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Gedenken im Gottesdienst in Grabenstätt

Hilfe für Brasilien und immer für andere da: Gläubige würdigen das Leben des verstorbenen Pfarrers Huber

Pfarrer Nepomuk Huber bei seinem 50. Priesterjubiläum in Breitbrunn.
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Pfarrer Nepomuk Huber bei seinem 50. Priesterjubiläum in Breitbrunn.

Der frühere Pfarrer Nepomuk Huber ist Anfang April verstorben. Im Grabenstätter Sonntagsgottesdienst wurden seine Person und seine Tätigkeiten nun gewürdigt.

Grabenstätt – Dem unlängst im Alter von 85 Jahren verstorbenen früheren Pfarrer Nepomuk Huber gedachten die Gläubigen im Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Maximilian. Von 1975 bis 1989 war der bei Jung und Alt beliebte, rührige Seelsorger in den Pfarreien Grabenstätt und Erlstätt tätig.

„Überall wo er war, hat er mit großem Einsatz und oft gegen viele Widerstände wichtige Projekte verfolgt und zum Erfolg geführt“, würdigte die frühere Gemeindereferentin Uschi Erl in einem sehr persönlichen Nachruf dessen Verdienste. Mit Huber arbeitete sie lange eng zusammen und lernte dabei viel von ihm.

Der Verstorbene kam 1970 zunächst als Benefiziumverweser nach Marwang. Als Pfarrer war ihm ab 1975 die Arbeit mit der Jugend, seinen Ministranten und der KIM-Bewegung (Kreis junger Missionare) besonders wichtig. „Viele dieser Jugendlichen denken als Erwachsene heute immer noch gerne an diese Zeiten zurück und man hat sich nie ganz aus den Augen verloren“, so Kirchenpfleger Josef Austermayer.

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Sehr am Herzen lagen Huber auch die Entwicklung und der Erhalt der kirchlichen Güter und Gebäude. Wann immer es ihm möglich war, habe er bei verschiedenen Renovierungsarbeiten „auch selbst Hand angelegt“, erinnerte Austermayer. Der alte Marwanger Pfarrhof, das KIM-Haus, wurde zwar mittlerweile abgerissen, doch das dort neu entstandene, 2020 eingeweihte Übernachtungshaus für Jugend-Gruppen trägt nun Hubers Namen: Nepomuk Huber Haus. Mit Freude und Dankbarkeit konnte er es vor zwei Jahren bei einem Besuch selbst in Augenschein nehmen.

Als Huber Anfang der 1980er Jahre von der gebürtigen Brasilianerin Betty Wülfing aus Grabenstätt gefragt wurde, ob die Pfarrgemeinde Hilfsaktionen für die notleidende Bevölkerung in Brasilien durchführen und unterstützen könnte, war er sofort Feuer und Flamme. Es entstand die Brasilienaktion, die seit 1995 vom Verein Partnerschaftliche Brasilienhilfe getragen wird. Huber nahm an Projektreisen nach Brasilien teil und setzte sich für die Durchführung der Grabenstätter Brasilienfeste ein, auch als er schon Pfarrer in Rosenheim war.

Bis zu seinem Tod war er an der Brasilienhilfe interessiert und unterstützte sie finanziell. „In unseren Gemeinden in Brasilien war er nur der Padre Nepomuk. Auch unsere dortigen Freunde erfüllt sein Tod mit Trauer, aber es überwiegt die Dankbarkeit, dass mit seiner Hilfe so viele Hilfsprojekte gestartet werden konnten und viele Menschen eine Perspektive für ihr Leben erhielten“, sagte Erl, die Huber bis zuletzt besuchte.

Huber gründete einen Krankenpflegeverein

Als Anfang der 1980er Jahre die Niederbronner Schwestern aus Altersgründen die ambulante Krankenpflege in Grabenstätt und darüber hinaus aufgeben mussten, setzte Huber sich für die Gründung eines hiesigen Krankenpflegevereins ein. Das Haus, in dem die Schwestern wohnten und ein kleines Altenwohnheim betrieben, wurde auf sein Betreiben renoviert und dient seitdem wieder als Altenheim. Das besagte Marienstift Marwang wird bis heute vom Verein für Krankenpflege und Altenbetreuung Grabenstätt getragen.

Seinen verdienten Ruhestand verbrachte Huber ab 2009 in Breitbrunn am Chiemsee. Doch auch in der dortigen Pfarrgemeinde war er noch rastlos tätig. Als seine Kräfte langsam schwanden, zog Huber 2016 in ein Seniorenheim in Rosenheim. Am 4. April ist er dort, gesundheitlich schwer angeschlagen, friedlich eingeschlafen. „Die großen Spuren, die er in unseren Pfarreien hinterlassen hat, werden uns immer an ihn erinnern. Wir werden ihm daher stets ein ehrendes Andenken bewahren“, schloss Kirchenpfleger Austermayer seine Trauerrede. PW

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