Schon wieder Rekordwerte in Sicht?

Landkreis - In den letzten Monaten ist bereits häufig das Wort „Rekordtemperaturen“ gefallen. Es könnte auch am kommenden Wochenende wieder stellenweise verwendet werden.

Im Südwesten unternimmt der Frühling nämlich schon einen ersten Anlauf. Die Höchstwerte erreichen entlang des Oberrheins am Samstag stellenweise 15 Grad, Sonntag und Montag sind dort sogar Werte bis 16, vielleicht sogar 17 Grad möglich. „Für die Jahreszeit sind das schon wieder Spitzenwerte. Aber das passt in das Gesamtbild des Jahres 2014, dem wärmsten Jahr in Deutschland seit über 130 Jahren“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Aus Südwesteuropa strömt sehr warme Luft in den Südwesten Deutschlands, zugleich versucht das russische Kältehoch dagegen zu halten. Allerdings bekommen nur der Osten etwas kühlere Luft ab. Dort werden Werte zwischen 5 und 8 Grad erreicht, während es sonst auf über 10 Grad rauf geht. Am Oberrhein bzw. im Südwesten des Landes werden dann 15 bis 16 Grad erwartet. Dazu wird es stellenweise noch recht freundlich. Hochnebel und Wolken machen immer wieder der Sonne Platz und damit stellt sich verbreitet bestes Ausflugswetter ein.

Erwartete Höchstwerte am Sonntag:

  • Hamburg: 10 Grad, 4 Sonnenstunden
  • Berlin: 8 Grad, 5 Sonnenstunden
  • Köln: 14 Grad, 5 Sonnenstunden
  • Saarbrücken:  15 Grad, 5 Sonnenstunden
  • Fulda: 12 Grad, 4 Sonnenstunden
  • Frankfurt am Main: 11 Grad, 4 Sonnenstunden
  • Stuttgart: 14 Grad, 6 Sonnenstunden
  • Nürnberg: 12 Grad, 5 Sonnenstunden
  • Dresden: 9 Grad, 4 Sonnenstunden
  • München: 12 Grad, 5 Sonnenstunden
  • Augsburg: 11 Grad, 5 Sonnenstunden
  • Freiburg im Breisgau: 16 Grad, 5 Sonnenstunden

Auch aus dem Norden der USA werden Rekordwerte gemeldet. Rund um die Region der Großen Seen werden Schneehöhen von bis zu zwei Metern gemessen. Dort kam es in den vergangenen Tagen zu einem massiven Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen. Fraglich, ob wir in Deutschland mit diesem Rekord tauschen möchten?!

Dezember deutlich zu mild?

Für Winterfreunde sieht das allerdings gar nicht gut aus. Wie schon im vergangenen Jahr hat die Kaltluft Teile der USA erreicht und bei uns herrscht das exakte Gegenteil: vielfach ist es extrem mild. Im vergangenen Winter hat sich dieses Muster den ganzen Winter über behauptet. Auf der einen Seite der Nordhalbkugel froren die Niagarafälle ein, bei uns flogen an Weihnachten die Blütenpollen durch die Luft und der Gartengrill konnte bei Werten bis 18 Grad herausgeholt werden.

Dem aktuellen Langfristtrend zufolge könnte auch der Dezember noch deutlich zu mild ausfallen. Für Januar und Februar deuten sich dann aber nicht mehr ganz so hohe Werte an. „Nunja, warten wir es ab. Kein Mensch weiß heute schon wie der gesamte Winter 2014/2015 bei uns verlaufen wird. Da ist noch vieles möglich, auch längere und kräftige Kältephasen. Vielleicht bekommen wir ja letztlich noch mehr Winter als uns lieb ist…“ so Wetterexperte Jung.

Pressemeldung wetter.net

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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