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Bürgernahe Pandemiebekämpfung

Über 500 kamen: Sonderimpftag mit Vorbildfunktion in Gars

Bürgermeister Robert Otter bei der Booster-Impfung mit Simone Robeis, die die Idee für den Sonderimpftag hatte.
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Bürgermeister Robert Otter bei der Booster-Impfung mit Simone Robeis, die die Idee für den Sonderimpftag hatte.

Der Garser Bürgermeister ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich „boostern“ – beim Sonderimpftag in der alten Grundschule, den das Garser Ärzteteam mit medizinischen Fachkräften durchgeführt hat. Über 500 nahmen das Angebot an. Die Aktion gilt als vorbildlich.

Gars – Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung gegen Covid 19 wurde in der alten Grundschule verabreicht, diesmal ohne aufwendige Terminreservierung. Zum Einsatz kamen verschiedene Vakzine, den aktuellen fachwissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechend und abgestimmt auf die Altersgruppen, berichtete das Ärzteteam.

Sehr gut besucht war der Sonderimpftag in der alten Garser Grundschule.

Planung und Durchführung der Aktion lagen bei den Garser Ärzten Dr. Hubert Attenberger, Dr. Dennes Barth und Dr. Heike Walessa). Simone Robeis, medizinische Fachkraft im Ärztehaus, war auf die Idee gekommen, einen gemeinsamen Sonderimpftag am Samstag, 4. Dezember, anzubieten. Eine Win-win-Situation für Ärzte und Impfwillige sollte es werden, denn einerseits konnte dann jede der drei Praxen auf aufwendige Terminvergaben für Impfungen außerhalb der regulären Sprechstunden verzichten. Andererseits wurde das Impfangebot „niederschwelliger“, denn so mancher Unentschlossene und „Impfskeptiker“ fand den Weg zum „Impfzentrum für einen Tag“ leichter.

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Hildegard Brader (FWG Gars), Zweite Bürgermeisterin und spontane ehrenamtliche „Empfangschefin“, teilte mit, dass es schon eine Stunde vor Öffnung eine Schlange von Wartenden gab. „Um 10 Uhr hatten wir schon 250 Geimpfte“, stellte Brader erfreut fest.

Landrat: „nachahmenswertes Beispiel“

Mit freundlichen Worten empfing sie alle Ankommenden und leitete sie zu den Tischen der Ärzteteams weiter. In drei Räumen im Erdgeschoss wurden von Fachkräften Booster-Impfungen verabreicht, in drei weiteren im ersten Stock berieten die Ärzte und die Ärztin die Impfneulinge und verabreichten Zweitimpfungen.

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Die Bedeutung des Sonderimpftages unterstrichen Landrat Maximilian Heimerl und Bürgermeister Robert Otter, die ihn mit ihren Ehefrauen persönlich eröffneten. Heimerl erklärte den Tag quasi zum Modellfall für medizinische Impf-Teamarbeit und zu einem nachahmenswerten Beispiel für den Landkreis Mühldorf. Der Garser Bürgermeister hatte die alte Grundschule gerne zum „Impfzenturm“ erklärt. „Wir haben hier ein schönes Beispiel für Eigeninitiative unserer Bürger“, erklärt Otter stolz. Nach der Etablierung des „Bauernmarkts“, nach der im Entstehen begriffenen „Energiegenossenschaft“ habe jetzt zum dritten Mal eine Initiative von Bürgerseite und keine „von oben“ zum Erfolg geführt. „So soll es weitergehen!“, meinte Otter zufrieden.

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Die Organisatoren des Sonderimpftages erhielten nach seinen Angaben viel Unterstützung: So habe die Garser Firma MG-Datentechnik einen spontan benötigten Internetzugang gelegt und gesponsert. Das Gasthaus Grainer, Kirchdorf, habe den Ärzteteams und ehrenamtlichen Helfern ein Weißwurstessen und Süßes spendiert. Impfstoffe seien im Übrigen ausreichend vorhanden gewesen und die schon aufgetauten, nicht benötigten Dosen habe man gleich zur Verwendung ins Impfzentrum nach Mühldorf gebracht. Alles in allem sei dieser für Gars wichtige Sonderimpftag, meint Robert Otter schmunzelnd, sogar ein „Erlebnistag“ geworden.

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