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Gemeinsame Arbeit und Miteinander im Fokus in Unterwössen

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Der Vorsitzende Johannes Weber (links), zugleich Zweiter Bürgermeister, verabschiedete Otto Dufter (rechts), nach sechs Jahren aus dessen Amt als einem seiner drei Stellvertreter. Dufter, der sich vor dem Hintergrund seiner Ende 2022 übernommenen Aufgabe als Mitglied im Ausschuss des Chiemgau-Alpenverbandes für Tracht und Sitte e.V. gestiegenen zeitlichen Bindungen ausgesetzt sieht, kandidierte nicht mehr erneut für das Amt eines Stellvertretenden Vorsitzenden und zieht sich damit aus der ersten Reihe der Kommunalpolitik in Wössen zurück. Johannes Weber dankte Otto Dufter für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Der Vorsitzende Johannes Weber (links), zugleich Zweiter Bürgermeister, verabschiedete Otto Dufter (rechts), nach sechs Jahren aus dessen Amt als einem seiner drei Stellvertreter. Dufter, der sich vor dem Hintergrund seiner Ende 2022 übernommenen Aufgabe als Mitglied im Ausschuss des Chiemgau-Alpenverbandes für Tracht und Sitte e.V. gestiegenen zeitlichen Bindungen ausgesetzt sieht, kandidierte nicht mehr erneut für das Amt eines Stellvertretenden Vorsitzenden und zieht sich damit aus der ersten Reihe der Kommunalpolitik in Wössen zurück. Johannes Weber dankte Otto Dufter für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. © Klaus Hellmich

Für die diesjährige Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Wössen der Christlich-Sozialen Union in Bayern e.V. standen neben Berichten vor allem die Neuwahlen der Vorstandschaft auf der Tagesordnung.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Unterwössen - Der Feststellung der form- und fristgerechten Ladung folgte die Eröffnung und Begrüßung. Vorsitzender Johannes Weber freute sich den Vorsitzenden des Ortsverbandes Marquartstein Martin Riedl, zugleich dort Gemeinderatsmitglied und Sprecher der Gemeinderatsfraktion des dortigen Ortsverbandes, sowie den Vorsitzenden des Ortsverbandes Übersee Jan Kühne begrüßen zu dürfen. Die beiden Gäste aus den Nachbarortsverbänden betonten in ihrem Grußwort die hervorragende Zusammenarbeit der sieben Ortsverbände des Achentals und dabei gerade auch mit dem Wössener Ortsverband und seinem Vorsitzenden.

m Rahmen der anschließenden dem Totengedenken gewidmeten Schweigeminute wurde in besonderer Weise der beiden im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Hans-Michael Heser und Rosemarie Pathé gedacht. Heser war dabei ehemaliger Vorsitzender des Verbandes und in dieser Funktion Vorgänger von Hans Haslreiter. Pathé engagierte sich über viele Jahre hinweg bei der Frauen-Union, auf Kreisebene und auch als langjährige Vorsitzende des Ortsverbandes Wössen/Achental.

Da Neuwahlen durchzuführen waren, folgte als nächstes die Bildung eines Wahlausschusses. Johannes Weber schlug für das Wahlausschussteam als Vorsitzenden Martin Riedl und als dessen Stellvertreter und Schriftführer Jan Kühne sowie als Beisitzer und Helfer Klaus Hellmich vor. Diesem Vorschlag entsprach die Versammlung einstimmig.

Arbeitsbericht des Vorsitzenden

Der Wahlleiter Martin Riedl gab nach seinem Überblick über das Wahlgeschehen das Wort an den Vorsitzenden Johannes Weber für dessen Arbeitsbericht zurück. Weber blickte auf die Veranstaltungen des Ortsverbandes und Teilnahmen an Veranstaltungen seitens der Mitglieder im vergangenen Jahr zurück. Er listete chronologisch auf.

Im April 2022 das Treffen und den Meinungsaustausch mit dem - damals designierten, nun gewählten - Landtagsdirektkandidaten Konrad Baur, im Anschluss an die Eröffnung des ersten Wössner Skulpturenpfades. Baur nahm an der Eröffnung in seiner Funktion als Vorsitzender der Kunst- und Kultureinrichtung „Heimathaus Traunstein e.V.“ teil.

Im April 2022 folgte die erneute Beteiligung am Blühflächenpatenschaftsprojekt „Blühender Landkreis Traunstein“ und die Übernahme von Patenschaften. Wieder fanden sich die Patenschaftsflächen in der Achental-Gemeinde Übersee bei Landwirt Christian Maier und dessen Vater Landwirt Hans Maier, seines Zeichens Mitglied der Vorstandschaft des Ökomodell Achental e.V. und der Vorstandschaft des CSU-Ortsverbandes Übersee.

Im Juli 2022 fanden dann die Neuwahlen der Vorstandschaft des Kreisverbandes Traunstein der Kommunalpolitischen Vereinigung statt. Diesem Verband gehören rund 250 Mitglieder im Landkreis an. Aus Wössen Erster Bürgermeister Ludwig Entfellner, Zweiter Bürgermeister Johannes Weber, die Gemeinderatsmitglieder Matthias Schweigl, Thomas Ager, Philip Spanier, Andrea Größ, Martin Nieß, Katharina Wagner und ferner Bartholomäus Irlinger. Zweiter Bürgermeister Johannes Weber wurde auf Vorschlag des Ersten Bürgermeisters der Gemeinde Ruhpolding Justus Pfeifer in die von diesem als neuem Vorsitzenden geführte Vorstandschaft gewählt.

Im Juni 2022 wurde der 70. Geburtstag des aktiven Mitglieds und ehemaligen Zweiten Bürgermeisters der Gemeinde Unterwössen, ehemaligen Kreistagsmitglieds, Vorsitzenden der Elektrizitätswerk Oberwössen eG und Hauptmann der Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental Georg Haslberger gefeiert. Zudem im Juli 2022 der 75. Geburtstag von Hermann Minisini. Minisini ist neben seinem Amt als Stellvertretender Ortsvorsitzender auch Vorsitzender des Vereins für Gartenbau und Landespflege Unterwössen e.V. Er war von 2009 bis 2015 Ortsvorsitzender, von 2014 bis 2020 Gemeinderatsmitglied und Sprecher der Gemeinderatsfraktion des Ortsverbandes. Außerdem gehörte er sechs Jahre lange der Kirchenverwaltung der Katholischen Pfarrei St. Martin Unterwössen an.

Im Juli 2022 fand auch der gut besuchte Regionalstammtisch der sieben CSU-Ortsverbände des Achentals im Hefterstadl in Grassau, mit dem damals designierten, nun als solchem gewählten Landtagskandidaten Konrad Baur statt.

Im September 2022 konnte die Besichtigung der Blühflächen in Übersee, gemeinsam mit Hans Maier, durchgeführt werden. Auch wurde sich im September 2022 an der landesweit durchgeführten gemeinsamen Aktion von CSU, Junger Union und Schüler Union zum Schulanfang, der sog. „Schulanfangsplakataktion“ beteiligt. Die Aktion wird dabei alljährlich von diesen Verbänden und ihren Untergliederungen auf Landes-, Bezirks-, Kreis- und Ortsebene bereits seit Mitte der 1980er Jahre, also traditionell durchgeführt. Ziel der Aktion ist es in den Schulanfangswochen das Bewusstsein vor allem motorisierter Verkehrsteilnehmer für den Schulbeginn und die damit einhergehende Teilnahme von Schulkindern als Fußgänger und Radfahrer zu schärfen. 

Im September 2022 konnte der 75. Geburtstag der Ehrenbürgerin, ehemaligen Gemeinderätin, ehemaligen Stellvertretenden Ortsverbandsvorsitzenden und ehemaligen langjährigen Vorsitzenden des Wössner Regenbogen e.V. Adelheid Meirer gefeiert werden.

Ende September 2022 fand die Delegiertenversammlung im Saal des Wirtshauses d‘Feldwies in Übersee statt, die die Wahl von Konrad Baur zum Landtagsdirektkandidaten des CSU-Kreisverbandes Traunstein für den gleichnamigen Stimmkreis brachte.

Im Oktober 2022 fand unter Federführung und Organisation aus Wössen die gemeinsame Sitzung der Mitglieder der Vorstandschaften und Gemeinderatsfraktionen der sieben CSU-Ortsverbände des Achentals in der Achental Halle im Alten Bad in Unterwössen statt. Diese widmete sich mit Fachvorträgen und Diskussion dem Thema „Nutzung erneuerbarer Energien im Achental - Sachstand, Potentiale und Nutzungsmöglichkeiten“. Die Veranstaltung war mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Kommunalpolitik, Behörden und Einrichtungen sehr gut besucht. Nach dreijähriger „Corona-Pause“ konnte im November 2022 das Traditionelle Schafkopfrennen des Ortsverbandes in der Schießstatt der Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental e.V. veranstaltet werden.

Im Januar 2023 war zum traditionellen Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes im Chiemseer Wirtshaus z‘Chieming geladen, erstmals wieder nach drei Jahren „Coroan-Pause“.

In seinem Arbeitsbericht konnte Weber auch auf Sitzungen der Vorstandschaft und der Gemeinderatsfraktion verweisen.

Vorausschau auf 2023

n der Veranstaltungsvorschau für das Jahr 2023 sieht Weber die Fortsetzung der im Jahr 2018 begonnenen Ortsterminsreihe, die Einrichtungen der kommunalen Daseinsvorsorge in den Blick nimmt. Er übergab hierzu das Wort an seinen Stellvertreter Hermann Minisini. Dieser wusste zu berichten, dass seit der Initiierung durch Weber unter dessen Organisation bisher bereits rund 20 Termine stattgefunden haben. So etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberwössen, bei der Freiwilligen Feuerwehr Unterwössen, dem Wasserbeschaffungsverband Oberwössen, der Elektrizitätswerk Oberwössen eG, der Grund- und Mittelschule Unterwössen, der Musikschule Wössen und dem Katholischen Pfarrkindergarten St. Martin Unterwössen. Auch das Naturdenkmal Eglsee und das Naturwaldreservat Vogelspitz wurden besichtigt. Minisini ging auf die anstehenden, geplanten nächsten Termine ein.

Johannes Weber konnte außerdem die geplante gemeinsame Veranstaltung mit dem Ortsverband der Freien Wähler Wössen und dem SPD-Ortsverein Oberes Achental bekanntgeben. Nach der bereits drei Mal erfolgten, einmal jährlichen gemeinsamen Veranstaltung im Bürgerforum Wössen, wird es auch in diesem Jahr - nach drei Jahren „Corona-Pause“ - eine erneute überparteiliche Veranstaltung geben.

Außerdem wies Weber auf die anstehende Kreisdelegiertenversammlung des CSU-Kreisverbandes Traunstein Ende April 2023 hin, die Neuwahlen der Kreisvorstandschaft bringen werde. Neben der erneuten Beteiligung an der Schulanfangsplakataktion steht der Herbst im Zeichen der Landtags- und Bezirkstagswahlen.

Arbeit von Bürgermeister, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung

Johannes Weber streifte auch kurz einige der Aussagen des mittlerweile mit drei Ausgaben erschienenen Meinungsblatts des Ortsverbandes Unterwössen von Bündnis 90/Die Grünen.

Zitiert seien zur Veranschaulichung an dieser Stelle einige der in diesen drei Ausgaben des Mitteilungsblatts getroffenen Aussagen. So ist in einem Beitrag in der dritten Ausgabe des Blatts etwa zu lesen „ „nach altem Stil“ Entscheidungen nicht transparent getroffen werden und Gemeinderäte nur noch zum Abnicken benötigt werden“, „Der Bürgermeister [...] für ihn nur noch diese, seine Meinung gilt und er die erwünschte Neutralität aufgibt“, „Zusammenfassend bleibt [...] die Erkenntnis: in Verkehrsfragen hat sich im Rathaus der ungute Brauch eingebürgert, ungeliebte Anträge nicht ergebnisoffen zu diskutieren, sondern sich hinter einer „unanfechtbaren“ Stellungnahme der hiesigen Polizeidirektion zu verschanzen.“, „wäre es nicht an der Zeit, das bei uns immer noch geübte altertümliche Obrigkeitsdenken über Bord zu werfen und mit diesem auch gleich die „altbewährten“ Verkehrsplaner“. In einem anderen Beitrag der dritten Ausgabe des Blatts ist zu lesen „Auf den Bürgerversammlungen, die ich bisher besuchte [...] wurde immer geschimpft, manchmal gestritten [...]. Ich war neugierig, wie das hier in Wössen abläuft. Es waren viele Menschen in der Versammlung.

Überwiegend aus der dörflichen Urbevölkerung [...]. Weitere Wortmeldungen gab es nicht. Vielleicht auch, weil sich der eine oder andere nicht vor zum Bürgermeister ans Mikrofon getraut hat? Gelernt habe ich, dass in Wössen nicht diskutiert wird [...]“. Weiter steht in einem anderen Beitrag der dritten Ausgabe des Blatts geschrieben „wollen wir [...] hier [...] einen Rückblick über die letzten zwei Jahre geben, in denen unsere drei Gemeinderäte fortwährend Anträge [...] in den Gemeinderat eingebracht [...] haben. [Auflistung vorgeblicher Anträge] [...] Anträge der anderen Fraktionen im gesamten Zeitraum seit März 2020: CSU 20.07.2021: Modernisierung des Skaterplatzes[,] Prüfung der Beschaffung eines geeigneten Geländes für die Errichtung eines Pump Tracks“. In der zweiten Ausgabe des Blatts ist zudem etwa die Sprache von  „Jammertal“, „Durch die offensichtliche Untätigkeit der Gemeinde sah sich lobenswerterweise die CSU-Fraktion gezwungen [...] ihren ersten eigenen Antrag dieser Wahlperiode zur Abstimmung einzubringen. Leider wurde dann eine recht zerfranste Diskussionsrunde daraus, die sich auf eine Stoffsammlung beschränkte, die der Bürgermeister dankend als „Anregungen“ auf seine lange Bank mitnahm.“, sowie „Wössner Absurdistan“.

Johannes Weber deutlich: „Derlei Aussagen muss entschieden widersprochen werden! Vorangestellt: Unser Erster Bürgermeister und die Verwaltung machen einen super Job! Gewissenhaft und gemeinwohlorientiert! Das gilt in gleicher Weise für die Kolleginnen und Kollegen aus dem Gemeinderat und der Verwaltung!“.

Er führte weiter aus: „Demokratie bedeutet das Ringen um die bestmögliche Lösung mit an der Findung dieser Lösung und damit an der Sache orientierter Diskussion. Die Lösung muss dabei auch mehrheitsfähig sein. Demokratie heißt aber nicht die eigene Meinung absolut über die der anderen zu stellen! Es heißt auch nicht, den anderen ihr Engagement und die Gewissenhaftigkeit ihrer Arbeit in Abrede zu stellen!“.

Weber weiter: „In den Aussagen anklingende Vorwürfe etwa in Richtung „die anderen Gemeinderatsmitglieder, die Bürgermeister oder die Verwaltung machen sich keine Gedanken, tragen nichts bei“ entbehren jeder Grundlage. Das Gegenteil dieses Anklangs ist der Fall! Gerade deshalb wird Nicht-Zielführendes im Rahmen von demokratischen Abstimmungen auch abgelehnt. Dabei gilt: Die Qualität der politischen Arbeit bestimmt sich mit Sicherheit nicht nach der bloßen Anzahl gestellter Anträge. Alle Mitglieder des Gemeinderats, die Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung durchdenken die von ihnen zu treffenden Entscheidungen sorgfältig und bringen sich mit ihren Ideen und Meinungen ein, setzen sich dafür ein gute Lösungen für Wössen zu finden!“.

Er schloss: „Es bleibt eine Stilfrage: Streit um des Streit willens lähmt und bringt mit Sicherheit nichts vorwärts! Ein solches Herangehen findet auch im demokratischen Gedanken keine Verankerung.“

Der Ortsverbandsgeschäftsführer Dr. Florian Lesmeister schloss sich den Ausführungen an. Lesmeister ergänzte, dass während von einigen pauschal viel schlecht geredet aber wenig bewirkt werde, würde die weit überwiegende Mehrheit weitgehend „geräuschlos“ und „still“, dafür aber sachlich und konstruktiv arbeiten und dabei „wirklich etwas bewegen“.

Berichte aus der Fraktion, über die Mitgliederentwicklung und die Kasse

In ihrem Bericht über die Arbeit der Gemeinderatsfraktion des Ortsverbandes listete deren Sprecherin Katharina Wagner zunächst deren Sitzungen auf. Sie konstatierte, dass die Sitzungshäufigkeit im Vergleich zur letzten Gemeinderatswahlperiode deutlich gestiegen sei. Inhaltliche Schwerpunkte der Fraktionssitzungen waren neben allgemeinem Austausch und Diskussion zu aktuellem Geschehen im Speziellen unter anderem die Themen „Bezahlbarer Wohnraum“, „Engagement der Wohnungsbaugesellschaften BayernHeim (Freistaat Bayern) und der Wohnungsbau GmbH (Landkreis Traunstein, Chiemgau GmbH, Zweckverband Heimat Chiemgau) in der Region“ sowie das Thema des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Region mit in Aussicht gestellten Förderungen des Landkreises bzw. Freistaats, etwa für Rufbusprojekte der Gemeinden.

In seinem Bericht über die Mitgliederentwicklung freute sich der Vorsitzende Weber über deren Stabilität. Auch deshalb stehen dem Ortsverband zukünftig statt sechs Delegierter wie bisher, nun acht Delegierte zu, wie sich auch im Rahmen der Neuwahlen bemerkbar machte.

Der Bericht des Schatzmeisters Markus Guggenbichler wies im Vergleich zu den Vorjahren mehr Positionen auf.

Neuwahlen der Vorstandschaft, der Kassenprüfer und der Delegierten sowie Ersatzdelegierten

Dann folgten die Neuwahlen. Für das Amt des Vorsitzenden schlug der Stellvertretende Vorsitzende und Erste Bürgermeister Ludwig Entfellner Johannes Weber, im gemeindlichen Zweiter Bürgermeister, vor, der „mit unermüdlichem Einsatz arbeitet“. Diesem Vorschlag folgten die Wahlberechtigten mit einstimmigem Votum. Für Weber, der im Jahr 2015 mit Anfang zwanzig bereits zum Vorsitzenden gewählt wurde, bedeutet dies den Beginn seiner fünften Wahlperiode als Vorsitzender.

Eine Veränderung brachten die Wahlen der Stellvertreter. Nachdem der Vorsitzende des Wahlausschusses Martin Riedl zur Abgabe von Vorschlägen für die drei Stellvertreter aufgerufen hatte, wurde bekannt, dass Otto Dufter nach drei Wahlperioden, also sechs Jahren, für keine weitere Amtszeit als Stellvertretender Vorsitzender und auch für kein anderes Amt in der Vorstandschaft mehr kandidieren werde. Er ziehe sich somit aus der ersten Reihe der aktiven Kommunalpolitik zurück. Es falle ihm nicht leicht. Sein anderweitiges ehrenamtliches Engagement fordere ihn zeitlich aber bereits in großem Maße. Nachdem Otto Dufter im Jahr 2017 den Vorsitz des Trachtenvereins d‘Achentaler Unterwössen übernommen hatte, rückte er Ende vergangenen Jahres als Beisitzer in die Vorstandschaft des Chiemgau Alpenverbandes für Tracht und Sitte e.V., also als Mitglied in den Gauausschuss nach.

Der Vorsitzende Johannes Weber ging auf das Engagement von Otto Dufter ein: „ „Es sind die Personen, die Dinge verändern“, hat Otto gern ein Sprichwort zitiert. Veränderung kann dabei Veränderung zum Positiven aber auch Veränderung zum Negativen bedeuten. Es kommt also auf die „richtigen“, jedenfalls „geeigneten“ Personen an, um eine positive Veränderung zu erhalten. Solcher Personen bedarf es dabei aber nicht nur um - wie der Spruch besagt - Dinge positiv verändern zu können, sondern auch um gut funktionierende Dinge am Laufen zu halten. Und bei diesen beiden Aspekten spielen ehrenamtlich, gemeinnützig und sozial Engagierte eine wichtige Rolle.“.

Weber weiter: „Ich darf mich an dieser Stelle bei Dir, lieber Otto, für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit über die letzten Jahre hinweg herzlich bedanken!. Es war eine erfolgreiche und gute Zeit!“.

Otto Dufter merkte an, dass er den Schritt des Rückzugs aus dem Stellvertreteramt und damit aus der ersten Reihe der Kommunalpolitik auch guten Gewissens gehe, weil er wisse, dass der Verband sehr gut aufgestellt sei und es seiner Überzeugung nach auch sehr gut weitergehe.

Johannes Weber schlug sodann als Stellvertretende Vorsitzende vor zum Einen die beiden bisherigen, nämlich Ersten Bürgermeister der Gemeinde Unterwössen und Vorsitzenden der Deutschen Alpensegelflugschule Unterwössen e.V. Ludwig Entfellner sowie Oberst der Bundeswehr a.D. und Vorsitzenden des Vereins für Gartenbau und Landespflege Unterwössen e.V. Hermann Minisini, zum Anderen und dabei erstmals Katharina Wagner, die Sprecherin der Gemeinderatsfraktion des Ortsverbandes, die bisher das Amt der Digitalbeauftragten bekleidete. Diese Wahl brachte für Entfellner ein einstimmiges, für Minisini und Wagner ein nahezu einstimmiges Ergebnis.

Weiterhin gehören der Vorstandschaft für die nächsten zwei Jahre, jeweils durch einstimmige Wahl berufen, an der bisherige Schatzmeister Markus Guggenbichler in selber Position, der bisherige Schriftführer Michael Schatzl ebenfalls wiedergewählterweise, der Digitalbeauftragte Klaus Hellmich der in dieser Stellung Katharina Wagner nachfolgt, sowie der Geschäftsführer Dr. Florian Lesmeister, der das Amt schon die vergangene Amtsperiode bekleidete. Weitere Mitglieder der Vorstandschaft (Beisitzer) sind und dabei allesamt einstimmig wiedergewählt Gemeinderatsmitglied und Stellvertretende Vorsitzende des Trachtenvereins d‘Achentaler Unterwössen e.V. Andrea Größ, Geschäftsführerin des Wössner Regenbogen e.V. Constanze Lüssow, Andreas Weber, Gemeinderatsmitglied und Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Wössen e.V. Philip Spanier, Gemeinderatsmitglied und Kapellmeister der Musikkapelle Wössen Martin Nieß sowie der Schatzmeister des Sportvereins Unterwössen e.V. und Vorsitzende des neu gegründeten Wössner Kinder- und Jugendfördervereins e.V. Stephan Fuchs.

Als Kassenprüfer einstimmig bestätigt wurden der ehemalige Vorsitzende des Vorstands der Landesbank Hessen-Thüringen Dr. Günther Merl und Mitglied der Kirchenverwaltung der Katholischen Pfarrei St. Martin Unterwössen sowie dortige Kirchenpfleger Josef Brandstetter.

Zu Delegierten des Ortsverbandes wurden statt wie bisher sechs, nunmehr erstmals acht gewählt. Es sind dies: Johannes Weber (Zweiter Bürgermeister), Ludwig Entfellner (Erster Bürgermeister), Hermann Minisini, Dr. Florian Lesmeister, Katharina Wagner, Andreas Weber, Bartholomäus Irlinger und Michael Schatzl.

Als Ersatzdelegierte (ebenso acht Personen, statt wie bisher sechs) wurden gewählt:, Dr. Günther Merl, Klaus Hellmich, Hans Haslreiter (Altbürgermeister), Andrea Größ, Constanze Lüssow, Hans Höglauer, Otto Dufter, Adelheid Meirer (Ehrenbürgerin).

Bericht über gemeindliche Entwicklungen

In ihrem gemeinsamen Bericht zur gemeindlichen Entwicklung sahen der Erste Bürgermeister Ludwig Entfellner und der Zweite Bürgermeister Johannes Weber die Sanierung und umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen der Grund- und Mittelschule Unterwössen, den Neubau der Mittagsbetreuung an der Turnhalle sowie die Sanierung, Erneuerung und Erweiterung des Kindergartens St. Martin in Zusammenarbeit mit der Katholischen Pfarrei St. Martin Unterwössen.

Heraus hoben beide die Überführung der Wasserversorgung in gemeindliche Hand. Ein langjähriges Gemeinderatsmitglied bezeichnete laut beiden diese Überführung im Hinblick darauf, dass eine solche in vergangenen Jahrzehnten mehrfach gescheitert sei, als „Jahrhundertprojekt“, das glücklich stimmen sollte. Gestiegene rechtliche Vorgaben und hohe Hürden für den Erhalt staatlicher Förderungen waren mit prägende Umstände. Die Überführung sei dabei reibungslos und gut gelungen. Entscheidend dafür sei eine offene und konstruktive Herangehensweise beider Seiten, sowohl der bisherigen Gesellschafter, als auch der Gemeinde und ihrer jeweiligen Verhandlungspersonen und Berater gewesen, zeigten sich Entfellner und Weber überzeugt. Dank und Anerkennung dafür, aber auch für die bisherige gute Bewerkstelligung der Wasserversorgung wurde durch Entfellner und Weber an die ehemaligen Gesellschafter und Verantwortlichen ausgesprochen.

Weiteres Thema war die Versorgung vor allem der älteren Bürgerinnen und Bürger mit Angeboten der Pflege und Betreuung.

Dabei ist zu beachten, dass die Gemeinde „lediglich“ die Bauleitplanung durchführt, also Baurechte schafft. Die Schaffung solcher läuft in einem gesetzlich geordneten Bauleitplanverfahren ab, das allen Betroffenen und auch weiteren Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit zur Beteiligung, Stellungnahme und Äußerung von Meinungen gibt.

Es gehöre zur Verantwortung der Entscheidungsträgerinnen und -träger auf Seiten der Gemeinde (die Bürgermeister, den Gemeinderat und die Verwaltung) gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, sich Gedanken zu machen über die zukünftige und gesicherte Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Angeboten der Pflege und Betreuung. Dem pflichtete Dr. Florian Lesmeister bei, der Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Kinik- und Notarzt einbrachte. Er sah gerade auch den Bedarf nach Angeboten der Teilzeitpflege und der ambulanten Pflege. Auch Angebote der Betreuung Demenz- und Alzheimer-Erkrankter gewännen immer mehr an Bedeutung.

Ein Altenheim, ein Pflegeheim ist dabei weit mehr, als der Name auszudrücken vermag, so der Zweite Bürgermeister Johannes Weber: „Es geht stets um mehr als ein Heim für pflegebedürftige Menschen, es geht um Heimat für pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger, einen Ort an dem man geborgen ist und gut umsorgt wird.“.

Wichtig zu betonen ist auch, dass durch die bisherigen Angebote der Pflege und Betreuung in Unterwössen wichtige, wertvolle und gute Arbeit geleistet wird. Es wird die Zukunft zeigen, welche Angebote wie von den Ausführenden weiter aufrechterhalten werden und welche Angebote von der Bevölkerung wie genutzt werden.

Pressemitteilung Klaus Hellmich, Unterwössen

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