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Nach dem Ableben von Raimund Burger

Die Musikschule Waldkraiburg hat eine neue Chefin: Am Ruder steht ein Energiebündel

„Mein Mädchenname Kraft ist an der Musikschule etabliert, der Name Wagner muss sich erst noch hinaufarbeiten“, meint die junge Leiterin.
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„Mein Mädchenname Kraft ist an der Musikschule etabliert, der Name Wagner muss sich erst noch hinaufarbeiten“, meint die junge Andrea Wagner Leiterin.

Ende 2021 verstarb der Leiter der Waldkraiburger Musikschule. Andrea Wagner ist Nachfolgerin von Raimund Burger. Sie sprüht vor Tatendrang und hat einiges vor.

Waldkraiburg – Seit Mitte April leitet Andrea Wagner, geborene Kraft, die Waldkraiburger Sing- und Musikschule. Sie folgte auf Raimund Burger, der Ende 2021 verstarb. Eine große Herausforderung, der sie sich stellte, nachdem ihr vor ihrer Bewerbung immer wieder von ihren Kollegen gesagt wurde: „Die Kraft hat die Kraft.“

Die gebürtige Mühldorferin, die mit ihrem Mann in Neumarkt lebt, erhielt eine erste Berufsausbildung an der Fachschule für Musik in Altötting als Ensembleleiterin in der Ausbildungsrichtung Klassik. Anschließend studierte sie Musik- und Tanzpädagogik sowie als zweites Fach Blockflöte am Mozarteum Salzburg. Dort war sie zusätzlich einige Jahre als Studienassistentin bei verschiedenen Professoren tätig.

Leidenschaft für Musik und Tanz

Parallel dazu nahm die 31- Jährige im Herbst 2016 ihre Tätigkeit an der Waldkraiburger Musikschule auf. Sie hatte zunächst fünf Gruppen und arbeitete an verschiedenen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in der Umgebung in der musikalischen Früherziehung.

Eine große Herausforderung: Mit 31 Jahren leitet Andrea Wagner jetzt die Musikschule.

Seit ihrer frühen Jugend gilt ihre Leidenschaft und Liebe der musikalisch-tänzerischen Arbeit mit Menschen, wobei ihr ein künstlerisch-pädagogischer und vor allem ganzheitlicher Ansatz sehr wichtig sind. „Die Musikschularbeit ist“, so Wagner, „gerade auch bei den jüngsten Schülern mit den musikalischen Grundfächern ein wertvoller Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und damit eine ideale Vorbereitung auf einen weiteren Ausbau, ob mit Instrument oder stimmlich.“

„Freude am eigenen Können“

Die Freude am eigenen Können bewirkt häufig weitere Leistungsbereitschaft und Ausdauer. „Gerade auch das Musizieren in der Gruppe führt zu mehr Aufmerksamkeit, gegenseitigem Respekt und Toleranz“, betont Wagner.

„Mein Mädchenname Kraft ist an der Musikschule etabliert, der Name Wagner muss sich erst noch hinaufarbeiten“, meint die junge Leiterin. Ihr Mädchenname verkörpere überdeutlich ihre Fähigkeiten und Eigenschaften: „Ich glaube, ich kann ganz gut organisieren, bin zielstrebig und ausdauernd, dabei aber verantwortungsbewusst und versuche strukturiert zu denken und zu arbeiten.“ Dass sie auch recht kreativ sein kann, bewies sie in den Corona-Monaten, als die Kinder anhand ihrer Videos Musik machen konnten.

„Ich stehe auf gleicher Ebene mit meinen Kollegen“

Ein weitaus größeres Aufgabenfeld kam mit der Leitung der Musikschule auf Andrea Wagner zu. Sie ist nun für ein Team von 18 Musiklehrern verantwortlich, muss koordinieren und Aufgaben verteilen. „Als Chefin sehe ich mich keineswegs. Ich stehe auf gleicher Ebene mit meinen Kollegen, wir kennen uns großteils schon jahrelang und jeder von uns erlangt seine Kompetenz aus Wissen, Können und Erfahrung. Das verlangt von mir aber auch manchmal Durchsetzungskraft, Hartnäckigkeit ist nötig und Mut, eine Entscheidung zu treffen, auch wenn sie einmal falsch ist. Ich muss in so manche Aufgaben erst noch hineinwachsen. Dabei ist Selbstreflexion wichtig, die ich auch von meinen Kollegen erwarte, wenn es etwas zu korrigieren gibt.“

Eva Lasetzky (links) ist mit der Geige erfolgreich; sie lernt an der Musikschule auch Klavier.

So ist für die neue Leiterin Teamarbeit das angestrebte Ziel, wenn die Musikschule als Kulturnetzwerk weiterhin so gut funktionieren soll. Im Sinn dieses umfassenden Auftrags wird traditionsbewusst und zukunftsorientiert eng mit anderen Bildungseinrichtungen zusammengearbeitet.

Teamarbeit und Kooperationen

Gerade die Kooperation mit Kindertagesstätten und Schulen sei stark im Auf- und Ausbau. Zunehmend wolle man das gemeinsame Musizieren fördern, neue Zielgruppen wie zum Beispiel Senioren oder Menschen mit sozialintegrativem Hintergrund einbeziehen und noch mehr die musikalischen Grundfächer sowie Tanz- und Musiktheater weiterentwickeln – kurz: „Musik nach außen tragen“, so Andrea Wagner.

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