Schneechaos in der Region auch am Mittwoch

Abseits der Piste verirrt: Lawine tötet 16-Jährigen in St. Anton

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Derzeit herrscht in Österreich die höchste Lawinenwarnstufe.
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  • Martina Hunger
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Landkreis - Nach einer kurzzeitigen Entspannung des Schneechaos am Montagnachmittag und Dienstag gelten seit Dienstagnachmittag neue Warnungen vor starkem Schneefall in der Region.

SERVICE:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

  • Bahnstrecken sind eingeschränkt, zahlreiche Straßensperrungen (Update, 17.35 Uhr)
  • Lawinenabgang in Marktschellenberg (Update 14.04 Uhr)
  • 350 Menschen sitzen bei Berchtesgaden fest (Update, 18.15 Uhr)
  • Die Schulausfälle im Berchtesgadener Land (Update, 16.05 Uhr)
  • Schulausfälle Landkreis Rosenheim (Update, 15.30 Uhr)
  • Schulausfälle Traunstein (Update 17 Uhr)

UPDATE, 22.20 Uhr - 16-Jähriger stirbt in Lawine

Wie die Tiroler Landespolizei mitteilt, hat sich am Arlberg in St. Anton ein tragisches Lawinenunglück ereignet. Ein 16-Jähriger war mit seinem Vater, seiner Mutter und einem Bruder in einem Skigebiet in St. Anton unterwegs. Bei der Abfahrt dürften sie sich aktuellem Ermittlungsstand nach verirrt haben. Sie gerieten von der gesicherten Piste ab und waren im freien Skiraum unterwegs.

Dort löste der 16-Jährige eine Lawine aus, wurde mitgerissen und verschüttet. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Seine Familie blieb von der Lawine verschont und blieb unverletzt. Welche Nationalität die Skifahrer besitzen, ist noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

UDPATE, 21.50 Uhr - Video von Rettungsmaßnahmen nach Lawine in Marktschellenberg

Im Berchtesgadener Land ist um kurz nach 11 Uhr am Mittwoch eine Lawine abgegangen und hat eine Straße in Marktschellenberg teilweise verschüttet. Bei dem Abgang am Mittwochmittag wurden keine Menschen oder Fahrzeuge verschüttet, wie die Polizei mitteilte. Rettungskräfte suchten mit zwei Lawinensuchhunden nach möglichen Verschütteten. Die Schneemassen verteilten sich auf einer Breite von rund 30 Metern und bis zu fünf Metern Höhe über die Fahrbahn. Mit Radladern wurde das Schneegeröll von der Straße geräumt. Die Strecke bleibt wegen möglicher neuer Abgänge gesperrt.

UPDATE, 21.20 Uhr - Massive Schneefälle stellen BRK-Rettungsdienst vor Herausforderungen

Der anhaltende Schneefall und die damit verbundenen schwierigen Verkehrsverhältnisse bereiten auch dem Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Sorgen. Die Anfahrtszeiten verlängern sich und manche Einsatzorte sind nur noch schwer erreichbar, so das Traunsteiner BRK in einer Pressemitteilung. Der Rettungsdienst hat eine dringende Bitte an alle Hausbewohner

UPDATE, 20.50 Uhr - Zu viel Schnee: Salzheilstollen geschlossen

Neben der Doku Obersalzberg und der Infostelle des Nationalparks Berchtesgadener Land bleibt am Donnerstag auch der Salzheilstollen in Berchtesgaden geschlossen.

UPDATE, 20.15 Uhr - Österreich im Ausnahmezustand

Neben Buchenhöhe in Berchtesgaden und Jachenau im Töler Land sind auch immer mehr Orte in Österreich aufgrund der sehr großen Lawinengefahr nicht mehr erreichbar - darunter auch der Ort Galtür in Tirol. Im Februar 1999 waren dort durch eine Lawinenkatastrophe 31 Menschen gestorben. Die Gemeinde hat nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA die Paznauntalstraße (B188) zwischen Mathon und Galtür wegen Lawinengefahr in beide Richtungen gesperrt.

Ebenfalls nicht mehr erreichbar waren am Mittwoch die bei Skitouristen beliebten Orte Lech, Zürs und Stuben im Bundesland Vorarlberg sowie Obertauern in Salzburg. In vier österreichischen Bundesländern gilt derzeit in manchen Regionen die höchste Lawinenwarnstufe fünf.

Winter in Österreich

In Tirol waren zeitweise rund 1000 Haushalte ohne Strom, in Niederösterreich 270, im Bundesland Salzburg rund 350. Besonders hart getroffen hat es dabei rund 60 Haushalte auf dem Rengerberg in der Gemeinde Bad Vigaun unweit der deutsch-österreichischen Grenze, die seit bereits vier Tagen ohne Stromversorgung auskommen müssen. Die Straße auf den Rengerberg ist aufgrund des hohen Schneedrucks auf den Bäumen und der hohen Lawinengefahr gesperrt.

UPDATE, 19.55 Uhr - Alpin-Weltcup in St. Anton abgesagt

Die heftigen Schneefälle in den Alpen haben zur Absage des Alpin-Weltcups der Frauen am Wochenende in St. Anton geführt. "Extreme Neuschneemengen" machten die Durchführung "schlichtweg unmöglich", erklärte der Österreichische Skiverband (ÖSV).

UDPATE, 19.20 Uhr - Lawinenlage bleibt angespannt

In der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstag selbst hält der Schneefall an. Die Lawinengefahr in den Bayerischen Alpen und in den angrenzenden Bergen in Tirol ist mit der zweithöchsten Stufe "groß" angegeben. In Teilen der österreichischen Bundesländer Salzburg, Steiermark und Niederösterreich herrscht sogar sehr große Lawinengefahr. Wie sich die andauernden Schneefälle auf die Lawinensituation in den kommenden Tagen auswirken, ist noch unsicher. Vermutlich bleibt die kritische Situation zunächst bestehen. Zu beachten ist außerdem nach wie vor die große Schneebruchgefahr in tiefen Lagen. Wälder sollten dort nicht oder nur mit äußerster Vorsicht betreten werden.

UPDATE, 18.45 Uhr - BOB rechnet mit Einschränkungen am Donnerstag

Auch am Donnerstagvormittag müssen sich Fahrgäste der BOB auf erhebliche Einschränkungen einstellen, wie das Unternehmen bereits jetzt warnt. Es ist damit zu rechnen, dass verstärkt Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt werden. Die Züge werden wohl mit diesem Konzept bedient werden können:

  • Im Stundentakt zwischen Holzkirchen und München, jeweils in beide Richtungen.
  • der Zugverkehr auf den Strecken Holzkirchen – Tegernsee/Lenggries und Holzkirchen - Bayrischzell ist aktuell eingestellt.

"Die DB Netz AG stellt schweres Schneefräsgerät an den Stationen Miesbach, Schliersee, Schaftlach, Bad Tölz und Bayrischzell bereit, das heute Nacht und am morgigen Tag zum Einsatz kommen wird." Witterungsbedingt werden sie jedoch erneut einige Bahnhöfe nicht anfahren können und die BOB rechnet zu diesem Zeitpunkt damit, dass dies erneut Obergries, Gaißach, Reichersbeuern, Warngau, Darching, Schaftlach und Tegernsee sein werden.

Update, 18.15 Uhr - Bundeswehr in abgeschnittenen Ortsteil Buchenhöhe im Einsatz

Wegen des starken Schneefalls übernimmt die Bundeswehr Versorgungsfahrten in einen abgeschnittenen Ortsteil der Gemeinde Berchtesgaden. In Buchenhöhe gibt es ein Asthma-Zentrum für Jugendliche. Da die Mitarbeiter der Reha-Einrichtung wegen des starken Schneefalls nicht mehr von und zu ihrem Arbeitsplatz kommen konnten, sei die Bundeswehr um Unterstützung gebeten worden, sagte der Geschäftsleiter der Marktgemeinde, Anton Kurz, am Mittwoch. Mit den schweren Militärfahrzeugen könne Buchenhöhe weiter erreicht werden.

Nach starkem Schneefall sitzen im Berchtesgadener Ortsteil Buchenhöhe rund 350 Menschen fest und müssen per Lastwagen mit Lebensmitteln versorgt werden.

In dem Ortsteil sitzen rund 350 Menschen fest. Einsatzkräfte hatten sich schon zuvor darum gekümmert, die eingeschlossenen Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen.

Update, 17.55 Uhr - Rosenheimer THW im Einsatz in Miesbach

Das THW Rosenheim wurde zur Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort nach Miesbach gerufen.

Am Mittwochnachmittag wurde das Technische Hilfswerk Rosenheim zur weiteren Unterstützung der bereits im Einsatz befindlichen Hilfsorganisationen in Miesbach alarmiert. Hintergrund sind die langanhaltenden Schneefälle, durch die sich mittlerweile enorme Schneelasten auf den Dächern angesammelt haben. 

Ein Ende des Einsatzes ist nicht in Sicht.

Da bis morgen mit keiner Entspannung der Situation zu rechnen ist, werden vorsorglich gefährdete Dächer von den Schneemassen befreit. Die Helfer des THW Rosenheim sind derzeit damit beschäftigt, das Dach der Eissporthalle mit einer Fläche von circa 60 mal 60 Metern zu räumen. Ebenfalls am Einsatz beteiligt sind die THW Ortsverbände Miesbach und Bad Aibling. Ein Ende des Einsatzes ist aufgrund der angespannten Situation nicht absehbar.

Pressemeldung THW Rosenheim

Update 17.40 Uhr - Lawinenabgang im Pinzgau erfasst deutsche Schülergruppe

Am späten Vormittag des 9. Januar löste sich im Bereich des Skigebietes Wildkogel, in der Gemeinde Neukrichen am Großvenediger, unterhalb der Bergstation im sogenannten Wiesbachgraben eine Schneebrettlawine. Die Ausläufer der Lawine erreichten eine Skiwegquerung der Talabfahrt nach Neukirchen und erfasste Jugendliche einer Schülergruppe aus Deutschland, die sich im Bereich einer Grabenquerung befand. Insgesamt wurden von den Ausläufern der Lawine sechs Personen erfasst. 

Sie wurden vom Skiweg über den Pistenrand hinaus über eine Böschung gerissen. Zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren wurden zur Gänze, zwei im Alter von 17 Jahren zum Teil verschüttet. Zwei weitere im Alter von 16 und 17 Jahren wurde von der Lawine erfasst, jedoch nicht verschüttet. Die begleitende 29-jährige Lehrerin und eine weitere Schülerin kamen mit der Lawine nicht in Kontakt. Innerhalb kürzester Zeit gelang es nachfolgenden Skiläufern und den übrigen Mitgliedern der Schülergruppe alle Personen zu orten und zu retten. Bei den Deutschen soll es sich um Schüler des Elisabeth-Gymnasiums in Halle handeln, wie die Salzburger Polizei der „Mitteldeutschen Zeitung“ bestätigte.

Die vier Erfassten wurden vorsorglich mit der Rettung in das Tauernklinikum Mittersill gebracht. Die Ausläufer der Lawine überwanden einen Höhenunterschied von ungefähr 500 Metern. Die weiteren Ermittlungen zum Lawinenabgang werden von der Alpinpolizei geführt.

Pressemeldung Polizei Salzburg

Update, 17.35 Uhr - Bahnstrecken sind eingeschränkt, zahlreiche Sperrungen

Die sich seit den Morgenstunden verstärkenden Schneefälle führen erneut zu Beeinträchtigungen auf einzelnen Regionalstrecken der Deutschen Bahn in den bayerischen Hochlagen. In vielen Bahnhöfen und auf den Strecken gab es seit dem Morgen beträchtliche Mengen an Neuschnee, die die Infrastruktur blockieren. Die Schneemassen müssen mit schwerem Gerät beseitigt werden.

Bei allem Verständnis für den Ärger betroffener Eisenbahnverkehrsunternehmen stellt die Deutsche Bahn fest: Hunderte Einsatzkräfte sind mit schwerem Räumgerät engagiert dabei, die Strecken in den betroffenen Regionen Bayerns so schnell wie möglich wieder freizubekommen.

Dort wo Schnee und Eis den Bahnverkehr behindern, bitten wir die Fahrgäste angesichts der allgemeinen Wetterlage um Verständnis für die Einschränkungen. Es gilt jetzt gemeinsam mit allen Beteiligten die angespannte Situation partnerschaftlich und für den Fahrgast gut zu meistern.

Von den Sperrungen sind aktuell betroffen:

„Zwieseler Spinne“ / Regionalstrecken im Bayerischen Wald: Derzeit ist kein Zugbetrieb auf den Strecken Zwiesel - Bayerisch Eisenstein sowie Zwiesel - Bodenmais möglich. Ziel ist, dass der Betrieb am Donnerstag zum Betriebsstart wieder aufgenommen wird.

Allgäu: Zwischen Oberstdorf und Immenstadt muss die Bergstrecke mit einem eigens hinzu gerufenen Schneepflug geräumt werden. Vermutlich den ganzen Tag über wird hier ein Busnotverkehr eingerichtet. Auch im Bereich Kempten - Pfronten - Reutte ist aktuell kein Zugverkehr möglich.

Berchtesgadener Land: Nach wie vor kann wegen Schneebruch an der Oberleitungsanlage zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden (BerchtesgadenerLandBahn) kein Zug fahren.

Pressemeldung Deutsche Bahn

Update, 17.20 Uhr - Die aktuelle Lage auf den Straßen in Traunstein

Aufgrund des anhaltenden Schneefalls kommt es in der Großen Kreisstadt Traunstein weiter zu Sperrungen und Behinderungen

Der Klosterberg und die Ludwigstraße im Bereich zwischen dem Maxplatz und der Herzog-Otto-Straße sind bis voraussichtlich Donnerstag (10. Januar) nicht befahrbar. 

Am Hochberg ist weiterhin die Straße nach Knappenfeld aus Sicherheitsgründen gesperrt. Sie führt durch Waldgebiete, in denen derzeit große Gefahr durch Schneebruch besteht. Autofahrer werden gebeten, die Straßen am Hochberg generell zu meiden. 

Die Tobias-Angerer-Loipe ist – ebenfalls aus Sicherheitsgründen – gesperrt und wird vorläufig nicht gespurt.

Der Stadtbusverkehr ist aufgrund der Witterung und der – aufgrund der Schneemassen – beengten Straßenverhältnisse derzeit eingestellt. Der Rufbus ist im Einsatz. 

Der Traunsteiner Waldfriedhof ist wieder geöffnet. Die Stadt Traunstein bittet aber darum, die städtischen Parkanlagen aus Sicherheitsgründen nicht zu betreten. 

Auch im Bereich der Traunauen ist wegen der Witterungsverhältnisse äußerste Vorsicht geboten. Der Containerplatz an der Wartberghöhe ist derzeit nicht benutzbar. 

Die Aktion „Christbaum“ der Feuerwehren der Stadt Traunstein und der Gemeinde Surberg am 12. Januar findet statt.

Pressemeldung Stadt Traunstein

Update, 17.15 Uhr - Wolfsberg Skilift in Siegsdorf stellt Betrieb ein

Der Skilift Wolfsberg in Siegsdorf gab am Mittwochabend bei Facebook bekannt, dass er den Betrieb aufgrund des Schneefalls einstellen musste. Durch tiefhängende Bäume sei der Sichere Liftbetrieb nicht mehr möglich. 

Update, 17 Uhr - Die Schulausfälle in Traunstein

An den öffentlichen Schulen in der Großen Kreisstadt Traunstein fällt nach Auskunft des Landratsamtes Traunstein die gesamte Woche (bis einschließlich 11. Januar) der Unterricht aus. Betroffen sind alle Schulen im Stadtgebiet, einschließlich Berufsschule I, II und III, Landwirtschaftsschule Traunstein, FOS / BOS, Sonderpädagogisches Förderzentrum Traunstein (Schule an der Traun), Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer, Mädchenrealschule Sparz und Montessorischule Traunstein. An der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft (Campus Traunstein) und am Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer für München und Oberbayern findet der Unterricht statt. Auch an der Städtischen Musikschule Traunstein erfolgt der Unterricht planmäßig. Die Turnhallen der Ludwig-Thoma-Grundschule, der Mädchenrealschule Sparz und des Sonderpädagogischen Förderzentrums Traunstein (Schule an der Traun) sind derzeit nicht nutzbar.

Pressemeldung Stadt Traunstein

Auch an der Grundschule Grabenstätt entfällt der Unterricht bis einschließlich Freitag, 11. Januar.

Update, 16.35 Uhr - Die aktuelle Lage auf den Straßen im Berchtesgadener Land

Aufgrund der aktuellen Wettersituation sind im Landkreis Berchtesgadener Land zahlreiche Verkehrswege gesperrt. Darüber hinaus sind Linienbus- und Bahnlinien von der Schneelage betroffen, in mehreren Schulen im Landkreis fällt der Unterricht aus oder findet nur eingeschränkt statt. Bei der Abfallentsorgung kann es zu Verzögerungen kommen. Das Landratsamt Berchtesgadener Land informiert über den aktuellen Stand.

Folgende Verkehrswege im Berchtesgadener Land sind aktuell gesperrt (Stand: Mittwoch, 9. Januar, 12 Uhr):

Straßensperrungen: 

Bundes-, Staats- und Kreisstraßen: 

- B305: in beiden Richtungen zwischen der B21 und der B305 bei Schneizlreuth (Lawinengefahr)

- Staatsstraße 2102: in beiden Richtungen zwischen Oberteisendorf und Neukirchen 

- Kreisstraße BGL 19: in beiden Richtungen vom Kreisverkehr Dokumentation Obersalzberg bis Parkplatz Vorderbrand (Berchtesgaden) 

- Staatsstraße 2099 und Kreisstraße BGL 14: Bereich Hintersee wegen Lawinengefahr gesperrt 

Gemeinde- bzw. Forststraßen, Rad-/Wander- bzw. Gehwege: 

Bad Reichenhall: 

- Strailachweg zwischen Campingplatz und Gablerhof 

Berchtesgaden

- Straße von der Klaushöhe zur Buchenhöhe

- Mühlgrabenstraße

- Lärcheckerstraße, 

- Obergerner Weg

- Rostwaldstraße ab Auffahrt zur Sprungschanze bis Haus Nr. 20 (Gde. Bischofswiesen) 

Bischofswiesen

-Klinggraben (Ortsteil Engedey) ab Abzweigung Söldenweg (= Zufahrt Gastwirtschaft),  

- Klinggraben (Ortsteil Strub) ab Abzweigung vom Vierradweg 

- Koppenweg ab Böcklweiherstraße 27 bis Koppenweg 6,Vierradweg zwischen Haus Nr. 10 bis 44

- Gemeindeverbindungsstraße „Im Rostwald“ zwischen Bischofswiesen und Berchtesgaden (ab der Abzweigung - Aschauweiherstraße bis zur Abzweigung zur Sprungschanze) 

- Wanderweg Soleleitungsweg (Bischofswiesen – Ramsau b. Berchtesgaden) 

- alle Wanderwege im Gemeindebereich 

Marktschellenberg

- Ettenbergerstraße 

- Alte Berchtesgadener Straße aufgrund Lawinenabgang 

Ramsau b. Berchtesgaden: 

- Lehenmühlweg: ab Abzweigung Anwesen Lehenmühlweg  21 (betroffen Lehenmühlweg 28, 30 und 31) 

- Kunterweg: ab Anwesen Kunterweg 21 (betroffen Kunterweg 29 (Kirche) und Kunterweg 31 

- alle Wanderwege wegen Schneebruch gesperrt 

- Behinderungen: Kederbachstraße: im Bereich Preisen (Kederbachstraße 26) wegen Abräumarbeiten am Hang

Schneizlreuth: 

- Forststraße bzw. Rad-/Wanderweg Kiblinger Straße zwischen Fronau und Kibling (Lawinengefahr) 

Schönau a. Königssee: 

- Forststraße bzw. Rad-/Wanderwege Gotzentalforststraße und Königsweg, beide von Hinterbrand Richtung Mittelstation-Jennerbahn 

Teisendorf: 

-  Dorfstraße in Neukirchen nur einspurig bzw. eingeschränkt befahrbar 

- Sonnenstraße Abschnitt Hinterleiten nach Vorderleiten 

- Adligstadt nach Wetzelsberg 

- Lochmühle nach Schwarzenberg

Linienbusverkehr

Vollsperrung: 

- Linie 828 Bad Reichenhall – Unterjettenberg – Melleck Ortsmitte 

- Linie 838 Berchtesgaden – Dokumentation – Buchenhöhe – Christophorusschule 

- Linie 845 Ramsau – Hochschwarzeck 

- Linie 848 Berchtesgaden – Oberau – Rossfeld

Teilsperrung: 

- Linie 837 Berchtesgaden - Maria Gern - Hintergern: Bus fährt nur bis/ab Haltestelle Rathaus 

- Linie 839 Ringlinie Berchtesgaden: Haltestelle Insula kann nicht angerfahren werden 

- Linie 846 Berchtesgaden - Unterstein – Schönau - Ramsau - Hintersee: Bus fährt nur bis Haltestelle Hintermühle

Schienenverkehr

- Bahnlinie zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden gesperrt: Oberleitungsschaden durch umgestürzte Bäume, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet

Amtliche Unwetterwarnung vor starken Schneefall bis einschließlich Freitag, 11. Januar, 6 Uhr. Es tritt im Warnzeitraum starker Schneefall mit Mengen um 50 Centimetern auf. In Staulagen werden Mengen bis 90 Centimeter erreicht. Verbreitet wird es glatt. Zudem muss mit Schneebruch gerechnet werden.

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Straßen können stellenweise unpassierbar sein. Unter anderem können Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Vermeiden Sie alle Autofahrten! Fahren Sie nur mit Winterausrüstung!

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update 16.20 Uhr - Gasthof in Oberaudorf von Außenwelt abgeschnitten

Der Almgasthof ist derzeit nicht erreichbar.

Der Almgasthof Grafenherberg in Oberaudorf ist seit Mittwochnachmittag nicht mehr erreichbar, wie er auf seiner Facebookseite mitteilte. Wegen einer witterungsbedingten Straßensperrung können Gäste weder an- noch abreisen. 

Update, 16.14 Uhr - Höchste Lawinenwarnstufe im Bundesland Salzburg

Die wegen Lawinengefahr gesperrte B99 nach Obertauern.

Das österreichische Bundesland Salzburg hat auf die erneuten Schneefälle reagiert und die Lawinenwarnstufe erhöht. Ab Mittwochnachmittag gilt in weiten Teilen des Landes die höchste Warnstufe, wie der Lawinenwarndienst des Landes mitteilte. 

Dem nächtlichen Sturm folgte demnach viel Neuschnee. Bis Mittwochabend werden laut Lawinenwarndienst rund 60 bis 80 Zentimeter Schnee in den Nordalpen, der Osterhorngruppe und in den Hohen Tauern dazukommen. Die Experten warnen vor zahlreichen Locker- und Staublawinen sowie Schneebrettern. In den Nordalpen sei ab 2.200 Meter Seehöhe mitunter mit einzelnen, extrem großen Abgängen zu rechnen. Von Aktivitäten abseits der gesicherten Pisten wird dringend abgeraten.

Update, 16.05 Uhr - Schulausfälle im Berchtesgadener Land

Der Unterricht entfällt am Donnerstag, den 10. Januar und Freitag, den 11.Januar an folgenden Schulen: 

Bad Reichenhall: Sonderpädagogisches Zentrum St. Zeno Bad Reichenhall (alle Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden Neukirchen, Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau b. Berchtesgaden und Schönau a. Königssee) 

Berchtesgaden 

- Grundschule Berchtesgaden  

- Mittelschule Berchtesgaden 

- Gymnasium Berchtesgaden 

- CJD Christophorusschulen Berchtesgaden 

Bischofswiesen

- Grundschule Bischofswiesen

- Mittelschule Bischofswiesen 

Marktschellenberg

- Grundschule Marktschellenberg 

Piding

- HPZ Piding (alle Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden Neukirchen, Berchtesgaden, Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau b. Berchtesgaden und Schönau a. Königssee) 

Ramsau bei Berchtesgaden

- Grundschule Ramsau b. Berchtesgaden 

 Schönau a. Königssee

- Grundschule Schönau a. Königssee 

 Teisendorf

- Grundschule Neukirchen

An folgenden Schulen findet der Unterricht mit Einschränkungen statt: 

- Mittelschule Teisendorf: Unterricht findet statt mit Ausnahme der Schülerinnen und Schüler aus Neukirchen (kein Bustransport möglich) 

- Grundschule Bad Reichenhall Heilingbrunnerstraße und Mittelschule Bad Reichenhall: Unterricht findet statt mit Ausnahme der Fahrschüler, (s. u.) 

- RVO-Bus 828 - Melleck - Unterjettenberg - Baumgarten - Bad Reichenhall fährt nicht am Donnerstag und Freitag - dies betrifft Schüler aller Schularten - d. h. Karlsgymnasium, Realschule, Berufsschule, Mittelschule 

- Schüler der Grundschule Bad Reichenhall Heilingbrunnerstraße, Grundschule Karlstein und des Sonderpädagogischen Förderzentrums Bad Reichenhall, die aus Weißbach, Melleck, Schneizlreuth und Leobendorf kommen sind am Donnerstag und Freitag vom Unterricht befreit, da es keine Transportmöglichkeit gibt.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 15.45 Uhr - Unfall bei Chieming

Am Mittwoch, gegen 6.50 Uhr, befuhr eine 58-Jährige aus Traunstein mit ihrem Ford C-Max die Kreisstraße von Thauernhausen kommend und wollte nach links in Richtung Arlaching abbiegen. Als sie ihren Wagen abbremste, kam sie ins Rutschen und schlitterte in einen angrenzenden Graben.

Der Schaden an dem Ford C-Max dürfte bei circa 1.500 Euro liegen, verletzt wurde die Traunsteinerin nicht.

Pressemeldnug Polizei Traunstein

Update, 15.30 Uhr - Schulausfälle im Landkreis Rosenheim

Aufgrund der aktuellen Witterung und der Wetterprognosen bleiben auch im Landkreise Rosenheim am Donnerstag, den 10. Januar, einige Schulen geschlossen. Die Schüler der Franziska-Hager Grund- und Mittelschule in Prien haben morgen Schulfrei, ebenso wie die Kampenwand-Schule in Prien. Eltern, die ihre Kinder nicht zu Hause behalten können, können sie aber in die Schule bringen. Sie werden hier betreut. 

Ebenfalls Schulfrei gibt es morgen bei die Staatliche Chiemsee-Realschule in Prien. Am Gymnasium und der Kommunalen Realschule in Prien findet der Unterricht wie gewohnt statt. Die Grund- und Mittelschule in Feldkirchen-Westerham stellt es den Eltern frei, ob sie ihre Kinder morgen in die Schule schicken oder Zuhause behalten. An der Grund- und Mittelschule Kiefersfelden wird den Eltern ebenfalls freigestellt, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken.

Auf der Seite des Landkreises Rosenheim gibt es eine aktuelle Übersicht der betroffenen Schulen. Sollten weitere Schulen dazukommen, wird die Liste hier aktualisiert. Auch die Schulen informieren auf ihren Internetseiten über einen Schulausfall. In vielen höhergelegenen Gemeinden des Landkreises Rosenheim ist in den vergangenen Tagen viel Schnee gefallen. 

Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes wird sich die Lage voraussichtlich bis Freitag nicht entspannen. Es werden weitere Schneefälle erwartet. Dadurch kann es zu einer erhöhten Scheelast auf den Dächern kommen, die zu Schäden bis hin zu Dacheinstürzen führen kann. 

Die Gefahr erhöht sich auch dann, wenn bei steigenden Temperaturen Tauwetter mit Regen einsetzt. Sobald die Wetterlage es zulässt, sollten Hausbesitzer darum schon jetzt vorsorglich ihr Dach vom Schnee befreien, bevor neuer Schneefall einsetzt. Personen, die ihr Dach räumen, müssen stets gesichert sein. Wenn man selbst nicht in der Lage ist, den Schnee vom Dach zu räumen, sollte man ein Privatunternehmen beauftragen oder bei der Gemeinde oder der Feuerwehr nachfragen, wer solche Arbeiten durchführt.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Update, 15.20 Uhr - Zwei Unfälle bei Traunstein wegen Schneeglätte

Am Mittwoch, den 9. Januar, gegen 6 Uhr, befuhr eine 23-Jährige aus Inzell mit ihrem Suzuki die B 306 von Siegsdorf kommend in Richtung Traunstein und wollte nach rechts in Richtung Haslach abbiegen. Als sie aufgrund eines vorausfahrenden Schneeräumfahrzeuges abbremsen musste, bemerkte dies ein 27-Jähriger aus Tacherting zu spät und fuhr mit seinem VW auf den Suzuki auf.

Die 23-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt, an ihrem Auto entstand Sachschaden in Höhe von circa 2.000 Euro. Der Unfallverursacher blieb unverletzt, der Schaden an seinem VW dürfte ebenfalls bei etwa 2.000 Euro liegen.

Gegen 8.50 Uhr wollte ein 42-Jähriger aus Wartenberg mit seinem Opel Combo in der Prandtnerstraße an einem stehenden Lastwagen vorbeifahren. Dazu fuhr er auf den angrenzenden Gehweg, rutschte dort aber ab und fuhr gegen die linke Seite des Lkw.

An dem Opel Combo entstand Sachschaden in Höhe von circa 5.000 Euro, an dem Lastwagen dürfte der Schaden bei etwa 200 Euro liegen.

Pressemeldung Polizei Traunstein

Update, 15 Uhr - Nationalpark-Infostelle Berchtesgaden wegen Schnee geschlossen

Die Nationalpark-Infostelle Hintersee ist am 9. Januar wegen akuten Schneefalls aus sicherheitsgründen geschlossen. Am Donnerstag, den 19. Januar wird außerdem die Steinadlerwanderung "Im Tal der Adler" entfallen. 

Update, 14.35 Uhr - Dokumentation Obersalzberg bleibt wegen Schnee geschlossen

Die Dokumentation muss vorerst geschlossen bleiben.

Aufgrund der extremen Witterungsbedingungen rund um Berchtesgaden muss seit heute auch die Dokumentation Obersalzberg geschlossen bleiben. Die Dauerausstellung liegt auf rund 1.000 Metern Höhe und zeigt die Geschichte der Region in der Zeit des Nationalsozialismus, als Adolf Hitler dort sein Feriendomizil „Berghof“ zum zweiten Regierungssitz des NS-Regimes ausbauen ließ. 

Die Anfahrt führt von Berchtesgaden über eine Bergstraße mit mehr als 20 Prozent Steigung. Das anhaltende Schneechaos in der Region zwingt nun auch die Dokumentation für den Rest dieser Woche zu einer unfreiwilligen Winterpause. Mit einer Öffnung der Dokumentation ist frühestens am kommenden Dienstag, 15. Januar zu rechnen.

Pressemeldung Institut für Zeitgeschichte München - Berlin

Update, 14.30 Uhr - Probleme bei Restmüllentleerung in Traunstein 

Aufgrund des anhaltenden Schneefalls kommt es leider weiterhin zu Problemen bei der Restmüllabfuhr. Die Entsorgungsunternehmen bemühen sich um eine fristgerechte Leerung. Diese kann sich aber um einige Tage verzögern, oder muss im schlimmsten Fall sogar komplett ausfallen.

Alle Bürger werden gebeten, ihre Restmülltonne nach Möglichkeit noch bis zu zwei Tage über den regulären Entleerungstermin hinaus zur Abholung bereitzustellen. Sollte die Tonne bis dahin nicht geleert sein, kann eine Nachleerung nicht stattfinden. Selbstverständlich können die entsprechenden Mehrmengen im Rahmen des nächsten Entleerungstermins zur Abholung mit bereitgestellt werden. Mitgenommen werden neben den grauen Landkreismüllsäcken auch sonstige handelsübliche Haushaltsmüllsäcke. Diese sollen bitte gut verschlossen bei der Restmülltonne stehen.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

Update, 14.25 Uhr - Die Schulausfälle in Neukirchen im Überblick

In Neukirchen am Teisenberg entfällt die Schule bis einschließlich Freitag, den 11. Januar. Alle Schüler haben schulfrei. Auch Schüler aus dem Neukirchener Bereich, die nach Teisendorf in die Schule gehen, haben keinen Unterricht. Zwischen Teisendorf und Neukirchen besteht kein Schulbusverkehr

Update 14.15 Uhr - Erneut zahlreiche umgestürzte Bäume in Bischofswiesen

Umgestürzte Bäume auf der Fahrbahn fordern die Feuerwehr. 

Die Freiwillige Feuerwehr Bischofswiesen musste auf der Loipler Straße, dem Vierradweg und an der Silbergstraße die Fahrbahn von herabgestürzten Ästen und umgefallenen Bäumen befreien, die der Schneelast nicht standhielten. Auch in den folgenden Stunden und Tagen rechnet sie mit vielen ähnlichen Einsätzen. 

Update, 14.05 Uhr - Suchaktion nach Lawinenabgang in Marktschellenberg beendet

Durch einen Lawinenabgang am heutigen Mittwochvormittag, den 9. Januar bei Marktschellenberg wurde die Alte Berchtesgadener Straße auf einem Abschnitt verschüttet. Personen kamen nicht zu Schaden.

Gegen 11.15 Uhr wurde durch einen Verkehrsteilnehmer bei der Polizei mitgeteilt, dass eine Lawine einen Abschnitt der Alten Berchtesgadener Straße im Gemeindebereich Marktschellenberg verschüttete. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Personen oder Fahrzeuge in der Lawine befinden, wurden neben der Polizei auch Rettungskräfte von Feuerwehr, Bergwacht und Technischem Hilfswerk alarmiert. 

Stundenlang suchten Bergretter die Lawine ab.

Nachdem die Lawine mit zwei Lawinensuchhunden abgesucht wurde und diese keine Personen anzeigten, konnte zunächst vorsichtig Entwarnung gegeben werden. Mit Radladern wurde die Straße von den Schneemassen, die sich auf einer Breite von ca. 30 Meter bis zu einer Höhe von fünf Metern auftürmten, geräumt. 

Auch bei der Räumung der Straße konnten weder Personen noch Fahrzeuge in der Lawine festgestellt werden, Gebäude waren ebenfalls nicht betroffen. Die Straße ist mittlerweile vom Schnee befreit, wurde aber von der Lawinenkommission aufgrund anhaltender Gefährdung durch etwaige weitere Lawinen für den Verkehr gesperrt.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 13.45 Uhr - Lawinenabgang in Marktschellenberg

Mehrere Stunden suchten Bergretter mit Lawinensuchhunden und Mitarbeiter der Gemeinde nach möglicherweise verschütteten Personen. Die Suche wurde mittlerweile abgeschlossen. Mit großer Wahrscheinlichkeit befinden sich weder Fahrzeuge noch Menschen unter den Schneemassen.

Gegen 11.15 Uhr ging vom Ettenberg eine Lawine bis ins Tal Martkschellenbergs ab. Viele Teile der Alten Berchtesgadener Straße wurden meterhoch verschüttet. 

Nach und nach soll nun die Straße vom Schnee befreit werden. 

Lawinensuchhunde waren in Marktschellenberg im Einsatz.

Update, 13.33 Uhr - "Struber Jager" bringen Schüler in Sicherheit

Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232 aus Bischofswiesen haben auf der Buchenhöhe in Berchtesgaden in den Schneemassen gestrandete Schüler in Sicherheit gebracht. Die Marktgemeinde hatte ein dringendes Eilhilfeersuchen an die Gebirgsjäger gestellt. 

Die Schüler sowie Lehrpersonal der Christopherus-Schule steckten am 8. Januar nachmittags aufgrund einer Straßensperre an der Schule im Berchtesgadener Ortsteil Buchenhöhe fest. Der Erste Bürgermeister von Berchtesgaden, Franz Rasp, wandte sich unmittelbar an das Gebirgsjägerbataillon 232. 

Da wegen der Gefahr von Schneebruch eine Gefährdung für Leib und Leben für die rund 30 in den Schneemassen eingeschlossenen Schüler und Lehrer bestand, rückten die ‚Struber Jager‘ sofort mit drei Überschneefahrzeugen vom Typ ‚Hägglund‘ aus. 

Nach wenigen Stunden waren die Hilfesuchenden aus dem Gefahrenbereich evakuiert. „Wenn Hilfe benötigt wird, helfen wir gerne“, freute sich Hauptfeldwebel Falk Engmann, Zugführer der 3. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232, mit seinen Soldaten über die gelungene Rettungsaktion. 

Ein ‚Hägglund‘ trifft an der Christopherus-Schule ein, um die eingeschlossenen Schüler und Lehrer zu evakuieren.

Bürgermeister Rasp bedankte sich bei den ‚Struber Jagern‘ über Facebook: „Ein Riesen-Dankeschön (…). Alles super unkompliziert und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger! (…)“.

Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23

Update, 12.50 Uhr - Zwei Unfälle bei Teisendorf

Gleich zu zwei Unfällen durch Schneeglätte musste die Feuerwehr Teisendorf am Mittwoch vormittag ausrücken. Auf der Staatsstraße zwischen Teisendorf und Anger kam der Fahrer eines Autos während eines Überholvorganges ins Schleudern und prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum. Die beiden Insassen wurden leicht bzw. mittelschwer verletzt und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert.

Die FFW Teisendorf war mit zwei Fahrzeugen vor Ort, regelte den Verkehr und half bei den Aufräumarbeiten. Nach circa einer Stunde konnte der Verkehr wieder ungehindert laufen. 

Noch bei der Rückfahrt ins Feuerwehrhaus wurde wiederum alarmiert, auf der B304 in Höhe Tragmoos kam ein Sattelschlepper aufs Bankett und blieb stecken. Bei der Bergung blieben große Mengen Dreck und Schnee auf der Fahrbahn liegen, die FFW reinigte die Fahrbahn. Und regelte während der Arbeiten den Verkehr. Dieser Einsatz konnte in einer Dreiviertelstunde abgewickelt werden.

Pressemeldung Freiwillige Feuerwehr Teisendorf

Im Zusammenhang mit den vielen Unfällen ist auch zu sagen, dass es bei dieser Witterung nicht ausreicht das Tagfahrlicht einzuschalten. 


Update, 12.38 Uhr - Gefährliche Schneelasten: Hausdächer frei räumen

„Befreien Sie Ihr Dach rechtzeitig von Altschnee. Wenn die zulässige Schneelast überschritten ist, kann es zu spät sein, denn der Deutsche Wetterdienst hat weiterhin Schneefall vorhergesagt“, warnt die Regierung von Oberbayern. 

Aufgrund der starken Schneefälle der vergangenen Tage liegen auf den Dächern bereits jetzt hohe Schneelasten, die Schäden bis hin zu Dacheinstürzen verursachen können. Diese Gefahr besteht dann, wenn bei steigenden Temperaturen Tauwetter mit Regen einsetzt. 

Die Regierung von Oberbayern ruft alle betroffenen Hausbesitzer auf, schon jetzt vorsorglich ihr Dach von Altschnee zu befreien, jetzt beziehungsweise sobald die Wetterlage es zulässt. Personen, die ein Dach räumen, müssen stets gesichert sein. 

Wer selbst nicht in der Lage ist, den Schnee vom Dach zu räumen, sollte ein Privatunternehmen beauftragen oder bei der Gemeinde oder der Feuerwehr nachfragen, wer solche Arbeiten durchführt. 

Das Merkblatt "Schnee auf Dächern - Tipps für Hausbesitzer" informiert über zulässige Schneelasten und die Errechnung des Schneegewichts.

Trotzdem sollten Herzpatienten bei Minusgraden auf große körperliche Anstrengung wie Schneeschaufeln verzichten. Die Kombination aus Kälte und Anstrengung kann für sie gefährlich werden, sagt Thomas Voigtländer, Ärztlicher Direktor des Cardioangiologischen Centrums Bethanien in Frankfurt.

mz/Pressemeldung Regierung von Oberbayern

Update, 11.55 Uhr - Lawine verschüttet Straße in Marktschellenberg

Am Mittwochmittag gegen 11.15 Uhr ging in Marktschellenberg eine Lawine ab. Dabei wurde Teile der Alten Berchtesgadener Straße, welche von der B305 aus gut sichtbar ist, von einer etwa fünf meterhohen Lawine verschüttet. Feuerwehr, Bergwacht und auch Mitarbeiter der Gemeinde sind mit einem Radlader vor Ort. Wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage von BGLand24.de mitteilte, müsse nun geklärt werden, ob sich Personen unter den Schneemassen befinden. 

Update, 11.43 Uhr - tragischer Skiunfall in Österreich

Blockierte Straßen, abgeschnittene Ortsteile, Schulausfälle und ein weiterer tödlicher Skiunfall: Riesige Schneemengen beherrschen das Leben in weiten Teilen Südbayerns und Österreichs.

Dort starb ein 62 Jahre alter Lehrer im Beisein seiner Schüler nach einem Skiunfall. Bei Berchtesgaden sitzen rund 350 Menschen fest und müssen per Lastwagen mit Lebensmitteln versorgt werden.

Der Lehrer in Österreich verlor auf der Mariazeller Bürgeralpe aus bislang ungeklärter Ursache bei der Abfahrt einen Ski und stürzte links über den Pistenrand in einen steil abfallenden Wald, wie die Polizei in der Nacht auf Mittwoch mitteilte. Dort blieb er im lockeren und metertiefen Schnee kopfüber stecken. 

Die nachkommenden neun Schüler konnten dem Mann aufgrund der Schneemassen nicht helfen. Einsatzkräfte der Bergrettung Mariazell konnten schließlich zu dem 62-Jährigen absteigen, stellten aber keine Lebenszeichen mehr fest.

Starke Nerven brauchten vielerorts die Pendler, auch wenn sich die Lage auf der A8 mittlerweile etwas entspannt hat. 

Weiter groß ist das Risiko von Lawinenabgängen. In Österreich gilt in einigen Teilen der Steiermark und in den Ybbstaler Alpen in Niederösterreich die höchste Lawinenwarnstufe. 

Und noch ist keine Entspannung in Sicht: Erwartet werden sowohl für große Teile Österreichs als auch für Bayern weitere teils ergiebige Schneefälle. Viele Orte in Bayern bereiten sich akribisch darauf vor. 

Reit im Winkl bereitet sich auf die nächsten Schneemassen vor

Am Mittwochvormittag wurde in ganz Reit im Winkl, Schnee mit Radlader auf Lkw verladen und auf eine Wiese gekippt. Eine große Schneeschleuder befreit die Hauptstraßen von dem Schnee, den die Schneepflüge nicht mehr bei Seite schaffen können. Das Skigebiet Winklmoosalm hat wieder geöffnet.

Update, 11.10 Uhr - 350 Menschen sitzen bei Berchtesgaden fest

Rund 350 Menschen sitzen in Buchenhöhe bei Berchtesgaden fest und müssen per Lastwagen mit Lebensmittel und dem Nötigsten versorgt werden, berichtet heimatzeitung.de. Auch wenn man begonnen hat die einzige Zufahrtsstraße in der Nähe des Obersalzberges zu räumen, bleibt diese bis auf Weiteres gesperrt. Dort drohen Bäume unter der Last des Schnees zu brechen und umzukippen.

Update, 10.45 Uhr - Lkw schlittert in Acker

Am Mittwochvormittag verlor ein Lkw-Fahrer auf der RO42 in Aign bei Albaching aufgrund von Eisglätte die Kontrolle über sein Gefährt und schlitterte in einen angrenzenden Acker. 

Lkw schlittert bei Albaching in Acker

Update, 10.25 Uhr - Straßensperrungen

Der Schneefall hält an, die Lawinensituation bleibt angespannt. Skitouren und Variantenabfahrten abseits gesicherter Skipisten erfordern besondere Vorsicht und gutes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen, schreibt der Lawinenwarndienst Bayern auf seiner Homepage. 

Aufgrund der herrschenden großen Lawinengefahr bleiben folgende Straßen gesperrt:

  • Landkreis Traunstein: Ruhpolding B 305, Seehaus - Seegatterl gesperrt seit 5. Januar, 17.30 Uhr
  • Landkreis Berchtesgadener Land: Schneizlreuth Bundesstraße, B 305; Schneizlreuth - Abzweig. St 2101 gesperrt seit 5. Januar, 16.30 Uhr
  • Schönau am Königssee: Forststraße, Gotzental ab Parkplatz Hinterbrand gesperrt seit 5. Januar, 9 Uhr

Update, 10.13 Uhr - Busunfall in Saaldorf 

Pressemeldung BRK Berchtesgadener Land

Ein Unfall mit einem nahezu vollbesetzten Schulbus ist am Mittwochmorgen für die Kinder und Jugendlichen relativ glimpflich ausgegangen: Der 53-jährige Busfahrer wurde nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes leicht - fünf Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 14 und 15 Jahren ebenfalls leicht verletzt, wobei sie vorsorglich mit Prellungen und Abschürfungen ins Krankenhaus kamen. 

Der Bus war gegen 7.50 Uhr von Saaldorf nach Teisendorf zur dortigen Mittelschule unterwegs, als er auf der abschüssigen, salznassen Stalberstraße im Waldstück kurz nach der Mehrzweckhalle in Saaldorf aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Straße abkam, frontal gegen einen Baumstumpf prallte und deshalb ruckartig stehen blieb.

Dabei wurden der 53-jährige Busfahrer leicht und insgesamt fünf Jugendliche zwischen 14 und 15 Jahren ebenfalls leicht verletzt. Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren Saaldorf, Surheim und Weildorf mit 50 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen los, darüber hinaus ein Großaufgebot des Roten Kreuzes mit 25 Sanitätern, einem Notarzt und zehn Fahrzeugen, darunter auch die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) mit Unterstützungsgruppe (UG-SanEL) und die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) Behandlung, Betreuung und Transport der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften Stadt Freilassing und Ainring. 

Das Rote Kreuz versorgte den verletzten Fahrer und die verletzten Kinder und brachte jeweils zwei Patienten in Kliniken nach Freilassing, Salzburg und Traunstein.

Die Ehrenamtlichen richteten für alle Kinder und ihre Eltern in der nahen Mehrzweckhalle eine Betreuungsstelle ein, wo auch eine Fachberaterin des Kriseninterventionsdienstes (KID) der BRK-Bereitschaften als Ansprechpartnerin bereitstand insgesamt mussten dort 37 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren registriert, betreut und zusammen mit den eintreffenden Eltern beruhigt werden, wobei Einsatzleiter Hermann Emminger sie räumlich voneinander trennen ließ. Die fünf verletzten Kinder und der Busfahrer erlitten ersten Erkenntnissen zufolge nur Prellungen und Abschürfungen. 

Die Betroffenen wurden zunächst vom Roten Kreuz in der Mehrzweckhalle betreut und versorgt und dann von Eltern abgeholt; auch die Schulleitung der Mittelschule war vor Ort, wobei der Rotkreuz-Einsatz bis 10.45 Uhr dauerte. Der Schaden am Schulbus beläuft sich laut Polizei auf rund 20.000 Euro – er musste abgeschleppt werden. Beamte der Freilassinger Polizei nahmen den Verkehrsunfall auf.

Pressemeldung BRK Berchtesgadener Land

Pressemeldung Polizeiinspektion Freilassing:

Am 9. Januar gegen 7.50 Uhr kam ein Schulbus, der mit 43 Schulkindern im Alter zwischen 12 und 15 Jahren von Saaldorf nach Teisendorf zur dortigen Mittelschule unterwegs war, an der abschüssigen salznassen Stalberstraße in dem Waldstück kurz nach der Mehrzweckhalle in Saaldorf aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Straße ab und prallte gegen einen dort befindlichen Baumstumpf. 

Der Bus kam durch den Aufprall ruckartig zum Stehen. Dabei wurden der 53-jährige Busfahrer schwer- und insgesamt 21 Kinder leicht verletzt. Fünf Kinder wurden vorsorglich durch das BRK in ein Krankenhaus gebracht. 

Die Kinder werden von einem Kriseninterventionsteam und dem Rettungsdienst betreut.

Die Kinder erlitten ersten Erkenntnissen zufolge überwiegend Prellungen und Abschürfungen. Alle Betroffenen wurden zunächst vom BRK in der Mehrzweckhalle betreut und versorgt. Die Schulleitung der Mittelschule war vor Ort. Der Schaden am Schulbus beläuft sich auf etwa 20.000 Euro. 

Der Schulbus musste von einer Abschleppfirma geborgen werden. Das BRK war mit zehn Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften, die umliegenden Feuerwehren mit fünf Fahrzeugen und circa 50 Einsatzkräften vor Ort.

Busunfall in Saaldorf - Kinder verletzt

Pressemeldung Polizeiinspektion Freilassing

Update, 10 Uhr - Polizei registriert 358 Unfälle

Von Freitagfrüh bis Montagfrüh verzeichnete das Polizeipräsidium in Rosenheim für den gesamten Zuständigkeitsbereich 358 Verkehrsunfälle. 

Leider waren hierbei auch drei Getötete und drei Schwerverletzte zu verzeichnen. Besonders der durch die Schneemassen verengte Verkehrsraum führte häufig zu brenzligen Situationen zwischen Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern. 

Zu keinen Verkehrsbeeinträchtigungen führte das erstmalig in Tirol geltende Winterfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen im Transitverkehr am Samstag. Bei mäßigem Lkw-Aufkommen missachteten nur 48 Fahrer schwerer Lkw das neue Sonderfahrverbot, berichtete die Landespolizeidirektion Tirol. 

Auch von Dienstag, 8. Januar, auf Mittwoch, 9. Januar, kam es aufgrund der erneuten Schneefälle im südlichen Oberbayern zu mehreren, teils erheblichen, Verkehrsbehinderungen sowie glücklicherweise meist kleineren Verkehrsunfällen mit lediglich Sachschäden. 

Nachdem es auch in den kommenden Tagen bei diesen winterlichen Straßenverhältnissen bleiben wird, appellieren wir dringend an alle Verkehrsteilnehmer und insbesondere die Kraftfahrzeugführer! 

„Erhöhte Vorsicht und Fuß vom Gas“!

Gerade bei winterglatten und rutschigen Fahrbahnen kann nicht angepasste Geschwindigkeit verheerende Folgen haben. Zudem ist die richtige Ausrüstung, wie z. B. Winterreifen, genauso wichtig wie freie Sicht und intakte Beleuchtung.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 9.40 Uhr - Busunfall in Saaldorf

Neuesten Erkenntnissen zufolge kam der Bus auf der Stalberstraße, kurz vor der Staatstraße 2104, nach rechts von der Fahrbahn ab und prallt des Weiteren frontal gegen einen Baumstumpf. Insgesamt 42 Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Bus. Neun Personen sollen verletzt worden sein. 

Alle Kinder und verletzte Personen werden in der Sporthalle Saaldorf vom BRK versorgt. 

Update, 9.35 Uhr - Lkw kommen auf A8 bei Bergen von Fahrbahn ab

In den frühen Morgenstunden sind zwei Lkw auf der A8 zwischen Bergen und Grabenstätt, in Richtung Salzburg, auf Schneefahrbahn hängen geblieben und dann von der Fahrbahn abgekommen. 

Ein Bergeunternehmen hat beide Lkw wieder auf die Fahrbahn gezogen. Das bilden einer Rettungsgasse hat abermals nicht funktioniert.

Lkw auf A8 zwischen Bergen und Grabenstätt von Fahrbahn abgekommen

Update, 9.05 Uhr - Busunfall in Saaldorf - Situation A8

Am Mittwochmorgen kam ein Bus auf der Stalberstraße in Saaldorf nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte dort mit einem Baumstumpf. Im Bus befanden sich mehrere Kinder. Laut ersten Informationen von vor Ort sollen auch Personen verletzt worden sein. Alle Betroffenen werden derzeit in der Mehrzweckhalle in Saaldorf vom BRK betreut und versorgt. 

Situation auf A8 weiter angespannt

Die Situation auf der A8 hat sich immer noch nicht verbessert. In Fahrtrichtung München können Lkw nur äußerst langsam den rechten Fahrstreifen befahren. Auf der mittleren Fahrspur sind ebenso nur Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde möglich, teilte ein User der Redaktion mit. Die linke Fahrspur wurde nicht geräumt. Ab dem Kreuz München Süd  bis zur Stadtgrenze München ist es "spiegelglatt". Es geht nur im Schritttempo vorwärts.

Auf der Gegenfahrbahn in Richtung Salzburg staut es sich zunehmend. 

A8 Fahrtrichtung München

Update, 8.35 Uhr - Schulbus in Saaldorf-Surheim von Straße abgekommen

Im gesamten Berchtesgadener Land ist an einen normalen Tagesablauf kaum zu denken. Nun hat uns auch noch die Meldung erreicht, dass ein Bus, vermutlich ein Schulbus, in Saaldorf-Surheim von der Straße abgekommen sei. Eine Sprecherin der Polizei Freilassing konnte der Redaktion den Unfall bereits bestätigen. Weitere Informationen über mögliche Verletzte liegen aber aktuell nicht vor. Die betroffenen Fahrgäste sollen in der Mehrzweckhalle Saaldorf zunächst versorgt werden.

Auch in Griesstätt konnten keine Schulbusse ihre Fahrt antreten. Ebenso für Autos und andere Fahrzeuge ist aufgrund von Glatteis ein sicheres Fortbewegen kaum möglich. Mehrere Autofahrer mussten deshalb ihre Wagen am Ortsrand stehen lassen. 

Update, 8.15 Uhr - Chiemgau Arena in Ruhpolding versinkt im Schnee: 

Auch Ruhpolding versinkt im Schnee. In exakt einer Woche soll dort, in der Chiemgau Arena, der beliebte Biathlon-Weltcup beginnen. Doch an einen reibungslosen Ablauf ist derzeit leider nur schwer zu denken. Für die nächsten 10 Tage ist zudem noch über ein Meter Neuschnee angesagt. Alle Container, Hütten und die Tribüne müssen vom Schnee befreit werden. Deshalb hat der Ski Club Ruhpolding einen Facebook-Aufruf gestartet. Jede helfende Hand sei derzeit herzlich Willkommen um den Kampf mit den Schneemassen aufzunehmen. 

Weiter heißt es: "Der Aufruf würde nicht erfolgen, wenn die Lage nicht sehr ernst wäre. Die sichere Durchführung des Weltcups ist durchaus in Gefahr. Jeder wird benötigt, der Zeit hat. Einfach bei uns vor Ort im Cafe Biathlon, dem Betriebshof oder bei der Stadionverwaltung melden. Schaufeln sind vorhanden und für Verpflegung ist gesorgt."

Update, 7.54 Uhr - Verkehrschaos auf A8 droht

Über Nacht hat es fast in der ganzen Region wieder begonnen stark zu schneien. So viel, dass auch die Autobahnen der Region im Weiß versinken. Der starke Wind schränkt die Sicht für Autofahrer zudem erheblich ein. Vor allem die Situation am Irschenberg macht große Sorgen. 

Wie eine Sprecherin der Verkehrspolizei Holzkirchen auf Anfrage von rosenheim24.de erklärte, geht in Richtung München nichts voran. Mehrere Lkw sind am Irschenberg liegen geblieben. Räumfahrzeuge versuchen die Strecke befahrbar zu machen. Auf der Gegenseite in Fahrtrichtung München läuft der Verkehr - NOCH, heißt es von Seiten der Verkehrspolizei Rosenheim. 

Auch im weiteren Verlauf der A8 im Chiemgau und im Berchtesgadener Land kommt es immer wieder zu Stauungen. Eine Sprecherin der Verkehrspolizei Traunstein berichtet, dass immer wieder Lkw und auch andere Fahrzeuge auf der Fahrbahn liegen bleiben. Daher kommt es auf der gesamten Strecke zu erheblichen Behinderungen und Wartezeiten. 

Update, 7.05 Uhr - Irschenberg eingeschneit

Die Bundesstraße B472 vom Irschenberg nach Bad Tölz ist zwischen A8, Irschenberg und Miesbach in beiden Richtungen derzeit nicht passierbar. Dort ist die Fahrbahn schneebedeckt. Auch auf der Autobahn kommt es zu Problemen.

Update, 6.55 Uhr - Feuerwehr Neukirchen im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Neukirchen hat am Dienstag versucht, die von der Verkehrsanbindung und teilweise Stromversorgung abgeschnittenen Ortsteile Wetzelsberg, Mauerreuten und Wildberg zu erreichen. Für Wetzelsberg ist dies notdürftig gelungen. Für Mauerreuten und Wildberg wurde schließlich mit schwerem Gerät die Straße über Mauerreuten bis Wildberg notdürftig freigeräumt.

Am Abend haben die Kameraden das Dach des Kindergartens und des Schwimmbadgebäudes abgeschaufelt, da die Schneelast extrem hoch war. Am Schwimmbad drohte ein Gerüst einzubrechen.

Die normale Zufahrt nach Wetzelsberg sowie die Strecke von der Neukirchener Seite nach Schwarzenberg und Mitterstatt sind weiterhin blockiert, heißt es im Einsatzbericht. Auch die Sonnenstraße zwischen Tankstelle Neukirchen, Sprung und Achthal bleibt weiterhin gesperrt.

Update, 6.15 Uhr - Schneeglätte auf A8

Wie aus den aktuellen Verkehrsmeldungen hervorgeht, herrscht auf der A8 zwischen Anger und Neukirchen momentan Schneeglätte. In Richtung München besteht Gefahr durch mehrere defekte Lkw.

Update, 5.45 Uhr - Auto überschlägt sich bei winterglatter Fahrbahn

Eine 32-Jährige aus Miesbach hat sich am Vormittag des 8. Januars mit ihrem Auto auf der Staatsstraße St2573 zwischen Holzkirchen und Otterfing überschlagen, wie die Polizeiinspektion Holzkirchen mitteilt. Auf Höhe des Teufelsgrabens ist sie zuvor in einer leichten Rechtskurve aufgrund der schneeglatten Fahrbahn nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Die Frau und ihre 10-jährige Tochter haben den Unfall unverletzt überstanden. Der Verkehr musste für etwa 45 Minuten durch die Polizei Holzkirchen geregelt werden.

Die Erstmeldung:

Nach einer kurzzeitigen Beruhigung des Wetters ist es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Diese liest sich jedoch verheerend, denn von Vorarlberg über die Region bis nach Südtirol gab es seit Samstag infolge des Schneechaos insgesamt zwölf Tote zu beklagen.

Am Samstag starb eine 20-jährige Tourengeherin bei einem Lawinenabgang an der Stoißer Alm bei Anger (Landkreis Berchtesgadener Land). Für die junge Frau aus Saaldorf-Surheim kam jede Hilfe zu spät. Polizeibergführer Andreas Wendl hat sich später zu dem Unglück aus seiner Sicht geäußert und von einem "mulmigen Gefühl beim Aufstieg" gesprochen.

Zudem starb ein 19-Jähriger bei einem schweren Unfall auf der B472 im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und in Burghausen (Landkreis Altötting) kam ein Mann beim Anschieben eines BMW ums Leben. Offen blieb zunächst, ob der Mann auf dem schneeglatten Untergrund von dem Wagen erfasst oder infolge eines gesundheitlichen Problems verstorben ist.

Der Sonntag verlief vor allem in Vorarlberg dramatisch. Erst starb ein Skifahrer (26) aus dem Landkreis Dachau in einer Lawine im Skigebiet Schoppernau. Wenige Stunden später wurde ein Wintersportler aus dem Raum Heilbronn (32) bei Damüls von einem Schneebrett mitgerissen und verschüttet. Auch er starb, obwohl seine Freundin per Handy noch einen Notruf absetzte. In Gargellen verunglückte eine Snowboard-Fahrerin aus der Schweiz. Die 24-Jährige stürzte 20 Meter über steiles Gelände ab und blieb kopfüber im Schnee stecken - auch für sie kam jede Hilfe zu spät.

Parallel dazu ereignete sich auch der Blombergbahn bei Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ein tragischer Unfall mit einem Skitourengeher. Der 44-jährige Mann aus Penzberg wurde in einem Waldstück von einem umfallenden Baum erschlagen. Im Skigebiet Zauchensee im Salzburger Land versank unterdessen ein Slowene im meterhohen Tiefschnee. Obwohl er rasch heraus gezogen wurde, blieben jegliche Reanimationsversuche bei dem 35-Jährigen erfolglos.

Mutter konnte Warnschild nicht lesen

Zudem kam es am Rittner Horn in der Nähe von Bozen (Südtirol) zu einem entsetzlichen Rodelunfall. Eine Italienerin, die zusammen mit ihrer Tochter (8) gemeinsam auf einem Schlitten saß, raste gegen einen Baum. Die Mutter (38) starb, das kleine Mädchen liegt seither im Koma. Das Rodeln an dieser Stelle war eigentlich streng verboten. Die Bild-Zeitung berichtet, dass die Frau die Warnschilder, die auf Deutsch geschrieben waren, angeblich nicht lesen konnte.

Am Montag wurden im Salzburger Land schließlich die Leichen von zwei jungen Menschen aus Abtenau entdeckt. Das Pärchen, ein 28-jähriger Mann und eine 23-jährige Frau, galt seit Samstag als vermisst, als die beiden in der Nähe der Schindlmaisalm von einer Lawine erfasst worden waren. Ein Rettungseinsatz am Samstag musste wegen der hohen Eigengefahr für die Retter abgebrochen werden, am Sonntag war ein erneuter Einsatz wegen des Wetters und der Schneemassen nicht denkbar. Erst am Montagmorgen konnte weitergesucht werden - zu spät. 

Tödlicher Unfall bei Bruck - Mann verstirbt am Unfallort

Und am Dienstagmorgen ereignete sich in Folge von Schneeglätte noch ein schlimmer Verkehrsunfall im Landkreis Ebersberg. Auf der Kreisstraße EBE13 zwischen Glonn und Grafing stießen ein VW Bus und ein Toyota heftig zusammen. Der Toyota-Fahrer verstarb trotz Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle.

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