Tragischer Unfall im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Von tonnenweise Getreide verschüttet: Mann (64) stirbt im Krankenhaus

Am Donnerstag, den 4. März, kam es auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Karlshulder Ortsteil Grasheim zu einem schweren Betriebsunfall, bei dem eine Person lebensgefährlich verletzt wurde.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Karlshuld (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) - Kurz nach 10 Uhr wurde der Integrierten Rettungsleitstelle gemeldet, dass ein Mann in Grasheim von mehreren Tonnen Getreide verschüttet worden sei. Zur Rettung des Verunglückten kam es zum Großeinsatz von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Polizei. Auch ein Rettungshubschrauber wurde vorsorglich angefordert, kam aber letztlich nicht zum Einsatz.

Erste Rettungsversuche durch den 56-jährigen Hofbesitzer und einer weiteren auf dem Hof anwesenden Person brachten keinen Erfolg. Erst den eingesetzten Kräften der Feuerwehr Neuburg und Grasheim gelang es mit großer Kraftanstrengung den Verschütteten nach etwa einer halben Stunde freizuschaufeln. Unter laufender Reanimation wurde er anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungswagen ins Krankhaus Neuburg verbracht.

Bei dem Verletzten handelt es sich um einen 64-Jährigen aus Grasheim. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte er zusammen mit dem Hofbesitzer Getreide aus einem Getreidespeicher in einer Halle des Hofes für den Transport zur Mühle vorbereiten. Bei den Arbeiten kam auch ein Gabelstapler zum Einsatz, mit dessen Hilfe die beiden Männer das Getreide aus dem Silo ablassen wollten. Bei diesem Vorgang brach eine Seitenwand des Getreidespeichers. In kürzester Zeit liefen mehrere Tonnen Getreide unkontrolliert heraus und begruben den 64-Jährigen unter sich. Der Hofbesitzer blieb unverletzt.

Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, lässt sich derzeit noch nicht einschätzen.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die weitere Sachbearbeitung übernommen und wird bei der Klärung des genauen Unfallhergangs von einem Gutachter der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft unterstützt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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