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Ausnahmen möglich

Nach Aufregung um Rekordfang: Wann Profis auch während der Schonzeit im Chiemsee fischen dürfen

Auch während der Schonzeit dürfen geschützte Fische zu Zuchtzwecken gefangen werden (Symbolbild).
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Auch während der Schonzeit dürfen geschützte Fische zu Zuchtzwecken gefangen werden (Symbolbild).

Viele Fische im Chiemsee sind geschützt, zumindest während der Schonzeit. Doch auch jene Arten, die über mehrere Monate eigentlich nicht zum Fang freigegeben sind, dürfen Berufsfischer unter bestimmten Bedingungen aus dem Wasser holen.

Chiemgau - Wer im Chiemsee einen veritablen Fang macht und sich damit wie jüngst in der Öffentlichkeit präsentiert, riskiert zumindest während der Schonzeit, dass er angefeindet wird. Weil er vermeintlich gegen Regeln des Naturschutzes verstoßen hat. Doch mitunter gibt es durchaus plausible und legale Gründe, die Fische auch während dieser Monate aus dem Wasser zu holen.

Berufsfischern ist es unter bestimmten Umständen erlaubt, Fische auch während der Schutzmonate aus dem Wasser zu holen, wie auch das Landratsamt Traunstein auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen bestätigt. „Berufsfischer können eine Ausnahme von dieser Schonzeit erhalten, um beispielsweise einen gleichwertigen Bestand der heimischen Fischarten in den Gewässern sicherzustellen“, heißt es von dort.

Ausnahmegenehmigungen möglich

Schonzeitaufhebungen würden im Ausnahmefall von der Untere Fischereibehörde beim Landratsamt Traunstein unter Einbeziehung der Fachberatung für Fischerei in Oberbayern geprüft und diesen bei Bedarf zugestimmt. „Entsprechende Ausnahmegenehmigungen sind auf den jeweiligen Berufsfischer ausgestellt, zeitlich begrenzt und auch immer nur auf einzelne Fischarten beschränkt.“

Konkret bedeutet dies: Berufsfischer dürfen Fische auch während der Schonzeit aus dem Chiemsee entnehmen, wenn es darum geht, die Zucht und damit den Bestand zu sichern, wie Thomas Lex, stellvertretender Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Chiemsee, erklärt. Hinzu komme: Das Recht, im Chiemsee zu fischen, habe man vom Land Bayern erhalten. Dies mit der Auflage, auch den Bestand der Fischarten im Bayerischen Meer zu sichern. Hierfür hole man sich regelmäßig den Segen der zuständigen Behörde beim Landratsamt, sagt Lex.

Im Netz verfangen

Aber auch jenseits dessen gebe es Fälle, in denen Berufsfischer Fische, die unter die Schonzeit-Regelung fallen, in ihren Netzen wiederfänden - oft Raubfische, die sich ihre Beute in den Fangeinrichtungen der Fischer suchten. So erklärt es Johannes Schnell, stellvertretender Referatsleiter beim Landesfischereiverband Bayern. Oft seien die Fische dann derart empfindlich verletzt, dass es keinen Sinn ergebe, sie in diesem Zustand zurück ins Wasser zu geben.