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Experiment mit argentinischen Schaben

Isinger Schülerinnen kommen bei „Jugend forscht“ an der TH Rosenheim aufs Stockerl

Paula Baumgartner (links) und Smilla Dengel vom Gymnasium Ising präsentieren ihre Ergebnisse mit den beiden Schaben Snorre und Sabina bei „Jugend forscht“
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Zwei junge Schülerinnen vom Isinger Gymnasium haben den zweiten Platz beim Regionalentscheid von „Jugend forscht“ gewonnen. Sie haben erfolgreiche Versuche mit argentinischen Schaben durchgeführt.

Die Pressemeldung des Gymnasiums Ising im Wortlaut

Ising - Weintrauben, rechts oder links und Insekten aus Südamerika: Im Isinger Gymnasium haben  zwei Fünftklässlerinnen mit argentinischen Schaben so erfolgreich Versuche durchgeführt, dass sie beim diesjährigen „Jugend forscht“-Regionalentscheid an der Fachhochschule Rosenheim einen zweiten Platz in der Kategorie „Schüler experimentieren“ erreichten. Sie  hatten in aufwändigen und zeitintensiven Experimenten untersucht, ob Schaben auf auf die menschliche Stimme sinnvoll reagieren. Sie sind also der Frage nachgegangen: Kann man mit Schaben kommunizieren? 

„Schon immer habe ich mich für Tiere interessiert“, erzählt die zehnjährige Fünftklässlerin Smilla Dengel. „Ich habe Tiere und Insekten in der Natur beobachtet und versucht, herauszufinden, wie sie leben.“ Und als am Isinger Gymnasium das Projekt „Forscherklasse“ angeboten wurde, war Smilla und ihre Klassenkameradin Paula Baumgartner sofort mit  dabei. Als ihr Lehrer Norbert Prebeck ihnen erzählt hat, dass er immer versucht, den  Wespen, die sich im Sommer ins Haus verirrt haben, den Weg nach draußen zu zeigen, indem er mit ihnen spricht, entstand die Idee zu diesem Isinger Forschungsprojekt.

Nur:  Wespen, Bienen und andere einheimische Insekten wollen sich im Winter nicht mehr bewegen. Auch Schnecken, mit denen Smilla schon einige Versuche unternommen hatte, kriechen sich zurück. Über den Biologielehrer Thomas Mack erfuhren sie, dass man im Zoohandel lebendige argentinische Schaben kaufen kann – als Reptilienfutter. „Schaben sind in der Haltung pflegeleicht, da sie sehr genügsam sind“, berichtet die elfjährige Paula Baumgartner. „Schaben zählen zu den widerstandfähigsten Tieren der Erde und überleben  sogar in stark strahlenverseuchten Gebieten nach einem Atomunfall. Und: Eine Schabe kann sogar neun Tage ohne Kopf überleben - ein Teil des Nervensystems steckt zwar im Kopf,  aber das Gehirn befindet sich im Körper.“ 

Viel zartbesaiteter aber waren die Versuche der Isinger Mädchen. Sie setzten eine der beiden Schaben, die sie Snorre und Sabina getauft hatten, in ihrem Experiment in einer mit Blech verstärkten Pappschachtel an ein Ende eines schmalen Ganges, an dessen anderem Ende Spaltöffnungen waren, die sich nach rechts und links öffneten. „Da wir nicht davon ausgehen, dass die Schabe die Worte rechts und links versteht, haben wir das Wort „rechts“  mit tiefer Stimme gesagt und „links“ mit hoher.“ Damit wollten die Mädchen der Schabe den richtigen Weg zur verborgenen Futterquelle weisen. Und siehe da: Nach vielen Versuchsreihen stellte sich heraus, dass das Insekt auf Zuruf der Mädchen im Durchschnitt sieben von zehn Mal die richtige Richtung gewählt hat. 

Einen Sonderpreis bei „Jugend forscht“ erhielt der Isinger Neuntklässler Philipp Sorembe. Er hatte sich mit der Herstellung von Kunststoff aus Zellulose beschäftigt - eine besonders zukunftsweisende Forschungsrichtung, da derzeit nahezu alle der heute verwendeten Kunststoffe aus Erdöl hergestellt werden und nach ihrer Verwendung der Umwelt schaden.  

Smilla bleibt dagegen bei ihren Schaben: „Wir haben erkannt, dass man mit Insekten interessant forschen kann. Wir werden uns weiterhin mit diesen faszinierenden Lebewesen beschäftigen.“ Und wohl auch beschäftigen müssen, wie die zweite Jungforscherin Paula berichtet: „Snorre und Sabina haben Nachwuchs bekommen. Es gibt jetzt 20 neue Schaben.“ 

Pressemeldung des Gymnasiums Ising

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