„Rabenschwarzer Tag“ in Landshut

Brüder (13, 17) von Zug getötet: Polizei ermittelt weiter

Zwei Schüler sind auf einem Bahnhof bei Landshut in Niederbayern von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Ersten Angaben der Polizei zufolge, wurden die beiden am Dienstagmorgen auf dem Bahnhof Bruckberg von einem durchfahrenden Regionalzug erfasst.
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Zwei Schüler sind auf einem Bahnhof bei Landshut in Niederbayern von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Ersten Angaben der Polizei zufolge, wurden die beiden am Dienstagmorgen auf dem Bahnhof Bruckberg von einem durchfahrenden Regionalzug erfasst.

Landshut - Am Bahnhof Bruckberg bei Landshut hat sich am Dienstagmorgen, 13. Oktober, ein schrecklicher Unfall ereignet. Dabei kamen zwei Schüler ums Leben.

Update, Mittwoch (14. Oktober): Polizei ermittelt nach tödlichem Bahnunfall weiter

Nach dem tödlichen Bahnunfall bei Landshut in Niederbayern ermittelt die Polizei weiter zum genauen Hergang. Die Beamten befragen Zeugen und werten mögliche Videoaufnahmen von Überwachungskameras aus, wie ein Sprecher sagte. Bisher hätten Vernehmungen aber erste Ermittlungsergebnisse bestätigt

Zwei Schüler waren demnach am Dienstag am Bahnhof Bruckberg von einem Regionalzug erfasst und tödlich verletzt worden, als sie trotz geschlossener Schranken über einen Bahnübergang liefen - offenbar um auf dem Weg zur Schule eine andere Regionalbahn zu erwischen. Ob und warum die beiden Brüder, 13 und 17 Jahre alt, den herannahenden Zug nicht bemerkten, blieb zunächst unklar.

Zahlreiche andere Schüler und Pendler beobachteten den Unfall vom Bahnsteig oder aus den Zugfenstern heraus. Sie wurden anschließend seelsorgerisch betreut.

Update, 13.29 Uhr - Bürgermeister spricht von „rabenschwarzen Tag für die Gemeinde“

Zahlreiche Augenzeugen, darunter mehrere Schüler, beobachteten den schrecklichen Unfall am Bahnhof Bruckberg. Die Fahrgäste würden ebenso wie die Angehörigen der beiden Schüler von Kriseninterventionsteams vor Ort betreut, sagte ein Sprecher der Polizei Landshut.

Die Zahl der Augenzeugen lasse sich bisher nicht abschätzen. Bruckbergs Bürgermeister Rudolf Radlmeier (Freie Wähler) sprach von einem „rabenschwarzen Tag für die Gemeinde“. Viele Schüler hätten den Unfall miterleben müssen. Sie seien anschließend im Feuerwehrhaus der Gemeinde betreut worden. „In dem Moment, wenn man erfährt, dass zwei Jugendliche durch einen Zug tödlich verunglückt sind, bewegt einen natürlich sehr. Unsere Anteilnahme liegt voll bei den Angehörigen“, so Radlmeier, welcher selbst Familienvater ist.  

Update, 11.53 Uhr - Polizei spricht von tragischem Unfall

Wie die Polizei Landshut berichtet, bestätigen die bislang durchgeführten Vernehmungen den bekannten Sachverhalt. Die Beamten sprechen explizit von einem äußerst tragischen Unfallgeschehen.

Demnach wollten die beiden Brüder (13/17) aus Bruckberg gegen 7.15 Uhr einen beschrankten Bahnübergang am Bahnhof Bruckberg überqueren, um einen wartenden Zug in Richtung Landshut zu erreichen. Sie wurden im Gleisbereich von einem in Richtung München fahrenden Regionalzug erfasst und sofort getötet.

Um die Betreuung der zahlreichen Augenzeugen und Angehörigen vor Ort kümmern sich mehrere Kriseninterventionsteams. Die Bahnstrecke und der Bahnübergang ist nach wie vor gesperrt, da die Feuerwehr hier noch im Einsatz ist. 

Update, 10.38 Uhr - Zwei Brüder sterben an Bahnübergang

Nun gibt es erste Details zum Unfallhergang: Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um zwei Brüder, 13 und 17 Jahre alt, aus Bruckberg. Die beiden wollten ersten Erkenntnissen zufolge ihren bereits im Bahnhof Bruckberg wartenden Zug nach Landshut noch erreichen und sind deshalb wohl trotz geschlossener Schranken über einen Bahnübergang über die Gleise in der Nähe des Bahnhofs gelaufen. Dabei übersahen sie offenbar den Regionalzug.

Der Lokführer versuchte noch eine Notbremsung - jedoch zu spät: Die Brüder wurden vom Zug erfasst und getötet. Die beiden Opfer stammen laut Polizei aus Bruckberg (Niederbayern).

Die Zugstrecke wurde komplett gesperrt. Es gebe keine weiteren Verletzten, sagte ein Polizeisprecher. Rund 100 Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter auch Seelsorger. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. 

Die Erstmeldung:

Ersten Erkenntnissen zufolge wurden zwei Schüler am Bahnhof Bruckberg bei Landshut von einem durchfahrenden Regionalzug erfasst, der auf der Bahnstrecke Landshut - Plattling unterwegs war. Die beiden Schüler wurden dabei getötet. Nähere Informationen zum Unfallhergang und zur Identität der Getöteten liegen bislang nicht vor.

Die Bahnstrecke sowie ein Bahnübergang wurden gesperrt. Wie lange die Sperre andauern wird, ist derzeit unbekannt. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Auch Mitarbeiter von Kriseninterventionsteams sind vor Ort.

mw/mz/mh/dpa

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