchen kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser nach Regensburg und München-Großhadern. „Der Zustand des Jungen ist weiterhin stabil, die Verletzungen bei der 17-Jährigen werden als lebensbedrohlich eingestuft“, sagt Polizeihauptkommissar Uwe Schindler, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei Mühldorf am Montagvormittag vorläufig mit.

„Als erste war die Freiwillige Feuerwehr Hörbering vor Ort“, berichtet Christian Biberger, Kreisbrandmeister für den Bereich Neumarkt-St. Veit, von der Situation am Unfallort. „Sie befreite die schwerst verletzte 17-Jährige aus dem Unfallauto.“ Den 39-jährigen Fahrer, der aus dem Wagen geschleudert wurde, konnte die Feuerwehr nur noch tot nahe des Autos auffinden.

Mehrere Unfälle an dieser Stelle

„Es entstand schnell der Verdacht, dass sich noch eine weitere Person im Auto befunden hatte“, sagte Biberger. „Mithilfe einer Wärmebildkamera wurde das Auto überprüft und dabei festgestellt, dass drei Plätze warm waren.“ Die Einsatzkräfte durchkämmten die Unfallumgebung und konnten den verletzten Neunjährigen an der Böschung unter einem Baum finden.

Der Kreisbrandmeister kann sich am aktuellen Unfallort bei Sägmühle an mindestens drei schwere Unfälle in den vergangenen vier Jahren erinnern: „Da mussten schon mehrere Personen aus ihren Autos herausgeschnitten werden. Unfallursache war wohl meist überhöhte Geschwindigkeit. Obwohl dort auf 70 Stundenkilometer begrenzt ist.“

An dem Mercedes entstand Totalschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Der Unfallort war etwa vier Stunden lang komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Auf Weisung der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein zogen die Polizeibeamten einen Sachverständigen an der Unfallstelle hinzu, der mit der Erstellung entsprechender Gutachten betraut wurde.

+++ Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf +++

Die Unfallaufnahme erfolgte in Zusammenarbeit mit der Autobahnpolizeistation Mühldorf und der Grenzpolizeistation Burghausen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hörbering, Neumarkt-Sankt Veit, Massing und die Kreisbrandinspektion Mühldorf sorgten für die Absperrung des Unfallorts und die Verkehrsleitung. Die Feuerwehr Hörbering beseitigte Teile des Baumes, die nach dem Aufprall des Autos auf die Straße gestürzt waren.

„Die vorgefundene, dramatische Unfallsituation war für alle Einsatzkräfte sehr belastend“, sagte Christian Biberger. „Besonders die Suche nach der dritten Person, die sich noch dazu als kleiner Junge herausgestellt hat.“ Für ihn einer der definitiv schwersten Unfälle der letzten Zeit. Die Ersthelfer wurden noch vor Ort vom Kriseninterventionsteam betreut, ein Feuerwehrseelsorger kümmerte sich um die Einsatzkräfte.

Die Polizei Mühldorf bittet Zeugen des Unfallhergangs, sich unter Telefon 08631 36730 zu melden.

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