Sommer im April: Nächste Woche bis 26 Grad?

Landkreis - Der Frühling dreht in den nächsten Tagen wieder mächtig auf. Die Berechnungen der Wettermodelle für die kommende Woche überschlagen sich mittlerweile.

Zum Aprilstart scheint sich nun sogar schon frühsommerliches Wetter mit lokalen Höchstwerten bis 25 oder sogar 26 Grad einstellen zu wollen- was ist da bloß mit unserem Frühling los? Nachdem der Winter dachte, er sei ein Frühling, denkt nun der Frühling scheinbar er sei der Sommer?

„In der Tat war der gesamte März ungewöhnlich sonnig und warm. Bisher liegen die Temperaturen 3,3 Grad über den langjährigen Mittelwerten. Der März 2014 brachte bisher sogar schon mehr Sonnenstunden als der gesamte Mai letzten Jahres. Und der April scheint daran nicht nur nahtlos anknüpfen zu wollen, sondern schaltet gleich in den Frühsommer-Modus. Das ist in der Tat schon ungewöhnlich. Wirklich durchgreifende Kaltluftrückfälle gab es im März nicht. Lediglich am Alpenrand gab es letzte Woche etwas Schnee, doch der ist schon wieder verschwunden“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Die Temperaturen in den nächsten Tagen:

  • Samstag: 14 bis 22 Grad
  • Sonntag: 16 bis 23 Grad
  • Montag: 16 bis 23 Grad
  • Dienstag: 13 bis 24 Grad
  • Mittwoch: 16 bis 25 Grad
  • Donnerstag: 18 bis 26 Grad
  • Freitag: 16 bis 24 Grad

Das Wetter dazu: viel Sonnenschein, täglich zwischen 7 und 12 Sonnenstunden, ab und zu ziehen auch mal ein paar Wolkenfelder durch. Schauer sind die Ausnahme und können sich am ehesten mal am Dienstag oder Mittwoch bilden. Damit ist es in der kommenden Woche wärmer und trockener als zum Start in den meteorologischen Sommer im vergangenen Jahr.

Waldbrandgefahr ist groß

Was für die meisten Menschen nach schönem Frühlingswetter klingt, wird andernorts langsam zur Belastung. Die Erdböden sind teilweise richtig trocken und ergiebiger Landregen wäre dringend nötig. Schon vergangene Woche kam es in Mecklenburg-Vorpommern wieder zu ersten Sandstürmen. Das zeigt wie trocken das Erdreich ist. Auch erste Wald- und Wiesenbrände wurden registriert.

Für Allergiker ist das ebenfalls keine schöne Zeit, fliegen die Pollen nun doch in hoher Konzentration durch die Luft. „Nach dem trockensten Winter seit 1996 führen Flüsse vielfach Niedrigwasser und die Talsperren sind teilweise nur noch zur Hälfte gefüllt. Dabei sollten gerade letztere zum Winterende prall gefüllt sein. Doch dieses Jahr ist alles anders“, so Wetterexperte Jung. Das atmosphärische Strömungsmuster scheint derzeit ziemlich festgefahren zu sein. Vielleicht steht uns damit ein neues Jahr der Extreme bevor.

Pressemitteilung wetter.net

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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