Mysteriöse Töne in der Region

Info-Abend in Tulling: Dem Brumm-Phänomen auf der Spur

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Das mysteriöse Brummton-Phänomen spaltet die Gemüter in der Region. Jetzt findet in Tulling ein erster Informationsabend rund um Infraschall und seine Auswirkungen statt. 
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Landkreis/Tulling - Tief, wummernd, kontinuierlich - ein penetranter Brummton raubt den Menschen in der Region nachts den letzten Nerv. Jetzt können sich Betroffene im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 31. Mai in Tulling über das Mysterium austauschen: 

Homepage des Vereins zum Schutz der Gesundheit und Umwelt vor InfraSchall

Die einen machen die ganze Nacht kein Auge zu, andere wiederum hören gar nichts: Die nächtlichen Brummgeräusche, die Menschen in der gesamten Region an den unterschiedlichsten Orten wahrnehmen, werfen weiter Rätsel auf und spalten die Gemüter. Erklärungsversuche gab es bereits viele, keiner war bisher zufriedenstellend. Auch unserer Leser diskutierten kontrovers über die Thematik: Überirdische Ursachen sind wohl weitestgehend auszuschließen, für viele Betroffene ist die Technik die Wurzel allen Übels. Aspekte, die bis dato unerklärt blieben.

Dem Brummen auf der Spur 

Doch was steckt wirklich hinter dem mysteriösen Brummen? Diese und weitere Fragen werden jetzt in einer ersten Informationsveranstaltung mit dem Namen "Unerkannt Umweltkrank - Krank durch Infraschall" in Tulling diskutiert. Im Rahmen des Plenums sollen Ursachen und gesundheitliche Auswirkungen des Brummtons geklärt werden. Zur Thematik wird unter anderem der Mediziner Dr. Johannes Mayer über die gesundheitlichen Aspekte, die der unhörbare Infraschall verursachen kann, aufklären. Betroffene können sich zu Wort melden und gemeinsam auf Erklärungssuche gehen. 

Henning Böhm, Vorsitzender des Vereins zum Schutz der Gesundheit und Umwelt vor InfraSchall, ist selbst Betroffener aus dem Gemeindebereich Steinhöring, in dem das Brummton-Phänomen im Jahr 2014 zum ersten Mal wahrgenommen wurde: "Zusammen mit dem Landratsamt Ebersberg haben wir lange versucht, die Ursache zu finden und abzuschalten. Leider ist das Thema Infraschall und die Umweltbelastung durch tieffrequentierte Töne in der Politik und unserer Rechtsprechung noch nicht so angekommen wie in anderen Ländern - aber wir arbeiten daran." 

Info-Abend für Betroffene und Interessierte 

Mit der Gründung des Vereins haben sich die Mitglieder unter anderem zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung über Ursachen und gesundheitliche Schädigungen durch Infraschall zu informieren. Zudem werden Anträge gestellt, um die Beeinflussung abzustellen. "Natürlich wollen wir aber in erster Linie diese Umweltbelastung nicht mehr weiter hinnehmen", so Böhm. Betroffene wie Interessierte sind am 31. Mai um 19.30 Uhr herzlich eingeladen, die Infoveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Tulling in der Sensauerstraße 4 zu besuchen. 

mb

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