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Leitung statt Kanister:

Ruhpolding schließt Unternberg ans Wassernetz an: So aufwendig gestalten sich die Arbeiten

Die Leitungen für die Anbindung an das Trinkwasser- und Kanalnetz der Gemeinde Ruhpolding werden auf der Skipiste verlegt. Sie führen von der Talstation Unternberg hinauf bis zum Gipfel.
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Die Leitungen für die Anbindung an das Trinkwasser- und Kanalnetz der Gemeinde Ruhpolding werden auf der Skipiste verlegt. Sie führen von der Talstation Unternberg hinauf bis zum Gipfel.

Die Hütten und Almen auf dem Ruhpoldinger Unternberg sollen künftig per Leitung mit Wasser versorgt werden. Schon einmal gab es Pläne, den Unternberg ans Wassernetz anzuschließen, damals jedoch mit ganz anderem Hintergrund.

Ruhpolding – Die Hütten und Almen auf dem Ruhpoldinger Unternberg sollen an das Wasser- und Kanalnetz der Gemeinde angeschlossen werden, wie das Wasserwirtschaftsamt Traunstein mitteilt. Damit soll unter anderem der Transport von Frischwasser mittels Sesselbahn wegfallen.

Wege bleiben zugänglich

Die Anbindung umfasse insbesondere die Unternberg Alm, außerdem die Übernachtungshütte der Bergwacht, die Bergstation der Sesselbahn, die Schwendtboden Alm, die Weingarten Alm und die Boider Alm. Die Raffner Alm verfüge bereits über einen Trinkwasser-Anschluss. Sie erhalte ebenso wie die unterhalb gelegene Hütte Almbrünnerl einen Zugang zum Schmutzwasserkanal.

Das 14 Hektar große Gelände ist inzwischen – wie berichtet – im Eigentum der „meine Volksbank Raiffeisenbank“. In die Schlagzeilen geriet die Fläche, nachdem bekannt worden war, dass sowohl die Bank als auch Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer (CSU) und Traunsteins Landrat Siegfried Walch (CSU) signalisierten, dort Schneekanonen einsetzen zu wollen. Dies hatte Umweltschützer auf den Plan gerufen, nachdem der Vorstandschef der „meine Volksbank Raiffeisenbank“ Ruhpolding, Wolfgang Altmüller, im August vergangenen Jahres verkündet hatte, dass für die geplanten Schneekanonen eine zusätzliche Wasserleitung gelegt werden soll.

Alle Betroffenen, so das Traunsteiner Wasserwirtschaftsamt, hätten zugesagt, sich finanziell zu beteiligen. Einschränkungen in der Bewirtschaftung soll es nicht geben: Während der Bauzeit seien die Wege am Berg frei zugänglich. Die Arbeiten liefen bereits, im Herbst sollen sie abgeschlossen sein.

Wasser mit 60 bar nach oben pumpen

Derzeit verlegten Arbeiter entlang der Forststraße hinauf zur Unternberg-Talstation bereits die ersten Rohre. Die Trasse, erläutert die Behörde, führe weiter über die Zufahrtsstraße zur Raffner Alm. Dort zweige sie ab, verlaufe entlang der Skipiste hinauf zum Gipfelbereich. 600 Höhenmeter seien zu überwinden. Um die Steigung zu meistern, kämen geländegängige Bagger zum Einsatz. Die Leitungen sollen bis in eine Tiefe von 1,40 Metern verlegt werden, um frostfrei zu bleiben.

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Auf dem Parkplatz an der Talstation soll eine Pumpstation entstehen. Von dort soll das Wasser mit einem Druck von 60 bar nach oben gepumpt werden. Die Abstimmung von Pumpleistung und Bedarf ermögliche, dass das Wasser im Schlauch nicht zu lange stehen bleibt und schal wird. Das Brauchwasser wiederum soll in der Ruhpoldinger Kläranlage gereinigt werden.

Freistaat trägt Großteil der Kosten

Bislang, berichtet das Traunsteiner Wasserwirtschaftsamt, habe man das benötigte Wasser mit Sesselliften auf die Hütten transportieren müssen. Bis zu zehn Fahrten seien an Spitzentagen notwendig gewesen, um die Versorgung zu sichern. Für die Kosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro soll Ruhpolding 1,3 Millionen Euro aus dem Sonderprogramm Berghütten des Freistaats erhalten. Die entsprechenden Bescheide seien der Gemeinde bereits zugegangen. Den offiziellen Spatenstich hat die Gemeinde für Dienstag, 3. Mai, angesetzt.

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