Zwei Standorte werden in Traunstein diskutiert

Wohin mit dem Jugendzentrum: ins Gewerbegebiet oder in die Stadt?

Skaterplatz Traunstein
+
Der Skaterplatz im Gewerbepark Kaserne in Traunstein. Laut einer Machbarkeitsstudie wäre der Neubau eines Jugendzentrums hier möglich. Entschieden ist noch nichts.

Traunstein - Im Gewerbegebiet Kaserne oder gegenüber des „Sailer Keller“? Im nächsten Anlauf für ein Jugendzentrum werden nun konkret zwei mögliche Standorte diskutiert.

„Mögliche Standorte sind rar gesät und die jetzigen Räume beim Rathaus können nur eine Übergangslösung sein“, so Oberbürgermeister Christian Hümmer in der Sozialausschusssitzung am Mittwoch, 25. November. Inzwischen liegt eine Machbarkeitsstudie vor, ob ein neues Jugendzentrum auf dem Skaterplatz im Gewerbegebiet Kaserne gebaut werden könnte. Der Skaterplatz solle demnach bestehen bleiben und durch ein aufgeständertes Jugendzentrum „überbaut“ werden.

Jugendzentrum könnte auf Skaterplatz „aufgeständert“ werden

Die Untersuchung kommt zum Schluss: Ja, es wäre möglich. Mit zwei Geschoßen entstünden rund 360 Quadratmeter Nutzfläche - also etwa so viel Platz, wie in den früheren Planungen für ein Jugendzentrum in der Güterhalle vorgesehen wäre. Es handelt sich bisher nur um eine Standortuntersuchung fürs Areal des Skaterplatzes. Entschieden ist noch nichts. Und geht es nach dem Tenor des Ausschusses, kommt das Gewerbegebiet für ein Jugendzentrum auch eher nicht in Frage.

Die Jugendlichen gehören ins Zentrum. Das hat auch mit Wertschätzung zu tun“, so Monika Stockinger (SPD). Andrea Maier (CSU) pflichtete bei: „Bei dem Standort so weit draußen bin ich skeptisch.“ Alternativ wurde von nahezu allen Stadträten ein Grundstück schräg gegenüber des „Sailer Keller“ genannt. Die Stadt hat das sogenannte alte Forsthaus gekauft, müsste aber in jedem Fall sanieren und umbauen. „Und das Grundstück wäre auch für eine mögliche Erweiterung groß genug“, so Simon Schreiber (CSU). Eine dezentrale Lösung - ein Teil der Jugendarbeit in den bisherigen Räumen am Rathaus, ein Teil im Neubau - brachte Denis Holl (Die Linke) ins Spiel.

Auch „altes Forsthaus“ nähe Sailer Keller wird untersucht

Auch wenn OB Hümmer die Skepsis anzuhören war („glaube nicht, dass sich das alte Forsthaus für einen Umbau eignet“), entschied man sich einstimmig, auch für diesen Standort eine Machbarkeitsstudie anfertigen zu lassen. Die Kosten dafür liegen laut Kämmerer Reinhold Dendorfer im vierstelligen Euro-Bereich. Jugendreferent Thomas Stadler (Grüne) lenkte die Aufmerksamkeit aber auf einen anderen Punkt: Zuerst muss man sich klar sein, was im Jugendzentrum gebraucht wird - und erst dann soll man sich über den Bau Gedanken machen. Stadler nannte als Beispiele mögliche Räume für kleine Party, Band- und Theaterproben.

Im Januar soll es ein Arbeitstreffen geben, bei dem nicht nur die Stadtverwaltung und die Mitglieder des Sozialausschusses teilnehmen, sondern auch der Jugendbeirat und Stadtjugendpflegerin Petra Breutel, die den Jugendtreff leitet. In diesem Treffen sollen die Ansprüche abgeklärt werden, den ein künftiges Jugendzentrum erfüllen soll.

xe

Kommentare