Weihnachten wird nicht weiß, sondern stürmisch

+

Landkreis - Von einem weißen Weihnachtsfest sind wir dieses Jahr richtig weit entfernt. Stattdessen dürfte das Wetter richtig ekelhaft werden:

Es wird zwar einiges vom Himmel kommen, das wird aber in weiten Teilen Europas nur Regen sein und den gibt es vielfach in kräftiger Ausführung und das ganze wird noch mit ordentlich viel Wind garniert. Unmittelbar vor den Feiertagen findet das aktuelle ruhige Hochdruckwetter ein Ende.

In den vergangenen Tagen konnte man in Deutschland Winter und Frühling zeitgleich erleben. Während es in den Niederungen nachts oftmals frostig wurde und die Temperaturen selbst am Tag hier und da nicht über 0 Grad gingen, war es besonders in den höheren Lagen richtig mild. Auf einigen Berggipfeln wurden bis zu 16 Grad gemessen und das bei sonnigem Wetter. Zugleich herrschten in den umliegenden Tälern leichter Dauerfrost und Nebel.

Kalter Mittwochmorgen:

Kälter war es direkt über dem Erdboden. Dort wurden am Mittwochmorgen folgende Werte gemessen:

  • Oberstdorf minus 14 Grad,
  • Lechfeld minus 10 Grad
  • Garmisch minus 10 Grad,
  • München minus 9 Grad,
  • Stuttgart minus 8 Grad,
  • Halle minus 7 Grad
  • und Ulm minus 7 Grad.

Auf den Straßen war es durch leichten Regen oder Schnee sowie durch Reif stellenweise spiegelglatt. So ist der Dezember in einigen Regionen des Südens derzeit sogar kälter als nach dem langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990 eigentlich zu erwarten ist.

„Das Hoch Varna verabschiedet sich nun von uns und macht Platz für ein Tiefdruckgebiet. Dieses trägt den Namen Bernd. Bis zu den Feiertagen und über die Feiertage folgen dann noch Christian, Dirk und Erich - das sind nicht etwa die drei Weisen aus dem Morgenland, sondern vielmehr die drei Stürmischen vom Atlantik. Und die bringen in der gesamten kommenden Woche viel Regen, milde Temperaturen und mächtig viel Wind. Gerade der Wind könnte dabei das große Thema werden, denn über die Feiertage wächst derzeit die Sturm- oder sogar Orkangefahr weiter an. Da werden Erinnerungen an das Weihnachtsfest 1999 wach, als Orkan Lothar ausgerechnet am 2. Weihnachtsfeiertag für schwere Schäden, Tote und Verletzte sorgte“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Die genaue Entwicklung ist derzeit noch mit Unsicherheiten behaftet, aber es erscheint durchaus möglich, dass sich über die Feiertage europaweit eine markante Sturm-, wenn nicht sogar eine Orkanwetterlage einstellen könnte. Los geht´s mit Regen und Wind schon ab Donnerstag.

Die Wetterentwicklung im Detail:

  • Donnerstag: bei 4 bis 8 Grad ziehen aus Westen Regenwolken heran, sie überqueren bis zum Abend das ganze Land.
  • Freitag: viele Wolken, ab und zu Regen oder Schauer und das ganze bis 3 bis 7 Grad.
  • Samstag: bei 3 bis 7 Grad zieht aus Nordwesten erneut Schneeregen und Regen heran
  • 4. Advent/Sonntag: viele Wolken, teilweise Hochnebel und nur selten Sonne, das ganze bei 2 bis 8 Grad
  • Montag: es bleibt bei 3 bis 7 Grad überwiegend trüb und grau, zeitweise fällt etwas Regen oder Sprühregen.
  • Heiligabend: zunächst noch trocken, zum Abend hin aus Westen Wolken und auffrischender Wind, in der Nacht zum 1. Weihnachtstag aus Westen starker Regen und Wind, teilweise auch im Flachland Sturmböen, 4 bis 10 Grad.
  • 1. Weihnachtstag: überall viele Wolken und teils kräftiger Regen- besonders im Westen und Süden, dazu weiterhin sehr windig, 4 bis 8 Grad.
  • 2. Weihnachtstag: ein neues Regenband zieht heran, begleitet wird es von Sturmböen, in höheren Lagen auch schwere Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen, 4 bis 11 Grad.

Quelle: www.wetter.net

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser