Huberbuam für herausragende alpine Leistungen ausgezeichnet

Chiemgauer Panther für die "legendärste Brüder-Seilschaft"

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Ehrenauszeichnung für die Huberbuam: Landrat Siegfried Walch (links) überreichte an die Extrem-Kletterer Alexander und Thomas Huber den Chiemgauer Panther.

Traunreut -  Wie in den Vorjahren wurde auch in diesem Jahr, als Höhepunkt der Sportlerehrung des Landkreis Traunstein, der Ehrenpreis Chiemgau Panther verliehen. 

„Mit dem Panther zeichnen wir Menschen aus, die nicht nur im Sport sondern insgesamt für die Region Besonderes geleistet haben“ betonteLandrat Siegfried Walch und wies auf die vielen bisherigen Preisträger hin, von denen eine Reihe an dem Festabend anwesend waren.

Sportler aber auch Personen des öffentlichen Lebens bekamen bisher den Ehrenpreis für ihr persönliches Lebenswerk verliehen, auch wenn die Auszeichnung traditionell beim Sportler-Empfang verliehen wird. So heißt es in den Vergaberichtlinien des Ehrenzeichens, das auf die im 12. Jahrhundert im Chiemgau herrschenden Grafschaft von Spanheim zurückgeht: „Er wird in Anerkennung besonderer Leistungen und Verdienste um den Landkreis Traunstein sowie als Ausdruck der Dankbarkeit durch den Landrat verliehen.“

Herausragenden bergsteigerischen Leistungen

Laudator Hans Helmberger würdigte die „weltweit bekannten“ Huberbuam. Die herausragenden bergsteigerischen Leistungen könne er nicht alle aufzählen. „Thomas und Alexander sind sozusagen die Superstars der Szene“, so der frühere Sportredakteur. Die beiden Aushängeschilder würden neben ihren sportlichen Leistungen für Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit stehen, was im Alpinismus keine Selbstverständlichkeit sei.

Mit bahnbrechende Leistungen, wie beispielsweise der ersten freien Begehung der „Salathé“-Route, oder dem Speedklettern am El Capitan hätten die beiden Spitzenalpinisten die Grenzen des Machbaren immer weiter verschoben. Die beiden Pallinger, die heute in Scheffau (Alexander) beziehungsweise in Oberau (Thomas) leben, verknüpften ihr Bergsteigen und Klettern immer auch mit sozialem Engagement wie beispielsweise der Unterstützung für Arme in Pakistan und setzen sich für den Naturschutz sowie den Erhalt der Berge als Naturräume ein, wie Laudator Helmberger ausführte. Beide seien durch Lebenskrisen gegangen und hätten diese überwunden.

„Ihr seid immer diejenigen geblieben, die mit beiden Beinen fest auf der oberbayerischen Erde stehen“ sagte er. Im Nachgang überreichte Landrat Walch den beiden je einen Chiemgauer Panther, der seit seinem Relaunch, einer optischen und farblichen Neugestaltung, deutlich „bissiger“ und futuristischer aussieht. Die Beiden bedankten sich für die Ehrung in ihrer gewohnt lockeren Art und freuten sich über die Auszeichnung – gerade an einem Abend, an dem die erfolgreichsten Sportler des Landkreises geehrt wurden. Anschließend trugen sich die zwei Panther-Empfänger ins Ehrenbuch des Landkreises ein.

Bisherigen Preisträger

Bisher erhielten die Wildkatze unter anderem der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber und die Generaloberin Sr. Theodolinde Mehltretter von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul. Auch ging der Preis beispielsweise an Martin Braxenthaler, Annie Friesinger-Postma, Fritz Fischer und an den früheren Biathlon-Olympioniken Ricco Groß. Im vergangenen Jahr überreichte Landrat Walch die Auszeichnung an Andi Birnbacher. Nunmehr dürfen sich auch Alexander und Thomas Huber mit der Ehrenauszeichnung schmücken.

awi

Quelle: chiemgau24.de

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