Was mich freut, was mich ärgert

Waldkraiburger Stadtbau-Mieterin quält nerviges Geräusch

Als sie vor eineinhalb Jahren in die Wohnung einzog, war Anke Wehner recht zufrieden. Seit eine Absauganlage am Dach installiert wurde, quält sie ein Geräusch.
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Als sie vor eineinhalb Jahren in die Wohnung einzog, war Anke Wehner recht zufrieden. Seit eine Absauganlage am Dach installiert wurde, quält sie ein Geräusch.

Als sie vor eineinhalb Jahren in die frisch modernisierte Wohnung im siebten Stock des Stadtbau-Hauses in der Siemensstraße 1A in Waldkraiburg einzog, war Anke Wehner recht zufrieden mit ihren vier Wänden. Das hat sich durch Installation eines bestimmten Gerätes geändert.

Waldkraiburg –Seit auf dem Dach des Hauses eine Absauganlage zur feuchtegesteuerten Be- und Entlüftung der Bäder installiert wurde, ist Anke Wehner genervt. „Das Geräusch macht mich ganz krank. Ab 6 Uhr in der Früh geht es los, das Pfeifen und Brummen, wie ein großer Kühlschrank, den ganzen Tag.“

In zwei Wohnungen Probleme behoben

Dass es da ein unangenehmes Geräusch in drei Wohnungen in den beiden Hochhäusern in der Siemensstraße gibt, bestätigt auf Anfrage Michael Kebinger. „Ein gleich bleibender Ton. So stelle ich mir Tinnitus vor“, sagt der Diplomingenieur, der bei der Stadtbau für das Gebäudemanagement zuständig ist. Weil das so ist, wird die Leistung der Anlage in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr reduziert.

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Vor allem im Flur und in der Toilette sei das Geräusch eine Zumutung, sagt Anke Wehner, eine waschechte „Hamburger Deern“, die ihre Herkunft nicht verleugnen kann, obwohl sie schon lange in Bayern lebt. Sie bekomme Magenschmerzen davon und habe einen Blutdruck von 150/100.

In allen drei Wohnungen seien die Geräusche unterschiedlich, sagt Kebinger, der bereits mehrmals vor Ort war, auch mit Handwerkern. „Wir versuchen das abzustellen.“

Seine Erklärung für die lästigen Geräusche: Durch das Absaugen der Luft werde ein Unterdruck erzeugt, dadurch ströme von außen Luft nach und dringe durch Schwachstellen in Fenster- oder Türendichtungen ein. Dadurch könnten diese Geräusche entstehen. In zwei Wohnungen, wo die Geräusche laut Kebinger sogar lauter waren als bei der 80-jährigen Mieterin, lag er damit richtig. Dort sind die Probleme behoben.

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In der Wohnung von Anke Wehner hat sich nach seinen Worten zwar herausgestellt, dass ein Vormieter einen Fensterfalzlüfter komplett abgeklebt hatte. Doch auch nachdem dies behoben war, hielt das Geräusch an. Die Suche nach der Ursache und einer Lösung des Problems geht also weiter. Jetzt fühle er sich bei seinem Ehrgeiz gepackt, so der Ingenieur.

Und Anke Wehner, die zufrieden ist, dass sich der Vermieter ihres Problems angenommen hat, bedauert den großen Aufwand beinahe schon. „Der arme Mann.“

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