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Mittelstandsunion der CSU gibt Antworten

Welche Auswirkungen hat der Ukraine-Krieg auf die Wirtschaft in der Region?

Ehrung für langjähriges Engagement im Vorstand der CSU-Mittelstandsunion im Landkreis Traunstein (von links): Vorsitzende Anna Marx, Dieter Wolfmeier (17 Jahre), Georg Junkert (17 Jahre), Vorstandsmitglieder Sepp Daxenberger und Petra Fürst-Zimmermann sowie Florian Binder (22 Jahre). Es fehlen die beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Andreas Hallweger (acht Jahre) und Werner Gebhart (fünf Jahre).
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Ehrung für langjähriges Engagement im Vorstand der CSU-Mittelstandsunion im Landkreis Traunstein (von links): Vorsitzende Anna Marx, Dieter Wolfmeier (17 Jahre), Georg Junkert (17 Jahre), Vorstandsmitglieder Sepp Daxenberger und Petra Fürst-Zimmermann sowie Florian Binder (22 Jahre). Es fehlen die beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Andreas Hallweger (acht Jahre) und Werner Gebhart (fünf Jahre).

Wie beeinflusst der Ukrainekrieg die Wirtschaft im Landkreis Traunstein? Die Mittelstandsunion der CSU präsentierte in ihrer Jahreshauptversammlung in Seebruck eine aktuelle Firmenumfrage.

Seebruck – Welche Auswirkungen hat der Ukrainekrieg auf die mittelständische Wirtschaft im Landkreis? Die Ergebnisse einer Umfrage zu diesem Thema im Landkreis präsentierte die CSU-Mittelstandsunion (MU) in ihrer Jahreshauptversammlung im Hafenwirt in Seebruck. Neben der Neuwahl des Vorstands standen auch die Ehrung langjähriger Vorstandsmitglieder und ein Rückblick auf das vergangene Jahr an. Als designierter Direktkandidat der CSU für die kommende Landtagswahl stellte sich CSU-Kreisgeschäftsführer Konrad Baur aus Traunstein vor.

Unter seiner Leitung erfolgten dann die Neuwahlen des Vorstands. Bestätigt wurden Anna Marx als Vorsitzende sowie Petra Fürst-Zimmermann, Josef Daxenberger, Thomas Breyer und Claus Egger als Stellvertreter, Ulrike Kecht als Schatzmeisterin, Inge Hack und Markus Fröschl als Kassenprüfer sowie Barbara Irl als Schriftführerin. Neu gewählt wurde in die Runde der acht Beisitzer Michael Lorenz, stellvertretender Bürgermeister und Ortsvor-sitzender der CSU in Inzell. Ebenso per Wahl bestimmt wurden die Delegierten für die Bezirks- und Landesversammlung sowie deren Stellvertreter.

Fachkräfteangebot für Chiemgau sichern

In ihrem Rückblick erinnerte Anna Marx an den intensiven Austausch beim Online-Stammtisch mit Dr. Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayeri-schen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bay-ern und Mitglied des MU-Landesvorstands, unter an-derem über steuerrechtliche Themen. Ein Höhepunkt war auch im April die Betriebsbesichtigung in der Schreinerei Daxenberger in Seeon mit der Vorstellung des Projekts „Patch.Work“. In einem als Dreiseithof ge-planten modernen Gebäudekomplex in Holzbauweise soll dabei eine innovative Arbeits- und Bürogemein-schaft auf 1800 Quadratmeter Nutzfläche entstehen.

Als kreative Plattform und Coworking-Space für Unter-nehmertum und zeitgemäße Formen des Zusammen-arbeitens sollen sich dort Existenzgründer, Start-ups, Unternehmer und Freiberufliche einmieten und mitei-nander in Kontakt kommen können. Das Projekt soll die Innovationskraft und das Fachkräfteangebot für den Chiemgau sichern und die Möglichkeit einer stärkeren Vernetzung von Firmen mit den Metropolregionen in Salzburg und München eröffnen.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand der Mittelstandsunion lobte die Vorsitzende Florian Binder (22 Jahre), Georg Junkert (17 Jahre), Dieter Wolfmeier (17 Jahre), Andreas Hallweger (acht Jahre) und Werner Gebhart (fünf Jahre) für ihr langjähriges Engagement und überreichte ein kleines Präsent.

Als Neumitglieder im Kreisverband begrüßte Marx neben Michael Lorenz auch die Brüder Osterhammer aus Palling. Aktuell hat der Kreisverband 85 Mitglieder. Als designierter Direktkandidat der CSU für die Land-tagswahl im kommenden Jahr stellte sich Konrad Baur aus Traunstein vor.

Umfrage zu den Kriegs-Auswirkungen

Der 34-Jährige arbeitet als Projektleiter für Softwareentwicklung und Onlinemarketing und will sich für die Themen Digitalisierung, erneuerbare Energien und Energieversorgung im ländlichen Raum stark machen.

In einer Umfrage unter 74 Mitgliedsbetrieben im April und Mai hat die Mittelstandsunion der CSU im Landkreis Traunstein die Situation nach Beginn des Ukrainekriegs am 24. Februar abgefragt. Die Teilnehmer konnten dabei ihre Einschätzung treffen. Nur etwa ein Viertel der Antworten gehen von einer negativen Geschäftsentwicklung aus. Deutlich stärker zeigt sich die Betroffenheit durch Lieferkettenunterbrechungen, Probleme bei der Verfügbarkeit von Bau- und Rohstoffen oder bei den Auswirkungen der Energiepreise auf das Geschäftsergebnis.

Nicht zu vernachlässigen sind laut Umfrageergebnis auch die Verunsicherung und Sorgen der Mitarbeiter durch den Konflikt. Um Fachkräfte aus der Ukraine zu generieren, haben 61,6 Prozent der Unternehmen noch keinen Kontakt zu Fachstellen aufgenommen, 26 Prozent würden dies gerne, wissen aber nicht genau, wer dafür zuständig ist.

Unterstützung von der Mittelstandsunion wünschten sich die Unternehmen zudem in den Bereichen bäuerliche Landwirtschaft, Bürokratieabbau, beschleunigte Genehmigungsverfahren, Digitalisierung, stabile Energiepreise sowie bei der Personalvermittlung und Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge.

Situation in mittelständischen Unternehmen im Landkreis Traunstein

In einer Umfrage unter 74 Mitgliedsbetrieben im April und Mai hat die Mittelstandsunion der CSU im Landkreis Traunstein die Situation nach Beginn des Ukrainekriegs am 24. Februar abgefragt. Die Teilnehmer konnten dabei ihre Einschätzung anhand einer Punkteskala von 1 (gar nicht) bis 10 (sehr stark) treffen.

Nur etwa ein Viertel der Antworten gehen von einer negativen Geschäftsentwicklung aus. Auch bei den Themen Umsatzrückgänge und Einschränkungen beim Zahlungssystem SWIFT sind die Auswirkungen bisher eher gering. Deutlich stärker zeigt sich die Betroffenheit durch Lieferkettenunterbrechungen, Probleme bei der Verfügbarkeit von Bau- und Rohstoffen oder bei den Auswirkungen der Energiepreise auf das Geschäftsergebnis.

Nicht zu vernachlässigen sind laut Umfrageergebnis auch die Verunsicherung und Sorgen der Mitarbeiter durch den Konflikt. Stark durchwachsen, aber in der Tendenz eher positiver beurteilen die Unternehmen die Frage, welche Auswirkungen der Ukrainekonflikt insgesamt auf ihr Unternehmen hat.

Um Fachkräfte aus der Ukraine zu generieren, haben 61,6 Prozent der Unternehmen noch keinen Kontakt zu Fachstellen aufgenommen, 26 Prozent würden dies gerne, wissen aber nicht genau, wer dafür zuständig ist.

Unterstützung von der Mittelstandsunion wünschten sich die Unternehmen zudem in den Bereichen bäuerliche Landwirtschaft, Bürokratieabbau, beschleunigte Genehmigungsverfahren, Digitalisierung, stabile Energiepreise sowie bei der Personalvermittlung und Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge.