Vortrag am Stadtplatz Traunstein

Kundgebung der Querdenker 861 gegen die strengen Corona-Maßnahmen

Kundgebung der Querdenker 861 in Traunstein.
+
Kundgebung der Querdenker 861 in Traunstein.

Traunstein - Die Querdenker 861 haben in Traunstein eine Kundgebung verkündet. Untermalt wurde die Veranstaltung mit einem Martinslauf und Musik.

Mitteilung der Querdenker im Wortlaut:

Alles blieb friedlich bei der Kundgebung der Querdenker 861 am vergangenen Samstag am Stadtplatz in Traunstein. Die genehmigten 200 Teilnehmer waren auf dem Stadtplatz versammelt und außerhalb der markierten Absperrungen haben sich sicherlich noch weit über 100 interessierte Zuhörer eingefunden. Durch das Verbleiben außerhalb der Absperrung konnten sie die für die Kundgebung angeordnete Maskenpflicht umgehen.

Gleich zu Beginn vertrat der verantwortliche Veranstalter, Herr Lindlacher die Meinung, dass hier in Traunstein ein Landrat und eine Polizei wären, die ihren Job mit Augenmaß verrichten würden. Gerade deshalb sei für ihn wichtig, dass die angeordneten Hygienemaßnahmen eingehalten würden, ob man sie jetzt für richtig halte oder nicht. Zum einen wolle er nicht, dass die Polizei innerhalb des Kundgebungsgeländes die Einhaltung der Maskenpflicht durchsetzen müsse. Zum anderen gäbe es genügend „Verklaghaferl“, so Lindlacher wörtlich, die nur darauf warteten, die Polizei zu kritisieren, weil sie möglicherweise zu spät eingegriffen habe.

Vortrag von Herr Dr. Kreiß.

Prominentester Redner war Dr. Kreiß, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Aalen. Er zeigte auf, dass die Krise zu einer Umverteilung der Vermögen zugunsten der Reichen und Superreichen geführt habe. Es wären riesige Mengen an Kapital angehäuft worden um jetzt aufzukaufen, was durch die Coronamaßnahmen billig zu haben sei. Die schlimmsten Folgen seien aber in den Ländern der Dritten Welt zu erdulden. So drohen nach Aussage von Herrn Dr. Kreiß laut Schätzungen der UN im ersten Pandemiejahr mehr als 10.000 Kinder pro Monat mehr zu verhungern.

Die Maßnahmen könnten laut UN bis zu 60 Millionen Menschen weltweit in extreme Armut stürzen. Dr. Kreiß gab mehrmals seinem Ärger darüber Ausdruck, dass Kritiker der Maßnahmen, die ja weit schlimmere Folgen als die Krankheit hätten, gleich in die Ecke der Verschwörungstheoretiker oder Rechtsradikalen gestellt werde.

Neben anderen Rednern war der weitere Höhepunkt der Kundgebung ein Martinszug der Kinder. Dieses kleine Event sei nach den Worten von Lindlacher angeboten worden, weil überall in Bayern die Kindergärten ihre Martinszüge abgesagt hätten. Allerdings hätten die Eltern aus vielen Gemeinden spontan eigene Martinszüge durchgeführt. Das zeige, dass es viele Menschen in Bayern - selbst wenn sie nicht aktiv Widerstand leisten - doch selber darüber nachdenken würden, welche Schutzmaßnahmen wirklich sinnvoll wären.

Kundgebung der Querdenker 861 in Traunstein.

Sehr einfühlsam gestaltet wurde der Martinszug von dem Religionslehrer im Ruhestand, Herbert Buchner. Nachdem die Kinder mit ihren Laternen die Geschichte vom Heiligen Martin gespielt hatten, bekamen sie noch selbstgebackene Martinsgänse-Platzerl. Von Herrn Buchner wurden sie aufgefordert, mit ihren Laternen durch die Stadt nach Hause oder zu ihren Autos zu gehen und so das Licht des Friedens in die Welt hinaus zu tragen.

Musikalisch untermalt wurde die Kundgebung durch Musiker mit den verschiedensten Instrumenten, von Trompete über Gitarre bis zum Dudelsack war alles dabei. Nach zwei Stunden wurde die Kundgebung ohne Zwischenfälle vom Veranstalter beendet, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass in 14 Tagen wieder eine Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen am gleichen Ort stattfinden wird.

Pressemitteilung der Querdenker 861

Kommentare