Fußball und Bier - das gehört zusammen!

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Landkreise: Fußball und Bier – das gehört einfach zusammen, besonders während der WM. Unsere heimischen Brauereien verraten, welches Bier zurzeit am meisten getrunken wird:

Rosenheim:

„Die WM hat unseren Umsatz beflügelt, obwohl wir heuer sowieso schon über dem Branchenschnitt liegen“, sagt ein Sprecher der Flötzinger-Brauerei. Besonders gut gehen zurzeit das Wies’n-Märzen und das Helle. „Wenn es heiß ist, wie zu Beginn der Weltmeisterschaft, sind natürlich auch Radler und Russn sehr gefragt – vielleicht auch, damit die Fans die zweite Halbzeit noch einigermaßen nüchtern erleben“, so der Sprecher. Für gute Absätze würden neben dem Public Viewing im Biergarten aber vor allem die vielen Fans sorgen, die privat zu Hause feiern.

Traunstein:

„Das Helle und das Weißbier sind unsere beliebtesten Sorten, die werden immer am meisten gekauft“, verrät Philip Frauendörfer, der neue Geschäftsführer der Brauerei Schnitzlbaumer. Ein Spezialbier zur WM gibt es von seiner Brauerei nicht. Aber der Bierabsatz ist laut Frauendörfer wegen der Weltmeisterschaft und des guten Wetters kräftig angestiegen. Genaue Zahlen könne er jedoch nicht nennen, die lägen noch nicht vor.

„Das normale Helle ist immer unser Schlager und es passt natürlich auch sehr gut zum Fußballschauen. Das wird jetzt sehr viel gekauft“, sagt Katharina Pentz, Marketingleiterin vom Hofbräuhaus Traunstein. „Besonders gut geht jetzt auch das alkoholfreie Weißbier. Da haben wir seit Jahren wahnsinnige Steigerungen. Beispielsweise ging der Absatz dieser Sorte bei der EM 2012 um 20 Prozent nach oben“, so Pentz. Genaue Zahlen für die WM kann sie noch nicht nennen – „das sieht man erst danach“. Aber sie erwartet weitere Anstiege mit jeder Runde, die die Deutsche Mannschaft weiterkommt.

Mühldorf:

„Der Bierabsatz ist um gut zehn Prozent gestiegen. Das liegt an der WM und am super Wetter“, sagt Karin Löw, Chefin von Weißbräu Unertl in Mühldorf. Die beliebteste Sorte der Fans und Biergartenbesucher ist das Mühldorfer Weißbeir. „Das ist unsere absatzstärkste Sorte und hier sind die Verkaufszahlen auch am meisten gestiegen. Aber bei allen Sorten gingen die Zahlen nach oben“, so Löw. Eine Fan-Weiße produziert die Brauerei nicht: „Das lohnt sich bei unserer Größe nicht –selbst der Druck eines WM-Etiketts wäre bei der Stückzahl zu teuer.“

Sehr gut läuft es bei Unertl Weißbier in Haag. „Wir sind komplett ausverkauft“, freut sich Alois Unertl IV. Das wundert ihn nicht: „Wir machen halt ein gutes Bier“, sagt er. Momentan sei die Nachfrage allerdings extrem hoch. „Wir mussten bereits eine Abfüllpause einlegen, weil kein Leergut mehr da war. Wir können die Nachfrage gar nicht mehr bedienen“, erklärt Unertl. Am meisten getrunken werden übrigens neben dem normalen Weißbier die Leichte Weiße und das Alkoholfreie.

Berchtesgadener Land

Beim Bürgerbräu Reichenhall hat der Bierabsatz kräftig angezogen. „Es ist eine Katastrophe, wir haben kein Leergut mehr und können nicht annähernd so viel Produzieren, wie wir gerade bräuchten. Wir sind völlig ausgeräumt“, berichtet Heinz Kornes, Produktionsleiter und Braumeister. Besonders gern wird derzeit das „Gustl“ getrunken, ein helles Vollbier. Und die Bier-Mixgetränke werden der Brauerei förmlich aus den Händen gerissen, wie beispielsweise das Alpenstoff Naturlemon. „Das wollen sie jetzt alle haben, da gibt es einen echten Engpass“, so der Braumeister. Er schätzt, dass sie im Juni etwa fünf Prozent mehr Bier produziert haben, als im Vorjahr – und auch das hat nicht gereicht, um die enorme Nachfrage zu bedienen.

Bei der Brauerei Schönram läuft das Helle am besten. „Das ist immer unsere Absatzstärkste Sorte“, sagt Andreas Resch aus der Verwaltung. Durch die WM und das gute Wetter im Juni sind die Verkaufszahlen etwas gestiegen. „Wir merken das aber nicht so sehr“, so Resch. Ein spezielles WM-Bier gibt es von Schönram nicht.

Weitere Brauereien aus der Region wurden angefragt, haben aber bis zum Erscheinen des Artikels keine Rückmeldung gegeben.

ra

Rubriklistenbild: © dpa

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