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„Hopfen, Malz und Blei“ in der Region gedreht

Cowboys in Tracht: Waldkraiburger Regisseur Mark Lohr bringt bayerischen Western ins Kino

Beim Drehfür seinen neuen Film „Hopfen, Malz und Blei“ konnte Regisseur Mark Lohr (an der Kamera) sich kreativ ausleben. Denn im Gegensatz zu seinen ersten beiden Filmen hatte er Produzentin Gabriele Lechner an seiner Seite, die ihm dabei half, seine Idee umzusetzen.
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Beim Dreh für seinen neuen Film „Hopfen, Malz und Blei“ konnte sich Regisseur Mark Lohr (an der Kamera) kreativ ausleben. Denn im Gegensatz zu seinen ersten beiden Filmen hatte er Produzentin Gabriele Lechner an seiner Seite, die ihm dabei half, seine Idee umzusetzen.

Zwei Filme hat er schon ins Kino gebracht, jetzt kommt der dritte. Doch eins unterscheidet sich ganz deutlich von den ersten beiden: Regisseur Mark Lohr hat nun die kreativen Möglichkeiten ausschöpfen können.

Waldkraiburg – Eine wilde Schießerei im Saloon, eine Schlägerei im Bergwerk und Banditen auf Verfolgungsjagd – Szenen, die man aus jedem Westernfilm kennt. Doch statt in der weiten amerikanischen Prärie trifft der „Wilde Westen“ auf die bayerische Lebensart mit ihrer Kultur und ihrem Humor: In seinem neuen Film „Hopfen, Malz und Blei“ konnte sich Regisseur Mark Lohr kreativ ausleben. Dank der Münchner Produktionsfirma Camgaroo Productions im Rücken.

Davon hatte er schon lange geträumt, denn für seine ersten beiden Kinofilme hatte er kaum Budget zur Verfügung. Stuntmen, Pferde, Kutschfahrten und sogar eine ganze Westernstadt-Kulisse bringen jetzt ein authentisches Western-Flair auf die Leinwand.

Chance ausgerechnet im Corona-Jahr

„Die Ursprungsidee ist seit sechs Jahren in meinem Kopf“, sagt Lohr. Dass sich aber ausgerechnet im Corona-Jahr, in dem vieles nicht möglich war, ihm diese Chance bot, hätte er nicht gedacht. Sein zweiter Film „Morgen sind wir tot“ ging während der Corona-Einschränkungen im Kino unter. Doch den Kopf ließ er nicht hängen, sondern setzte sich an den Schreibtisch. „Es war wie eine Challenge für mich: Wenn ich schon daheim bleiben muss, dann schreibe ich das nächste Drehbuch“, sagt Lohr. Mit im Boot waren – wie schon beim vorherigen Film – wieder Corinna Blädel und Tobias Marschall.

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Und während die drei am Inhalt des Drehbuchs feilten, hielt Lohr Gabriele Lechner über sein nächstes Projekt auf dem Laufenden. Die Produzentin kennt er, seit er 2010 zum ersten Mal beim Camgaroo-Award teilgenommen hat, den er 2016 gewann. „Ich blieb in Kontakt mit ihr und habe von meinen Ideen und Projekten erzählt. Meine ersten Filme haben ihr meine Entwicklung gezeigt“, sagt Lohr. Als er sie um Rat fragte, wer ihn bei seinem Film unterstützen könne, stieg sie ein.

„Damit hätte ich nicht gerechnet. Schließlich hat mir der Camgaroo-Award das Projekt erst möglich gemacht.“ Noch dazu in einer Zeit, in der vieles nicht möglich schien. Denn Corona hatte auch für einen Stillstand in der Filmindustrie gesorgt.

Stillstand bringt Film ins Rollen

Ein Stillstand, der den bayerischen Western aber erst ins Rollen brachte. Ein Film konnte nicht produziert werden, und so hatte Gabriele Lechner mit ihrer Münchner Produktionsfirma Camgaroo Productions Kapazitäten frei für einen Bayern-Western. Die Finanzierung übernahm die Produktionsfirma. „Mit dem Budget konnte ich mich kreativ frei ausleben“, sagt Mark Lohr. Pferde, die Western-Kulisse oder der Dreh im Bergwerk im Deutschen Museum wären nicht möglich gewesen. „Dazu hätte man zu viele Kompromisse eingehen müssen.“

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Gedreht wurde unter anderem in Kraiburg, Mühldorf, München, Schleching, Oberaudorf und Neuhaus am Inn. Im November vergangenen Jahres starteten die Dreharbeiten, die aber wegen des kalten Winters unterbrochen werden mussten. Über insgesamt sieben Monate zogen sich die 28 Drehtage.

Alpen-Panorama statt Canyons, die Cowboys in Trachten und statt Whiskey gibt es Bier im Saloon – der Western ist durch und durch bayerisch, lässt aber den amerikanischen Western nicht außen vor. Diese bayerische Westernwelt konnte Mark Lohr so inszenieren und einfangen, wie er sich vorgestellt hat. Die technische Ausstattung war um ein vielfaches besser als in den vorherigen Filmen. „Ich konnte die Geschichte technisch ganz anders umsetzen und musste mir nicht Gedanken machen, welche Mittel ich einsetzen kann.“

Beim Dreh viele Freiheiten gehabt

Die Zusammenarbeit mit Gabriele Lechner hat gut geklappt. „Das war eine gute Balance. Sie war fast jeden Tag am Set dabei und hat uns die kreative Freiheit gegeben, den Film so umzusetzen, wie er sein soll. Nur selten hat sie lenkend eingegriffen. So haben wir einen Film geschaffen, hinter dem wir beide vollen Herzens stehen.“

In den vergangenen eineinhalb Jahren steckte er seine Energie in den neuen Film. Was danach kommt, weiß er aktuell noch nicht, nur so viel: „Meine Leidenschaft für den Film zwingt mich zum nächsten kreativen Projekt.“

Vorpremiere am 22. Oktober

Am 22. Oktober ist der neue Film von Mark Lohr erstmals im Kino zu sehen. Die Vorpremiere ist um 19.30 Uhr im Cinewood Waldkraiburg. Im November soll „Hopfen, Malz und Blei“ dann bayernweit in die Kinos kommen.

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