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Sanierungsbedarf hoch

Ist die Badesaison gefährdet? Überseer Strandbad bröckelt

Beschädigte Uferbefestigungen und unsichere Wegbereiche bewegen die Gemeinde Übersee dazu, die das Bauwerk zu erneuern.
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Beschädigte Uferbefestigungen und unsichere Wegbereiche bewegen die Gemeinde Übersee dazu, die das Bauwerk zu erneuern.

Es bröckelt und ist unterspült: Am Überseer Strandbad muss dringend was getan werden. Warum es sich dennoch verzögert und ob die Badesaison gefährdet ist.

Übersee – Die Sanierung der Uferverbauung im Strandbad stand auf der Tagesordnung in der jüngsten Sitzung des Überseer Bauausschusses. Dazu wurde ein Planungsgutachten der Fachfirma HPC AG vorgestellt. Aufgrund von einigen Einwänden und eigener Anregungen hat das Gremium einstimmig beschlossen, die Planung noch einmal überarbeiten zu lassen. Doch nicht nur deswegen verschiebt sich der ursprünglich für Herbst geplante Beginn der Arbeiten.

Sicherheitsrisiko langfristig vermeiden

Handlungsbedarf sieht die Gemeinde am Chiemseeufer, weil die Uferbefestigungen stark beschädigt sowie unterspült und der Wegbereich nicht mehr standsicher sei. Mitunter bröckelten Teile des jetzigen Bauwerks bereits, wie aus der Verwaltung zu hören ist. Dort betont man jedoch, dass trotz der Schäden derzeit kein Sicherheitsrisiko bestehe, man wolle die Sache jedoch frühzeitig angehen, um ein solches langfristig zu vermeiden.

Zwei Varianten vorgeschlagen

Die dargelegten Planungsziele der Fachfirma umfassten – neben einer langfristigen Standsicherheit ohne Unterspülungen – Sitzgelegenheiten entlang der Uferlinie, einen Badezugang mit Stufen, einen Zugang mit Einstiegshilfe sowie einen Schutz der bestehenden Ufervegetation.

In der von der Projektleiterin Miriam Romero vorgelegten ersten Variante soll die Uferlinie gerade verbleiben. Bei Variante zwei ist eine Ausbuchtung an einem breiten Badezugang vorgesehen. Hinsichtlich der Kosten legte sich Romero mit 202 238 Euro für Variante eins und 217 963 Euro für Variante zwei fest. Grundsätzlich sprach sich das Gremium einstimmig für Variante zwei aus. Diese soll zudem weniger gradlinig verlaufen und sich damit besser an Umgebung anschmiegen.

Im gleichen Atemzug möchte man auch den Zugang für Menschen verbessern, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Vorgesehen sei in der Planung hierfür eine Rampe, ein Geländer soll älteren Herrschaften das Flanieren entlang des Ufers erleichtern. Im Ausschuss wurde angeregt, die breite Treppe zum See bei der Ausbuchtung der Uferlinie zu halbieren und stattdessen eine weitere Treppe als Seezugang zu schaffen.

Baukosten steigen stetig

Allerdings sah Paul Stephl (FBL) die Kosten kritisch. Angesichts von Spundwänden auf einer Länge von 130 Metern seien sie zu gering kalkuliert. Er wünschte sich deshalb eine andere Planung. Hans Thullner (Grüne) legte detailliert dar, warum die gegebene Planung nicht funktionieren könne. Er verlangte eine Überprüfung des Kanaldieleneinbaus durch einen Techniker und Referenzobjekte, die mindestens seit 15 Jahren bestünden.

So oder so gestaltet sich die Finanzplanung für die Verwaltung schwierig, wie aus dem Rathaus auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen zu hören ist. Denn die Baukosten stiegen stetig und gingen teilweise „durch die Decke“, wie sicherlich auch der ein oder andere private Bauherr bestätigen kann.

Schon während der ersten Planungsphase hätten sich die Kosten signifikant erhöht. Entsprechend sei noch nicht klar, ob die jüngste Kalkulation in absehbarer Zeit überhaupt noch belastbar und von den Finanzplanungen der Kommune noch gedeckt ist. Zumal noch andere Vorhaben in Sachen Straßenbau anstünden, ebenso der Ausbau eines Gewerbegebietes.

Weitere Behörden beteiligt

Der Planungsentwurf soll nun überarbeitet und dem Bauausschuss zur Entscheidung vorgelegt werden. Wann genau die neue Version vorliegt, kann man im Überseer Rathaus derzeit noch nicht abschätzen. Ohnehin steht der Verwaltung auch nach der Entscheidung im Bauausschuss noch ein Abstimmungsmarathon mit anderen beteiligten Behörden bevor, wie von dort zu hören ist. Neben der Verwaltung für Schlösser und Seen des Freistaats seien auch Fachbehörden des Landratsamts in den Prozess miteingebunden.

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