Weil sie die Tunnelsperre in Landsberg nicht abwarten wollten

Fernbus blockiert Rettungsgasse - Fahrer mutieren zu Geisterfahrern

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Landsberg - Es schockiert immer wieder und doch passiert es so oft: Die Rettungsgasse wird missachtet, nicht gebildet oder sogar als Abkürzung benutzt. Genau das ist jetzt in Landsberg geschehen. Zudem entwickelten sich drei Fahrer zu Geisterfahrern.

Die Tunnel Etterschlag und Eching an der A96 (München - Lindau) wurden wegen dem Unwetter am Montag, den 10. Juni, überflutet. Daraufhin wurden sie um kurz nach 18 Uhr gesperrt. Beamte der Autobahnpolizei wollten vor Ort prüfen, ob die Tunnel wieder freigegeben werden können, berichtete ein Sprecher der Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck dem BR berichtet. 

Doch soweit kam es gar nicht, denn ein Fernreisebus blockierte die Rettungsgasse. Der Busfahrer habe den Stau über die Rettungsgasse umfahren wollen, erzählte die Polizei dem BR weiter.

Nachdem dann der Tunnel Etterschlag dann freigegeben worden war, kamen der Autobahnpolizei plötzlich ein Wohnmobil samt Pferdeanhänger und zwei Autos entgegen. Die drei Fahrzeuge auf der Autobahn während der Tunnelsperre gewendet, um dann zurück zur Anschlussstelle bei Inning zurückzufahren.

Den Busfahrer erwartet nun, genau wie den Geisterfahrern, ein saftiges Bußgeld. Letztere erhalten zudem noch ein Fahrverbot. 

Auch in der Region wütete der Sturm am Montag: Orkanböen, hegtige Gewitter und Hagel wurden vom DWD angekündigt. In Neumarkt-St. Veit hagelte es heftig.

Auch am Dienstag gab es Warnungen vor Sturm, die Schäden vom Montag waren auch noch am Folgetag zu sehen.

ics

Rubriklistenbild: © picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa (Symbolbild)

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