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Verteidigung wollte Freispruch

Urteil gefallen: Waldkraiburger Busfahrer (56) vergewaltigte Kinder aus Kreis Rosenheim

Traunstein/Waldkraiburg/Landkreis Rosenheim – Im Prozess gegen einen 56-jährigen Busfahrer aus Waldkraiburg wurde heute endlich das Urteil gesprochen.

Update, Mittwoch (25. Januar), 10.15 Uhr – Urteil gefallen

Im Prozess um die Vergewaltigung dreier Buben aus dem Kreis Rosenheim ist das Urteil nun gefallen: Der Mann aus Waldkraiburg ist schuldig des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in zwölf Fällen. Der 56-Jährige muss für neun Jahre ins Gefängnis.

Der Angeklagte blieb bei der Urteilsverkündung durch die Vorsitzende Richterin Heike Will erneut völlig ruhig. Bis zuletzt leugnete er die Übergriffe an den drei Kindern, sein Verteidiger forderte Freispruch. Doch schon im Laufe der dreimonatigen Verhandlung ermittelte die Polizei weitere Fälle des sexuellen Missbrauchs, die der Mann begangen haben soll.

In weiteren neun angeklagten Fällen des sexuellen Missbrauchs wurde der Waldkraiburger freigesprochen. Zur ausführlichen Begründung des Urteils wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen – zum Schutz der Geschädigten. Denn Richterin Will argumentiert in der Urteilsbegründung wohl auch mit Aussagen der Buben, deren Vernehmung vor Gericht ebenfalls nichtöffentlich war.

Für das Traunsteiner Landgericht steht damit fest, dass er die Kinder – zur Tatzeit bis zu 13 Jahre alt – an verschiedenen Orten im Landkreis Rosenheim vergewaltigt hat. Die Taten spielten sich zwischen 2019 und 2021 ab. Der 56-Jährige lernte sie als Busfahrer kennen, knüpfte so die Kontakte, teils auch zu den Eltern. Mit Drohungen, Geld und Zigaretten habe er sich die Kinder gefügig gemacht. Ob das Urteil rechtskräftig wurde, war am Mittwochmorgen noch nicht zu erfahren. 

Vorbericht

Nach über drei Monaten Verhandlung wird im Prozess gegen einen 56 Jahre alten Mann aus Waldkraiburg am heutigen Mittwoch (25. Januar) ein Urteil gesprochen. Er soll zwischen 2019 und 2021 immer wieder drei Buben vergewaltigt haben. Zwei waren damals 13 Jahre alt, einer erst neun. Der Mann lernte die Kinder im Rahmen seiner Arbeit als Busfahrer im Landkreis Rosenheim kennen. Mit dem Urteilsspruch am Landgericht Traunstein wird gegen 9.30 Uhr gerechnet. Wir berichten aktuell.

Vergewaltigung von Kindern durch Busfahrer? Urteil am Landgericht Traunstein

Zuletzt wurden die Plädoyers gehalten - sie lagen himmelweit auseinander: Die Staatsanwaltschaft forderte 13 Jahre Haft für den Mann - wegen 21 Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Verteidiger Andreas Knoll plädierte dagegen auf Freispruch. Sein Mandant vertrat vom Prozessbeginn an die Meinung, dass eine „Falle“ der beteiligten Eltern hinter den Vorwürfen stecke: „Ich bin nur meiner Arbeit nachgegangen und habe keine Kinder angefasst“, so der Waldkraiburger. Die Vorwürfe bezeichnete er als „Lüge“.

Die Staatsanwaltschaft ist dagegen der Meinung, dass der 56-Jährige sich die Buben sogar mit Drohungen, Geld und Zigaretten gefügig gemacht habe. „Auch forderte der Angeklagte das Kind fortwährend auf, die WhatsApp-Chats auf seinem Handy zu löschen, um seine Taten zu verdecken“, hieß es in der Anklage. Einer der damals 13-jährigen Buben übernachtete an vielen Wochenenden auch beim Angeklagten und seiner Frau zuhause - das gab er auch selbst zu. Angeblich, weil das Kind seine Tochter besuchen und von seinem eigenen Elternhaus weg wollte.

Weil der Angeklagte bei seinem hartnäckigen „Nein“ blieb, mussten auch die betroffenen Kinder vor Gericht bereits zweimal vernommen werden. Für Aufsehen sorgte außerdem der Prozesstag am 23. November vorigen Jahres: Der Waldkraiburger musste zwischenzeitlich aus der Untersuchungshaft entlassen werden und war deswegen nur noch mit elektronischer Fußfessel unterwegs. Doch an jenem Verhandlungstag wurde er im Gerichtssaal erneut von der Polizei festgenommen und inhaftiert: Es lag ein neuer Haftbefehl gegen den Mann vor - wieder wegen schweren sexuellen Missbrauchs.

xe

Rubriklistenbild: © Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

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