Dettl: „Barfuß und Lederhosn? Geht nicht!“

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Blasmusik-Gruppe LaBrassBanda stellt das neue Album "Europa" vor.
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Landkreise – Der Musiker Stefan Dettl hat es mit seiner Band LaBrassBanda anfangs nicht leicht gehabt. Diese Erlebnisse werden nun zum Teil im neuen Album verarbeitet:

Vor sechs Jahren fand sich die Band um Stefan Dettl, dem Sänger, zusammen. Spätestens seit ihrer Teilnahme im Vorentscheid zum Eurovision Songcontest (ESC) ist LaBrassBanda (LBB) auch in aller Munde. Über die Niederlage gegenüber der Band „Cascada“ sind Sänger Stefan Dettl, Posaunist Manuel Winbeck, Tubist Andreas Hofmeir, Schlagzeuger Manuel da Coll und Bassist Oliver Wrage allerdings schon lange nicht mehr traurig:

Blasmusik-Gruppe LaBrassBanda stellt das neue Album "Europa" vor.

Gut im Geschäft war LaBrassBanda auch schon vor Ihrer Teilnahme am ESC. Doch nicht wie man denken mag in ihrer Heimat Oberbayern sondern im Ausland. Deshalb ist das neue und dritte Album „Europa“ auch eine kleine Ode an die Anfangszeit der Band. Hier singen sie gesammelt von ihren Erfahrungen, die sie im Ausland wie zum Beispiel Kroatien oder Russland (gleichnamiger Track) gemacht haben. Diese Erfahrungen seien vor allem positiv gewesen, erzählt Sänger Stefan Dettl: „Auch wir hatten zunächst Vorurteile, die aber „sofort auf einen Schlag pulverisiert wurden.“ So soll LBB in Russland bei minus 30 Grad sehr warmherzig und hilfsbereit mit Suppen empfangen worden sein und auch die Menschen in Afrika hätten ohne Vorurteile zur Blasmusik getanzt.

Keine Chance für LBB in Bayern:

In diesen Ländern startete also die Blasmusik-Gruppe ihre ersten Konzerte. In München und Umgebung hatten die Fünf zunächst keine Chance, wie Stefan Dettl gegenüber rosenheim24 erzählt. Die meisten Clubs sollen mit der Begründung „barfuß und mit Lederhosen kann man in einem bayerischen Club nicht bringen“ abgelehnt haben. Ein grober Fehler wenn man bedenkt wie erfolgreich LBB heute ist. Hier würde wohl der Song „Z´spat dro“ aus dem neuen Album gut passen.

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Doch in diesem Song geht es nicht um eine Abrechnung der Band mit Clubbesitzern, sondern um die Hektik des Alltags, die alle Menschen in Europa betreffe, so Dettl. „Immer ist man irgendwas am Machen, es gibt immer Stress, man schnauft nie durch“, so der Sänger. Auch die Band würde dies spüren und rät deshalb allen Menschen, sich endlich mal eine Auszeit zu nehmen – vielleicht ja mit dem neuen Album. Zum „Durchschnaufen“ sind sicher auch die vielen Instrumentalnummern geeignet, die Dettl besonders am Herzen liegen: „Hier können sich die Menschen einfach ein Buch schnappen und die Fantasie spielen lassen!“

Gerade wegen des Stresses sind die fünf Musiker der Band nicht mehr allzu traurig über die Niederlage gegenüber der Band „Cascada“ im Vorentscheid zum ESC. „Es wäre spannend gewesen, dabei zu sein und mit den Künstlerin aus ganz Europa zusammenzukommen. Den medialen Stress danach vermissen wir aber nicht“, erklärt Dettl. Cascada habe beim ESC alles gegeben und selbst wenn sie den zehnten Platz gemacht hätte, „wär´s für die Kritiker scheisse gewesen“.

Ohne den ESC können sich die Jungs der Blasmusik-Kombo jetzt wenigstens ganz auf ihr neues Album und ihre Tour konzentrieren. Diese beginnt am 6. Juli in Stein an der Traun an der Steiner Burg. Auch wenn dieses Konzert schon komplett ausverkauft ist, keine Panik, es gibt noch Karten für das Konzert am darauffolgenden Tag (07. Juli), ebenfalls in Stein an der Traun. Das nächste in der Nähe ist dann erst wieder am 28. Oktober in München im Circus Krone. Wer bis dahin nicht warten will: Die CD „Europa“ ist schon ab dem 14. Juni zu haben.

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