Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Aus dem Gemeinderat

Steuererleichterungen für Betriebe in Seeon-Seebruck

Auch beim Seebrucker Yachthafen müssen die Vermieter aufgrund der Corona-Pandemie mit weiteren beträchtlichen Einbußen rechnen. Mit der Verlängerung der steuerlichen Erleichterungen will der Gemeinderat zumindest ein kleines Zeichen setzen.
+
Auch beim Seebrucker Yachthafen müssen die Vermieter aufgrund der Corona-Pandemie mit weiteren beträchtlichen Einbußen rechnen. Mit der Verlängerung der steuerlichen Erleichterungen will der Gemeinderat zumindest ein kleines Zeichen setzen.

Nachdem bei den Gewerbebetrieben in Seeon-Seebruck aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin mit wirtschaftlichen Einbußen zu rechnen ist, hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Truchtlachinger Bürgersaal einstimmig darauf verständigt, die steuerlichen Erleichterungen zu verlängern.

Seeon-Seebruck – Ebenso sollen auch für die Monate Januar und Februar dieses Jahres keine Krippen- und Kindergartengebühren erhoben werden. Damit folgt die Gemeinde einer Empfehlung des Bundesfinanzministeriums.

Zinslose Stundung auf Antrag möglich

Die zinslose Stundung der bis Ende März fälligen Steuern wird demnach bis Ende Juni gewährt. Danach sei es möglich, einen erneut vereinfachten Antrag auf Stundung zu stellen, hieß es in der Beschlussvorlage. Allerdings solle diese zinslose Stundung nur in Verbindung mit einer Ratenzahlungsvereinbarung gewährt werden.

Ebenso wird von Vollstreckungsmaßnahmen bis Ende Juni weiterhin abgesehen. Bis Ende Juni soll auch auf die Erhebung von Säumniszuschlägen verzichtet werden. Bei Vereinbarung einer Ratenzahlung ist beides sogar bis Ende dieses Jahres möglich.

Zinslose Stundung auch beim Kurbeitrag

Auch bei der Entrichtung des Kurbeitrags, der nur bei tatsächlicher Übernachtung vom Gast bezahlt wird, wird den Vermietern weiterhin eine zinslose Stundungsmöglichkeit eingeräumt. Dabei können die Monate Januar bis Juni, längstens bis Ende Oktober dieses Jahres gestundet werden.

Analog könnte im Einzelfall eine Stundung bis Ende dieses Jahres beantragt werden. Nach Angaben der Verwaltung seien aber bislang beim Kurbeitrag keine wesentlichen Stundungen beansprucht worden. Als finanzielle Erleichterung beim Fremdenverkehrsbeitrag schlägt die Verwaltung vor, die Fälligkeit nach hinten zu verschieben.

Vorauszahlungen auf 50 Prozent festsetzen

Nach Auffassung der Verwaltung dürften die Beitragssummen nicht sehr hoch ausfallen, da die meisten Betriebe bereits Vorauszahlungen geleistet hätten.

Die Vorauszahlungen für das laufende Jahr sollen pauschal nur mit 50 Prozent festgesetzt werden, jedoch mit einer Fälligkeit zum 31. Oktober. Darüber hinausgehende Stundungsmöglichkeiten können im Einzelfall, also in begründeten Fällen, auf Antrag gewährt werden.

Gemeinde kassiert heuer voraussichtlich insgesamt wieder 50.000 Euro weniger

Der Restbetrag für 2021 werde dann voraussichtlich 2023 fällig. Dies würde im laufenden Haushaltsjahr wie im Vorjahr zirka 50.000 Euro weniger Beitragseinahmen aufgrund der hälftigen Minderung der Vorauszahlungen bedeuten. Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) appellierte, die Verlängerung in der vorgeschlagenen Handhabung mitzutragen.

„Wir sollten gegenüber den Handwerkern, Beherbergungsbetrieben und Gewerbetreibenden als Gemeinde Bereitschaft signalisieren und zeigen, dass wir an ihrer Seite sind“, sagte Bartlweber.

Firmen brauchen das Überbrückungsgeld

Sepp Daxenberger (CSU) riet dazu, als Kommune unter anderem auch darauf zu drängen, dass die Betriebe zeitnah ein staatliches Überbrückungsgeld bekommen. „Die Betriebe brauchen das Geld, um überleben zu können“, betonte Daxenberger.

Vermietern wäre mit dem Breitbandausbau geholfen

Dass die Gemeinde mit den Erleichterungen die Betriebe und Gewerbetreibenden weiterhin unterstützt, begrüßte der Vorsitzende des örtlichen Verkehrsvereins, Matthias Untermayer. Nach seinem Dafürhalten wäre aber den Vermietern mehr damit geholfen, wenn die Gemeinde den Ausbau der Infrastruktur vorantreiben würde.

„Der Breitbandausbaus tät uns helfen“, sagte Untermayer, dem als Besucher das Wort erteilt wurde. „Ich hatte schon mehrere Anfragen von Geschäftskunden, aber der Gast erwartet ein leistungsfähiges Internet“, erklärte Untermayer. Der Bürgermeister antwortete: „Der Breitbandausbau ist sehr mühsam, aber wir müssen schaun, dass wir weiterkommen.“

Kommentare