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Ein Hauch von Las Vegas: Spontan-Hochzeiten am Donnerstag in Traunstein möglich

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Von: Sebastian Aicher

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Man kennt es aus den sogenannten „Wedding-Chapels“ in der US-Amerikanischen Metropole Las Vegas: Dort können sich Menschen ohne Voranmeldung das Ja-Wort geben. Am Donnerstag (23. März) ist das auch in der evangelischen Auferstehungskirche in Traunstein möglich. Das steckt hinter der Aktion:

Traunstein – „Einfach heiraten“ heißt es am Donnerstag (23. März) in insgesamt 13 bayerischen Städten. Unter diesem Motto der evangelisch-lutherischen Landeskirche können sich Menschen spontan und ohne Voranmeldung das kirchliche Ja-Wort geben – unter anderem in Traunstein.

Bereits im Vorfeld der Aktion kündigten sich Angaben der Kirchengemeinschaft zufolge im ganzen Freistaat etwa 130 Paare an, obwohl eine Voranmeldung nicht nötig war. Neben der Spontanität dürfte wohl eine weitere Tatsache zum regen Interesse an der ungewöhnlichen Aktion beigetragen haben. Denn: Kommen darf, wer will.

Egal ob evangelisch oder nicht: Jeder ist willkommen

„Der Segen Gottes ist an keine Vorbedingung geknüpft“, betonten die Verantwortlichen im Vorfeld. Unabhängig davon, ob das Paar bereits standesamtlich verheiratet ist, welche sexuelle Identität die Beteiligten haben oder ob sie gar nicht der Kirche angehören, wird der Segen nach einem Kennenlerngespräch mit der Pfarrkraft zugesprochen. „Stressfrei und ohne Tamtam“, hieß es dazu außerdem kurz und knapp in einer entsprechenden Einladung.

Auf die Zeremonie selbst trifft das „ohne Tamtam“ allerdings nicht zu: Die Kirchen wurden extra für die Spontan-Hochzeiten festlich geschmückt – auch die obligatorische Orgelmusik darf während der rund 20-minütigen Feier natürlich nicht fehlen. Sogar für einen Sektempfang nach der Trauung ist gesorgt.

Zeremonie ersetzt natürlich nicht die standesamtliche Eheschließung

Insgesamt 50 Pfarrer stehen teils bis spät in den Abend hinein bereit, um diesen für die Kirche neuen Weg zu beschreiten. Doch die Segensfeier ersetzt trotzdem nicht die standesamtliche Eheschließung. Wer die kirchliche Trauung in den Kirchenbüchern stehen haben will, kann die standesamtliche Urkunde aber nachreichen. Dann muss jedoch auch einer der Eheleute evangelisch sein.

aic mit Material der dpa

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