Schneechaos hält Region weiter in Atem

Tausende Schüler haben auch Dienstag schneefrei - nächstes Sturmtief rollt an

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Bäume biegen sich unter der Last des nassen Schnees über eine Straße. Angesichts neuer möglicher Schneefälle bereitet sich Österreich auf hohe Lawinenwarnstufen vor.
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  • Martina Hunger
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    Julia Grünhofer
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    Julia Volkenand

Landkreis - Das Schneechaos hat die Region seit Freitagabend im Griff. Es gab Unfälle und Lawinenabgänge und leider auch mehrere Todesopfer. Tausende Schüler haben schneefrei, Straßen sind unpassierbar - jetzt wurde auch der Katastrophenfall ausgerufen und ein ganzes Skigebiet evakuiert:

SERVICE:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Mehrere Tote nach Lawinenabgängen und Unfällen
  • Rettungskräfte seit Freitagabend im Dauereinsatz
  • Schulausfälle in Landkreisen Traunstein und BGL (Update 16.27 Uhr)
  • Bahnstrecken sind unterbrochen, viele Straßen gesperrt
  • Orte in Österreich weiter von Außenwelt abgeschnitten
  • Komplettes Skigebiet in Österreich wurde evakuiert
  • Zwischen Ruhpolding und Siegsdorf ist eine Hochstromleitung gerissen - B306 wieder frei
  • Bundesstraßen B305 und B307 bis Dienstag gesperrt 

UPDATE, 22.15 Uhr - Einsatz an B306 beendet

Die Arbeiten an der B306 konnten die Einsatzkräfte gegen 21 Uhr beenden. Die Bundesstraße ist wieder frei befahrbar. Sie musste am Montag stundenlang gesperrt werden, nachdem eine Hochstromleitung unter der Schneelast gerissen war.

UPDATE, 20.11 Uhr - Bahnverkehr normalisiert sich

Nach den heftigen Schneefällen erholt sich seit Montagnachmittag der Bahnverkehr allmählich. Bei der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) sind die meisten Haltestellen wieder zugängig.

  • Die Strecke München – Holzkirchen wird in beide Richtungen stündlich bedient.
  • Die Strecken Holzkirchen – Schaftlach – Lenggries/Tegernsee werden stündlich bedient.
  • Die Strecke Holzkirchen – Bayrischzell ist aktuell und bis auf weiteres noch nicht durch die Betreiberin der Infrastruktur (DB Netz AG) freigegeben. Bis zur Freigabe der Strecke pendeln vier Großraumtaxis, die alle Unterwegsbahnhöfe der Strecke Holzkirchen – Bayrischzell anfahren.

UPDATE, 19.55 Uhr - Arbeiten auf B306 laufen noch

Entgegen den Informationen von bayerninfo.de ist die B306 noch nicht wieder für den Verkehr freigegeben. Dies bestätigte der Einsatzleiter unserem Reporter. Die Einsatzkräfte rechnen damit, dass die Arbeiten noch bis ca. 21 Uhr andauern werden.

UPDATE, 19.20 Uhr - B306 wieder frei befahrbar

Wegen der hohen Schneelast ist am Montag eine Hochstromleitung zwischen Ruhpolding und Siegsdorf gerissen. Die Leitung lag auf der B306, darum musste diese für mehrere Stunden gesperrt werden. Seit ca. 19 Uhr sind die Arbeiten jedoch beendet und die B306 wieder für den Verkehr freigegeben, so bayerninfo.de.

UPDATE, 18.55 Uhr - DWD rechnet erneut mit starkem Schneefall

Der Deutsche Wetterdienst hat soeben eine Vorabinformation vor einem neuen Sturmtief herausgegeben. Die Warnung gilt erneut für den kompletten Süden Bayerns. Der Dienst warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen am Alpenrand. Die Warnung ist gültig von Dienstag 18 Uhr bis Donnerstag 18 Uhr. Besonders in der Nacht auf Mittwoch ist laut dem DWD mit unwetterartigen Schneefällen in den Alpen zu rechnen.

Ab Dienstagabend sinkt laut DWD die Schneefallgrenze bis in tiefe Lagen deutlich ab und es kommen andauernde Schneefälle auf, die bis voraussichtlich mindestens Donnerstagabend anhalten. Dabei werden innerhalb von 48 Stunden Neuschneemengen von 40 bis 70 cm, in Staulagen teils um 90 cm erwartet.

Außerdem bestehe zeitweise die Gefahr von Schneeverwehungen und Schneebruch.

UPDATE, 18.36 Uhr - Schifffahrt am Königssee bis Freitag eingestellt

Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden warnt für die kommenden Tage wegen akuter Schneebruchgefahr vor dem Betreten der Wälder im Nationalpark Berchtesgaden. Bei Unternehmungen im Gelände ist unbedingt der Lawinenwarnbericht zu beachten. Die Nationalpark-Gemeinden informieren auf ihren Webseiten über mögliche Sperrungen im jeweiligen Gemeindegebiet. Im Nationalpark sind derzeit die Forststraße zur Eckau-Alm sowie die Gotzenstraße wegen Lawinengefahr gesperrt. Die Schifffahrt am Königssee ist bis einschließlich Freitag (11. Januar) eingestellt.

UPDATE, 17.51 Uhr - Skifahrer aus Dachau bei Lawinenabgang verstorben

Ein 26-jähriger Mann aus Dachau wurde am Sonntag in Vorarlberg von einer Lawine erfasst und verschüttet. Er war, trotz Lawinenwarnstufe vier,  mit seiner Freundin auf einer blauen Piste unterwegs, als das Unglück sich ereignete. Trotz funktionierender Lawinenausrüstung und vorbildlicher Rettungsversuche kam für den jungen Mann  jede Hilfe zu spät.

UPDATE, 17.45 Uhr - Hubschraubereinsatz auf A8 beendet

Der Verkehr auf der Autobahn A8 ist zwischen Schweinbach und Neukirchen wieder freigegeben. Hier war es am Montagnachmittag zu einem Hubschraubereinsatz gekommen, der die Schneebehangenen Bäume von ihrer Last befreite um ihr Umstürzen zu verhindern. 

UPDATE, 17.31 Uhr - B306 bis mindestens 19 Uhr gesperrt

Die Reparaturarbeiten an der gerissenen Starkstromleitung die auf der Bundesstraße liegt werden noch bis etwa 19 Uhr anhalten. So lange ist die Fahrbahn gesperrt, berichtet Bayerninfo.de.

UPDATE, 17.20 Uhr - B305 bei Schneizlreuth gesperrt

Die Bundesstraße B305 von Berchtesgaden nach Reit im Winkl ist bei Schneitzlreuth bis Dienstag, gegen 13 Uhr, wegen Lawinengefahr in beiden Richtungen gesperrt.

UPDATE, 17.16 Uhr - B307 bei Schleching wegen Lawinengefahr gesperrt

Die Bundesstraße B307 zwischen Kössen und Marquartstein ist zwischen dem Grenzübergang Schleching und Schleching wegen Lawinenwarnung in beiden Richtungen bis Dienstag um 9 Uhr gesperrt, berichtet bayerninfo.de.

UPDATE, 17.05 Uhr - Vermisstes Pärchen in Abtenau: Zweite Leiche entdeckt

Die beiden in Abtenau vermissten Jäger sind am Montagnachmittag tot geborgen worden. Nachdem zuerst nur der 28-Jährige entdeckt worden. Nun berichtet Salzburg24.de, dass auch die 23-jährige vermisste Frau tot gefunden wurde. Die beiden waren auf dem Weg zu einer Wildfutterstation in eine Lawine geraten und verschüttet worden. 

Die Rettungskräfte in Tirol bereiten sich derzeit auf eine mögliche Lawinenwarnstufe fünf vor, um im drohenden Ernstfall vorbereitet zu sein, berichtet die Tiroler Tageszeitung

UPDATE, 17 Uhr - Landratsamt Berchtesgaden warnt vor Schneelast auf Dächern

Das Landratsamt Berchtesgaden warnt vor der hohen Schneelast auf Dächern und Bäumen und rät Hauseigentümern ihre Häuser, wenn möglich von dieser zu befreien, um einen Einsturz zu vermeiden.

UPDATE, 16.50 Uhr - Skigebiet erfolgreich evakuiert 

Auch das Skigebiet am Hochkar wurde am Montag aufgrund des Schneechaos komplett evakuiert - zum ersten Mal in seiner über 50-jährigen Geschichte. Die Alpenstraße musste bereits am Freitagabend gesperrt werden. Mehr als zwei Meter Schnee liegen derzeit auf dem Hochkar an der niederösterreichisch-steirischen Grenze. Es herrscht Lawinenwarnstufe vier von fünf

Die letzten rund 100 Gäste, Bewohner und Bedienstete wurden am Montagnachmittag im Auto-Konvoi hinter einem Schneeräumfahrzeug die Hochkar-Alpenstraße hinuntergebracht worden, wie nön.at berichtet. Die Fahrt dauerte rund eine Stunde. "Alle haben die Situation vollstens eingesehen. Jeder war froh, gesund vom Berg herunten zu sein und jetzt sicher die Heimreise antreten zu können", schildert Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger gegenüber der Wochenzeitung.

Wie es am Hochkar weitergeht, wann die Alpenstraße wieder geöffnet werden und wann der Liftbetrieb und die Gastronomie im Skigebiet wieder startklar ist, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden.

UPDATE, 16.27 Uhr - Schulausfälle in der Region 

Der Schnee hält Bayern weiter auf Trab. Auch am Dienstag bleiben einige Schulen in der Region geschlossen:

Landkreis Berchtesgadener Land

  • Grundschule Marktschellenberg
  • Grundschule Neukirchen 

Landkreis Traunstein

  • Alle Schulen in Traunstein, inklusive der Grundschule Haslach. Einschließlich Berufsschulen I, II und II, Landwirtschaftsschule Traunstein, FOS / BOS, Sonderpädagogisches Förderzentrum Traunstein (Schule an der Traun), Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer, Mädchenrealschule Sparz, Montessorischule Traunstein
  • Grundschule Surberg
  • Grundschule Inzell 
  • Grundschule Vachendorf
  • Grundschule Bergen
  • Grund- und Mittelschule Siegsdorf
  • Grund- und Mittelschule Ruhpolding 
  • St.-Valentins-Schule Ruhpolding
  • Grund- und Mittelschule Grassau: Schulausfall für die Klassen 5a, 6b, 7a, 7b, 8a, 8b, 8c; nicht wegen Schnee, sondern wegen eines Wasserschadens!

Sämtliche Schulen in den oberbayerischen Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen sollen bis einschließlich Freitag geschlossen bleiben. Zuvor hatte das Landratsamt Miesbach am Montagvormittag den Katastrophenfall ausgerufen.

UPDATE, 16.12 Uhr - Havarierter Lkw an B12/A94 geborgen - 50.000 Euro Schaden 

Am Samstag, den 5. Januar, um 7.45 Uhr, befuhr ein polnischer Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug die B12 in Fahrtrichtung Passau. Bei Heldenstein kam er auf Höhe der Einschleifung auf die A94 bei nasser und schneebedeckter Fahrbahn, vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit, in der Rechtskurve ins Rutschen und von der Fahrbahn ab. 

Dabei überfuhr der mit Holz beladene Lkw die Verkehrsinsel und prallte in die Leitplanke. Die Zugmaschine rutsche noch über die Böschung hinunter. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Bei der Zugmaschine wurde der Dieseltank beschädigt und Betriebsstoff lief aus. Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 50.000 Euro. 

Bergung von havariertem Lkw an Übergang von B12 zu A94

Die Straßenmeisterei, die Freiwillige Feuerwehr und das Landratsamt sowie das Wasserwirtschaftsamt wurden zur Durchführung der erforderlichem Maßnahmen verständigt. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse und der ungünstigen Lage des Lkw konnte das Fahrzeug erst am Montag mit einem Autokran geborgen werden. Dazu musste der Verkehr auf der B12 von der Straßenmeisterei Ampfing in Richtung Passau ausgeleitet werden. Desweiteren wurde veranlasst, dass das verschmutze Erdreich ausgebaggert und verladen wird.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

UPDATE, 16.10 Uhr - Verkehr auf A8 wird wegen Hubschraubereinsatz kurzzeitig gestoppt 

Der Verkehr auf der Autobahn A8 wird am Montag im Bereich zwischen Schweinbach und Neukirchen im Zeitfenster von 16 bis etwa 17 Uhr mehrfach wegen des Einsatzes eines Hubschraubers in beiden Fahrtrichtungen kurzzeitig angehalten

Der Hubschrauber wird eingesetzt, um die angrenzenden Bäume von schwerem Nassschnee zu befreien. Diese Maßnahme soll Verkehrsgefährdungen durch weiteren Schneebruch verhindern. Die Autobahndirektion Südbayern bittet die Verkehrsteilnehmer und die Anwohner um Verständnis für die unvermeidbare Maßnahme. 

Pressemeldung Autobahndirektion Südbayern

UPDATE, 16.03 Uhr - Schneepflug-Fahrer beweisen Humor 

Der Beweis, dass unsere fleißigen Schneepflug-Fahrer weder den Humor verloren, noch die Hoffnung aufgegeben haben:

UPDATE, 16 Uhr - Verbindungsstraße weiterhin gesperrt

Auf Nachfrage der Redaktion beim Technischen Hilfswerk Ortsverband Traunstein, ist die Straße zwischen Ruhpolding und Inzell weiterhin wegen Lawinengefahr offiziell gesperrt

UPDATE, 15.52 Uhr - Vermisstes Pärchen in Abtenau - Leiche gefunden

In Abtenau (Tennengau) galten zwei Personen seit Samstagabend als vermisst. Die beiden Schneeschuhwanderer machten sich offenbar zu einer Wildfütterungsstelle bei der 899 Meter hoch gelegenen Schindlmaisalm bei Abtenau auf. 

Am Montagmittag kam es dann erneut zu einer Suchaktion nach dem 28-Jährigen und seiner 23-jährigen Begleiterin. Wie orf.at berichtet, wurde dabei eine der vermissten Personen tot aufgefunden. "Wir haben uns heute ein Stück ins Gelände gewagt und sind mit Ski eine halbe Stunde Richtung Schindlmaisalm gegangen. Man erkennt schemenhaft an der Oberfläche des Schnees, dass hier ein Lawinenereignis stattgefunden hat", so der Einsatzleiter der Bergrettung Tennengau. "Wir vermuten, dass das Pärchen durch eine Lawine zu Schaden gekommen ist."

UPDATE, 15.40 Uhr - Verkehr von Ruhpolding nach Inzell fließt

Auf Nachfrage der Redaktion berichtete die Polizei Ruhpolding, dass die Gemeinde nicht von den Hauptverkehrsadern abgeschnitten ist. Die Straße nach Reit im Winkl ist nicht befahrbar. Nach Inzell ist der Verkehr allerdings nicht gesperrt, sondern wird lediglich in regelmäßigen Abständen gestoppt. Hier ist zwar mit Verspätungen zu rechnen, doch Ruhpolding ist nicht isoliert. 

Die Planungen zur Behelfsbrücke wurden demnach auf Eis gelegt. "Die Hochspannungsversorgungsleitungen sollen gekappt werden", so unser Mitarbeiter von vor Ort. 

UPDATE, 15.30 Uhr - Strom in den Gemeinden großteils wieder hergestellt

Inzwischen wurde in den Gemeinden Ruhpolding und Siegsdorf der Strom, laut Informationen vor Ort zu 80 bis 100 Prozent wieder hergestellt worden sein. Dafür wurde ein sekundäres, schwächeres Stromnetz aktiviert, bei dem der Strom allerdings nicht so stabil ist, wie gewöhnlich. Im Laufe des Tages soll versucht werden mindestens eine Hochstromleitung wieder zu reparieren.  Ruhpolding ist derzeit von den Hauptverkehrsadern abgeschnitten und nur über Nebenstraßen erreichbar

UPDATE, 15.10 Uhr - 110KV Leitung durch Schneelast gerissen

Zwischen dem Kreisverkehr Siegsdorf und der Abzweigung nach Vogling rissen am Montagvormittag zwei Leitungen einer 110KV Hochspannungsversorgungsleitungen für den Bereich Siegsdorf und Ruhpolding. Zu Absperrmaßnahmen wurden die Feuerwehren aus Siegsdorf und Eisenärzt alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Wehr (Siegsdorf) war erst eine Leitung gerissen, die zweite riss direkt vor den Augen der Florianjünger und knallte auf die Straße. 

Stromleitung gerissen: Siegsdorf und Ruhpolding ohne Strom

Die etwa 400 Meter lange Leitung von Mast zu Mast liegt derzeit auf dem Feld und auf der Verbindungsstraße von Siegsdorf Richtung Inzell, der B306. Die Bundesstraße ist in diesem Bereich immer noch total gesperrt. Derzeit plant das THW eine Behelfsbrücke, worauf die beiden Leitungen abgelegt werden können, damit die Zufahrt nach Inzell frei wird, da die Straße zwischen Ruhpolding und Inzell wegen Lawinengefahr gesperrt ist. Ansonsten ist Ruhpolding von der Außenwelt abgeschnitten

FDL/Lamminger

UPDATE, 14.55 Uhr - Ettenberger Straße in Marktschellenberg gesperrt

Wie der Markt Marktschellenberg am Montagnachmittag mitteilt, wurde aufgrund der Gefahr von Lawinen und umstürzender Bäume die Sperrung der Ettenberger Straße ab sofort angeordnet. Die Sperrung gilt bis auf weiteres. Die Fällung von gefährdenden Bäumen wurde bereits in die Wege geleitet.

UPDATE, 14.25 Uhr - Sehr geringe Überlebenschancen für das vermisste Paar in Abtenau

Bereits seit Samstag gelten in Abtenau (Tennengau) zwei Personen als vermisst. Eine Suchaktion am Samstagabend musste abgebrochen werden, am Sonntag war die Lawinengefahr zu hoch. Am Montagmittag ist nun erneut ein Team von 20 Bergrettern in das Gebiet rund um die Schindlmaisalm aufgestiegen. Die Suchaktion soll bis circa 15 Uhr dauern

Die 23-jährige Frau und der 28-jährige Mann sollen zur Wildfütterung aufgebrochen sein, wie Wilfried Seidl, Einsatzleiter der Bergrettung Tennengau, gegenüber salzburg24.at schildert. Ein Hubschrauber steht bereits in Alarmbereitschaft, durch die schlechten Wetterbedingungen wird es aber bis Freitag kein Fenster für einen Flug geben. 

Die Überlebenschancen nach zwei Nächten und zwei Tagen am Berg schätzt der Einsatzleiter als "sehr, sehr gering" ein. Seit Tagen gibt es kein Lebenszeichen von den zwei Vermissten. 

UPDATE, 13.20 Uhr - Havarierter Lkw an B12/A94 geborgen

Gegen 11.30 Uhr wurde die B12 ab der Ausfahrt Aschau/Waldkraiburg bis zur A94 gesperrt, um den am Samstag verunglückten Lastwagen an der Autobahn-Einschleifung zu bergen. Die Bergung selbst verlief reibungslos. Die zuständigen Behörden hatten hierzu umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen getroffen. Allerdings wurde festgestellt, dass der Lastwagen Öl und Diesel verliert und deswegen wurde die Feuerwehr Heldenstein nachalarmiert.

Der Flurschaden und der Schaden an der Leitplanke dürfte in Höhe von einigen Tausend Euro liegen. Die Aufräumarbeiten dauern derzeit noch an und sollen bis zum späten Nachmittag abgeschlossen sein. Der Verkehr wird währenddessen über Aschau, Waldkraiburg und dann zurück auf die Autobahn umgeleitet.

Bergung von havariertem Lkw an Übergang von B12 zu A94

UPDATE, 13.20 Uhr - Komplettes Skigebiet wird evakuiert

Das betroffene Skigebiet Hochkar liegt genau an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark.

Das hat es wohl noch nie gegeben: Wegen des Schneechaos soll in Kürze in Österreich ein komplettes Skigebiet evakuiert werden - und zwar am Hochkar, an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark gelegen. Die Evakuierungsmaßnahmen der Behörden sollen um 14 Uhr beginnen, wie das österreichische Portal nön.at nun berichtet.
"Wir müssen alle Leute vom Berg herunterbringen, sowohl Gäste als auch Bedienstete. Das hat es meines Wissens in der Geschichte des Hochkars noch nie gegeben", sagte Bürgermeister Friedrich Fahrnberger dem Portal. Wegen der steigenden Schneemaßen wird die Lawinengefahr immer größer. Die zugehörige Alpenstraße ist bereits seit Samstag geschlossen. Auch das komplette Skigebiet wurde dicht gemacht.

UPDATE, 13 Uhr - Landkreis Miesbach ruft Katastrophenfall aus

Die Lage im Landkreis Miesbach hat sich weiter zugespitzt. Deswegen hat das Landratsamt am späten Vormittag den Katastrophenfall ausgerufen. Dies bestätigte die Sprecherin des Landkreises, Sophie Stadler, gegenüber dem Münchner Merkur. 

Bis einschließlich Freitag bleiben deswegen alle staatlichen Schulen im Landkreis Miesbach geschlossen! Das größte Problem ist der schwere Schnee, der immer mehr Bäume umstürzen lasse und die Bürger zunehmend gefährdet.

Zudem musste vor kurzem auch die Spitzingseestraße komplett gesperrt werden. Dort soll in Kürze eine Lawine kontrolliert gesprengt werden.

UPDATE, 12.55 Uhr - Kaum Zugverkehr im Oberland bis zum Abend

Der Bahnverkehr im Oberland bleibt mindestens bis zum Abend eingeschränkt, wie die Bayerische Oberlandbahn (BOB) inzwischen auf ihrer Homepage bekannt gab. Zwar konnte die Strecke Holzkirchen - Tegernsee am Vormittag wieder für den Zugverkehr freigegeben werden. 

Die Verbindungen nach Lenggries und Bayrischzell sind dagegen nach wie vor unterbrochen. Die entsprechenden Züge enden und wenden in Holzkirchen und fahren dann wieder nach München zurück. Zwischen Schaftlach und Lenggries wurde inzwischen ein Bus-Notverkehr ohne festen Takt eingerichtet. Zwischen Holzkirchen und Bayrischzell pendeln unterdessen zwei Großraumtaxis.

UPDATE, 12.40 Uhr - Bergung von havariertem Lkw an B12/A94 läuft

Am späten Vormittag begann die Bergung des havarierten Lastwagens am Übergang von der B12 zur A94.

Am Samstagmorgen ist mitten im Schneechaos ein Lastwagen in der Gemeinde Heldenstein (Landkreis Mühldorf) beim Übergang von der B12 zur A94 verunglückt und in den Graben gefahren. Der Fahrer hatte Glück im Unglück und blieb unverletzt. Wegen des schlechten Wetters und des hohen Verkehrsaufkommens wurde die Bergung auf Montag verschoben.
Am späten Vormittag ist diese nun angelaufen. Dazu ist die Bundesstraße 12 seit etwa 11.30 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wird davor abgeleitet, eine Umleitung ist eingerichtet. Wie lange die Bergungsarbeiten andauern werden, ist derzeit unklar.

Unfall mit Lastwagen am Übergang von B12 zu A94

UPDATE, 12.25 Uhr - Siegsdorf und Ruhpolding ohne Strom

Bei Siegsdorf riss eine Hochspannungsleitung.

Am Montagmittag ist eine 110KV Leitung einer Hochspannungsleitung bei Siegsdorf wegen der großen Schneemassen gerissen. Die B306 ist deswegen ab dem Kreisverkehr Siegsdorf bis Inzell komplett gesperrt. Eine Umleitung gibt es nicht, da die eigentliche Umleitungsstrecke nach Inzell über Ruhpolding ebenfalls noch wegen Lawinengefahr gesperrt ist.
Die betroffene Leitung liegt im Bereich Siegsdorf Kreisverkehr und Abzweigung Vogling (Neukirchener Straße).Durch das gerissene Kabel sind die Orte Siegsdorf und Ruhpolding ohne Strom. Die Sperrung der B306 soll bis circa 19 Uhr andauern. 

UPDATE, 12 Uhr - Weiter große Behinderungen in Traunstein

Aufgrund des anhaltenden Schneefalls kommt es in Traunstein weiter zu Sperrungen und massiven Behinderungen. Der Klosterberg und die Ludwigstraße im Bereich zwischen dem Maxplatz und der Herzog-Otto-Straße bleiben bis auf Weiteres aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Dächer des Klosterkirchenensembles wurden bereits vom Schnee befreit, nun muss noch das Baugerüst auf seine Standfestigkeit hin überprüft werden. 

Schulausfall auch am Dienstag:

Der Unterricht an der angrenzenden Ludwig-Thoma-Grundschule fällt deshalb auch am Dienstag, 8. Januar, aus. Aufgrund der Sperrung der Ludwigstraße kann der Stadtverkehr die Haltestelle Maxplatz nicht anfahren. 

Am Hochberg sind die Straßen zu den Ortschaften Buchfelln, Mitterbichl und Abstreit aus Sicherheitsgründen gesperrt. Sie führen durch Waldgebiete, in denen derzeit große Gefahr durch Schneebruch besteht. Autofahrer werden gebeten, die Straßen am Hochberg zu meiden. 

Die Tobias-Angerer-Loipe ist – ebenfalls aus Sicherheitsgründen – gesperrt und wird vorläufig nicht gespurt. Auch der Waldfriedhof ist wegen akuter Gefahr durch Schneebruch bis auf weiteres komplett gesperrt. Die Stadt Traunstein bittet außerdem darum, die städtischen Parkanlagen aus Sicherheitsgründen nicht zu betreten.

UPDATE, 12 Uhr - Wetterdienst hebt Warnungen auf

Zumindest "von oben" sollte jetzt nicht mehr so viel nachkommen: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) soeben mitteilte, wurde die Warnung vor starkem Schneefall für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land soeben aufgehoben. Die Warnungen waren seit Freitagvormittag gültig.

UPDATE, 11.25 Uhr - Nachtzug bleibt stromlos liegen

Schwerstarbeit mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Leogang am frühen Sonntagmorgen gegen 5 Uhr verrichten, als nach den starken Schneefällen ein Baum auf eine wichtige Zugstrecke bei Saalfelden gestürzt war. Deswegen war ein ÖBB-Nachtzug, der auf dem Weg von Zürich nach Graz war, an einer nur schwer zugänglichen Stelle ohne Strom liegengeblieben. Der Zug war mit rund 300 Fahrgästen besetzt, wie die Feuerwehr auf ihrer Homepage mitteilte.

Erst hieß es, der Zug müsse auf freier Strecke evakuiert werden. Letztlich gelang es jedoch mit Hilfe eines Diesel-Triebfahrzeuges und eines Turmwagens, die defekte Oberleitung anzuheben und den Zug in den Bahnhof nach Saalfelden zurückzuschleppen. Dort wurden die 300 Personen unverletzt aus dem Zug geleitet.

Evakuierung von ÖBB-Nachtzug im Salzburger Land

UPDATE, 11.15 Uhr - Gmunder 100 Meter von Lawine mitgerissen

Drei Skifahrer wollten am Sonntagmittag im nicht gesicherten Skigelände am Brauneck abseits der Piste eine etwa 40 Grad steile Rinne befahren. Dabei löste ein 31-jähriger Gmunder, als er als erster dort einfuhr, eine Lawine aus, die ihn etwa 100 Meter mitriss

Die verständigte Bergwacht und zwei Skifahrer, die auf Hilferufe der Begleiter aufmerksam wurden, konnten den Verschütteten nur deshalb lokalisieren und ausgraben, weil eine Skispitze ein kleines Stück aus dem Schnee ragte. Bei einem Meter Verschüttungstiefe und etwa 20 Minuten Verschüttungszeit, hatte der Mann großes Glück, unverletzt gefunden worden zu sein. Er führte keine Lawinenausrüstung mit, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nun mitteilte. Zum Zeitpunkt des Unfalles herrschte Lawinenwarnstufe 4.

UPDATE, 11.05 Uhr - Lage in Steiermark weiter dramatisch

In der Steiermark ist die Lage nach wie vor dramatisch. Laut dem Österreichischen Rundfunk (ORF) waren am Sonntagabend rund 2.000 Menschen, darunter viele Urlauber, von der Außenwelt abgeschnitten. Die Feuerwehr musste Bürger teilweise mit Trinkwasser versorgen, da zeitweise sogar die Wasserversorgung zusammengebrochen war.

Die Feuerwehr schaufelte im besonders betroffenen Sölktal in der Obersteiermark einen "Notweg" frei, um zum Beispiel zwingend notwendige Krankentransporte zu ermöglichen. Auch das Bundesheer ist inzwischen im Einsatz. Allerdings war am Sonntag wegen des Wetters nur ein einziger Versorgungsflug in das abgeschnittene Sölktal möglich.

In der Steiermark sind viele Straßen unpassierbar.

Außerdem musste ein Erkundungsflug im Murtal abgebrochen werden, weil der Hubschrauber wegen der schlechten Sicht nicht weit genug aufsteigen konnte. Das wäre allerdings dringend notwendig, weil die Einsatzkräfte gerne eine Lawine bei Grimming sprengen würden, um die Ennstalstraße (B320) wieder befahrbar zu machen. "Die Wolken und der Nebel hängen zu tief, der Hubschrauber konnte nicht zu der Sprengstelle am Grimming gelangen", sagte Oberst Gerhard Schweiger vom Militärkommando Steiermark am Sonntag dem ORF.

UPDATE, 10.40 Uhr - Auto prallt nach Unfall auf B299 gegen Baum

Zu einem Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ist es am Montagmorgen kurz nach 8 Uhr im Harter Forst bei Garching/Alz im Landkreis Altötting gekommen. Nach derzeitigem Kenntnissstand wollte der Fahrer eines Mercedes ein Fahrzeug überholen und hat dazu auf die linke Spur gesetzt. 

In diesem Moment hat auch ein Toyota den Überholvorgang gestartet und den von hinten ankommenden Mercedes übersehen. Der Mercedes kam nach dem Zusammenstoß nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Toyota kam nach links von der Fahrbahn ab und schleuderte auch noch mit dem Heck gegen einen Baum. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. In wie weit Schnee und/oder Glätte Einfluss auf den Unfall hatten, muss noch geklärt werden. 

Unfall auf B299 im Harter Forst bei Garching/Alz

UPDATE, 10.15 Uhr - Warnung für Spaziergänger im Raum Kufstein

In Tirol gibt es Warnungen aktuell nicht nur für Wintersportler, sondern auch für Spaziergänger. Wegen der heftigen Schneefälle vor allem im Unterland hat das Land auf die erhöhte Gefahr von Baumstürzen in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein hingewiesen. 

Es könnten Bäume komplett umstürzen, hieß es. Zudem könnten auch abgetrennte Äste, die in solchen Fällen meist mit der spitzen Bruchstelle voraus nach unten stürzen, (schwere) Verletzungen verursachen. Die Tiroler Landesregierung empfiehlt deswegen, auf Spaziergänge im Wald oder in Waldnähe zu verzichten und auch das Auto nicht am Waldrand zu parken. Zudem sagte ein Wetterexperte der Tiroler Tageszeitung, dass Mitte der Woche die Lawinenwarnstufe 5 - und damit die höchste Warnstufe - erreicht werden könne.

UPDATE, 10 Uhr - Geringe Überlebenschancen für zwei Vermisste

Am Montagvormittag lief die Suche nach den beiden Vermissten bei Abtenau im Salzburger Land wieder an.

Das sieht nicht gut aus: Bereits seit Samstagvormittag werden in Abtenau im Tennengau zwei Menschen vermisst. Eine Suchaktion musste am Samstagabend erfolglos abgebrochen werden. Am Sonntag war die Lawinengefahr dann zu hoch. Am Montagvormittag lief die Suche rund um das Gebiet der Schindlmaisalm jedoch wieder an, wie die Bergrettung Salzburg mitteilte.
"Die Überlebenschancen der beiden sind jedoch gering. Es schneit und der Schnee wächst hier gewaltig an", erklärte Bergwacht-Einsatzleiter Wilfried Seidl. Bei den Vermissten handelt es sich um eine 23-jährige Frau und einen 28-jährigen Mann, ein einheimisches Pärchen. Die Retter wollen dabei enge Rücksprache mit der Lawinenwarnkommission halten.

UPDATE, 9.35 Uhr - Rechte Spur von A8 gesperrt

Im Chiemgau und im Berchtesgadener Land kann es am Montag auf der A8 immer wieder eng werden. Derzeit ist in Fahrtrichtung Salzburg zwischen den Anschlussstellen Siegsdorf und Anger die rechte Spur gesperrt. Hier kämpfen müssen die Einsatzkräfte den Schnee von der Fahrbahn fräsen. Die Arbeiten werden wohl bis zum Nachmittag dauern.

Bereits am Sonntag hatte es mehrere Feuerwehreinsätze auf der A8 gegeben:

UPDATE, 9.20 Uhr - Unfall bei Sondermoning

Am Montagmorgen krachte es schneebedingt in der Egererstraße in Sondermoning (Landkreis Traunstein). Wegen Glätte kam ein Audi A3 gegen 6.45 Uhr ins Schleudern und stieß gegen einen entgegenkommenden Audi A4, dessen Fahrer sein Auto vor dem Crash noch fast zum Stillstand hatte abbremsen können.

Unfall auf Egererstraße in Sondermoning

Bei dem Unfall wurde der Fahrer des A3 leicht verletzt. Die Feuerwehren Hart und Nussdorf mussten die Straße komplett sperren und den Verkehr umleiten. Die Polizei Traunstein nahm den Unfall auf.

UPDATE, 9.05 Uhr - Zwei Skifahrer durch Lawinen getötet

In Vorarlberg haben sich am Sonntag gleich zwei tödliche Unfälle im Zusammenhang mit Lawinen ereignet. Im Skigebiet Schoppernau starb ein 26-jähriger Skifahrer aus dem Landkreis Dachau, der trotz der hohen Gefahr abseits der gesicherten Pisten unterwegs war und dort von einem Schneebrett erfasst wurde. Der junge Mann konnte nicht mehr reanimiert werden.

Ähnlich erging es einem 32-jährigen Skifahrer, ebenfalls aus Deutschland,im Skigebiet Damüls/Mellau. Der Mann war bei einer Tiefschnee-Abfahrt im Schnee steckengeblieben, als ihn eine Lawine von hinten erfasste und verschüttete. Seine Begleiterin (25) setzte zwar umgehend einen Notruf ab und konnte den Verschütteten auch orten und dessen Kopf freilegen. Trotz Reanimationsmaßnahmen verstarb jedoch auch dieser Skifahrer, der laut Bayerischem Rundfunk aus dem Raum Heilbronn stammen soll, noch an der Unfallstelle.

Weiterhin sehr hohe Lawinengefahr

Und die Lawinengefahr ist weiterhin hoch bis sehr hoch. Für die heimischen Berge, die Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen sowie die Bayerischen Voralpen (Landkreis Rosenheim/Landkreis Miesbach), gilt auch am Montag die Lawinenwarnstufe 4 von 5. In den Werdenfelser und Ammergauer Alpen sowie im Allgäu gilt (weiterhin) die Warnstufe 3.

Das Hauptproblem geht dabei weiterhin von Locker- und Schneebrettlawinen aus, die sich auf Grund der enormen Auflast des Neuschnees auf die instabile Altschneedecke von selbst lösen können. Dies teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit. Der starke Schneefall lässt im Westen Bayerns am Montag zwar langsam nach, nach Osten hin - und damit in unserer Region - gibt es in höheren Lagen noch einige Zentimeter lockeren Neuschnee bis Montagabend.

UPDATE, 8.05 Uhr - Schneebruchgefahr auf A8

Auch auf Autobahnen und Bundesstraßen in der Region hat der Schnee weiterhin Einfluss. 

Nachfolgende Strecken sind (Stand: 8 Uhr) betroffen:

  • A8 München Richtung Salzburg: Zwischen Hofoldinger Forst und Holzkirchen Schneebruchgefahr, rechter Fahrstreifen gesperrt, Kräfte zur Störungsbeseitigung sind unterwegs.
  • A8 auf Höhe Schweinbach: ebenfalls Schneebruchgefahr. Es kann dort immer wieder zu kurzzeitigen Sperrungen kommen.
  • Bundesstraße 2: bei Mittenwald gesperrt
  • B307: gesperrt zwischen Schleching und Raiten, Grenzübergang zu Österreich nicht passierbar
  • B305: zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl
  • mehrere Staats- und Kreisstraßen im bayerischen Alpenraum gesperrt

Einen Überblick gibt es in unseren Verkehrsmeldungen oder beim Verkehrsportal bayerninfo.de.

UPDATE, 7.45 Uhr - Touristenorte weiter von Außenwelt abgeschnitten

Im Berchtesgadener Land (hier: Bischofswiesen) fiel viel Schnee, aber sonst ist die Lage weitgehend ruhig.

Im benachbarten Salzburger Land sind nach wie vor einige Täler bzw. Skigebiete von der Außenwelt abgeschnitten. Derzeit nicht zu erreichen sind die Touristen-Hochburger Obertauern und Zauchensee. Die Straßen dorthin sowie die B311 zwischen Saalfelden-Brandlhof und St. Martin bei Lofer (Lamprechtshöhle) bleiben bis auf Weiteres gesperrt, wie salzburg24.at berichtet. Somit ist auch die Gemeinde Weißbach derzeit auf einer Straßenverbindung nicht erreichbar.
Aus dem Glemmtal gibt es dagegen gute Nachrichten: Dort konnte die Zufahrtsstraße nach einer erfolgreichen Lawinensprengung am späten Sonntagnachmittag wieder geöffnet werden.

Folgende Straßen sind darüber hinaus gesperrt:

  • Salzachtal Straße (B159)
  • der Pass Lueg (B164) 
  • Filzensattel-Pass (B165)
  • Gerlospass (B311) 
  • B99 zwischen Weißbach und Saalfelden
  • Zahlreiche Landesstraßen im gesamten Bundesland

Außerdem wurde der Felbertauerntunnel in beide Fahrtrichtungen wegen hoher Lawinengefahr bis auf weiteres gesperrt.

UPDATE, 7.15 Uhr - Mann am Blomberg von Baum erschlagen

Neben den Bergwachten Lenggries und Bad Tölz waren auch die Feuerwehren Bad Tölz und Wackersberg im Einsatz.

Ein tragischer Unfall hat sich infolge der starken Schneefälle am Sonntag am Blomberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ereignet. Dabei wurde ein 44-jähriger Skitourengeher gegen 16 Uhr unterhalb der Wackersberger Alm von einem Baum erschlagen, wie unser Partnerportal merkur.de berichtet.
Nach Angaben der Bergwacht hatte der Mann aus Penzberg ein Waldstück durchquert, als er von dem Baum getroffen wurde. Vier Augenzeugen informierten sofort die Bergwacht. 15 Retter mussten bei einem Meter Neuschnee und sehr hoher Eigengefahr zu Fuß aufsteigen, da ein Hubschrauber wegen des schlechten Wetters nicht fliegen durfte. Am Unglücksort konnte der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Leiche wurde inzwischen geborgen.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gab später bekannt, dass dem Mann "keinerlei leichtfertiges oder unüberlegtes Verhalten" attestiert werden dürfe. Der Vorfall könne nur als "äußerst tragisch" bezeichnet werden, hieß es weiter.

UPDATE, 6.55 Uhr - Diese Bahnstrecken sind gesperrt

In ganz Oberbayern kommt es am Montagmorgen zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Grund dafür sind durch das Schneechaos gesperrte Strecken, wie die Deutsche Bahn (DB) am Morgen mitteilte.

Folgende Strecken sind gesperrt bzw. gestört:

  • Garmisch-Partenkirchen - Reutte/Tirol: Voraussichtlich bis in die Mittagsstunden kein Verkehr. Ein Busnotverkehr ist eingerichtet.
  • Garmisch-Partenkirchen - Mittenwald - Seefeld/Tirol: Nach der Lawinenwarnung können vereinzelt Pendelzüge bis Mittenwald angeboten werden. Ab Mittenwald fahren Züge nach wie vor nicht weiter Richtung Seefeld/Innsbruck.
  • Wolfratshausen - Icking (S7): Nach der Kollision einer S-Bahn mit einem umgestürzten Baum und weiteren Schäden an Oberleitung und Gleis, mussten die Aufräumarbeiten auf der Strecke im Isartal mussten wegen der Dunkelheit unterbrochen werden. Zwischen Ebenhausen-Schäftlarn und Wolfratshausen ist ein Notverkehr eingerichtet.
  • Traunstein - Ruhpolding: Baum im Gleis in Eisenärzt. Ein Busnotverkehr ist bestellt.
  • Traunstein - Waging: Weiterhin Baum im Gleis. Ein Busnotverkehr wird organisiert.
  • Zwiesel - Deggendorf: Waldbahn/Länderbahn
  • Holzkirchen - Bayrischzell: Bayerische Oberlandbahn
  • Holzkirchen - Schaftlach - Lenggries: Bayerische Oberlandbahn
  • Holzkirchen - Tegernsee: Bayerische Oberlandbahn
  • Bischofswiesen - Berchtesgaden: BerchtesgadenerLandBahn

Die Bahn empfiehlt, sich vor Antritt der Reise über www.bahn.de oder den DB-Navigator auf dem Smartphone zu informieren.

Auf den Strecken, die nicht von der DB Regio betrieben werden, entscheidet über die Betriebsaufnahme das jeweilige Verkehrsunternehmen in eigener Verantwortung, teilte die Bahn weiter mit.

UPDATE, 6.40 Uhr - BOB stellt Betrieb im Oberland ein

Wie bereits am Sonntag angekündigt, hat die Bayerische Oberlandbahn (BOB) den Verkehr auf den Strecken von Holzkirchen in südliche Richtung zu den Fahrtzielen Bayrischzell, Tegernsee und Lenggries wegen der Witterung bis auf weiteres eingestellt. Das Unternehmen hat einen Busnotverkehr eingerichtet.

Folgende Busse sind unterwegs:

  • 6.10 Uhr: Miesbach - Holzkirchen (ohne Halt in Darching) 
  • 6.30 Uhr: Bad Tölz - Holzkirchen (ohne Zwischenhalt) 
  • 6.20 Uhr: Tegernsee - Holzkirchen über Schaftlach 
  • 5.52 Uhr: Tegernsee - Gmund - Warngau - Holzkirchen 
  • 6.35 Uhr: Schliersee - Holzkirchen 
  • 6.40 Uhr: Bad Tölz - Holzkirchen (ohne Zwischenhalt) 
  • 7.30 Uhr: Gmund - Holzkirchen 
  • 7.45 Uhr: Linienbus Schaftlach - Holzkirchen

Eine gesicherte Prognose, wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann, sei derzeit nicht möglich, teilte das Unternehmen am frühen Montagmorgen auf seiner Homepage mit.

UPDATE, 6.30 Uhr - Schulausfälle im Raum Traunstein

In Stadt und Landkreis Traunstein fällt am Montag an zahlreichen Schulen wegen des Schneechaos der Unterricht aus. Auch zwei Schulen im Raum Berchtesgaden sind betroffen.

Die Entscheidung der Koordinierungsgruppen ist in solchen Fällen verbindlich und gilt einheitlich für alle öffentlichen Schulen des Landkreises oder der kreisfreien Stadt (bei regional begrenzten ungünstigen Witterungsverhältnissen) bzw. für alle öffentlichen Schulen des Regierungsbezirks oder der von der Regierung bestimmten Landkreise (bei ungünstigen Witterungsverhältnissen in mehreren Landkreisen eines Regierungsbezirks). 

Damit werde sichergestellt, dass nicht an Schulen verschiedener Schularten desselben Einzugsbereichs unterschiedliche Entscheidungen getroffen werden, wie das Bayerische Kultusministerium auf seiner Homepage mitteilte.

An folgenden Schulen fällt am Montag der Unterricht aus:

  • Berchtesgaden: Gymnasium und FOS der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden
  • Landkreis Traunstein: Alle staatlichen Schulen südlich der Linie Chieming - Nußdorf
  • Stadt Traunstein: Alle staatlichen Schulen in der Stadt Traunstein
  • Sonderfall Grassau: An der Grund- und Mittelschule Grassau fällt am Montag und Dienstag für die Klassen 5a, 6b, 7a, 7b, 8a, 8b und 8c der Unterricht aus. Grund hierfür ist allerdings nicht der Schnee, sondern ein Wasserschaden am Schulgebäude.

UPDATE, 5.40 Uhr - Baum fällt bei Eisenärzt auf Zug 

Am Sonntagabend, den 6. Januar, ist es zu einem Bahnunfall auf der Strecke Traunstein - Ruhpolding gekommen. Als in den späten Abendstunden ein Zug der Deutschen Bahn auf der Trasse in Richtung Ruhpolding unterwegs gewesen ist, hat ein Baum kurz vor der Haltestelle in Eisenärzt - an der Stelle, an der die Bahnstrecke die Staatsstraße kreuzt - den Zug getroffen.

Neun Fahrgäste sind daraufhin aus dem Zug evakuiert worden. Sie sind unverletzt geblieben. Noch in der Nacht ist mit dem Autokran einer Spezialfirma versucht worden, den umgestürzten Baum zu entfernen. Im Anschluss hat wohl eine Diesellok den Zug abgeholt und von der Unfallstelle weg befördert, damit die Oberleitungen repariert werden können. Die angrenzende Staatsstraße 2098 wurde mehrere Stunden total gesperrt.

Baum stürzt bei Eisenärzt auf Zug

Die Erstmeldung:

Am Sonntagabend haben das Technische Hilfswerk aus Traunreut, der THW-Fachberater BGL und die Feuerwehr Traunstein zur Klosterkirche an der Ludwigstraße in Traunstein ausrücken müssen. Die Schneemassen auf dem Dach haben das Gerüst an der Kirche, die derzeit renoviert wird, teilweise stark eingerissen. Daraufhin sind die Ludwigstraße und die Klosterstraße komplett gesperrt worden.

Gerüste an Traunsteiner Klosterkirche stürzen ein

Die Feuerwehr hat noch in der Nacht das Fangnetz an den Gerüsten entfernt, die an die Straßen grenzen. Das Risiko ist zu groß, dass weitere Schneemassen sich vom Dach lösen und Fußgänger sowie Autos durch das möglicherweise umstürzende Gerüst und den Schnee gefährdet würden. Die Einsatzkräfte sind mehrere Stunden im Einsatz gewesen.

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