Landtag für Olympia-Bewerbung 

München - Der Landtag hat sich noch einmal fast einmütig hinter die Olympia-Bewerbung Münchens und Garmisch-Partenkirchens gestellt. Lediglich Vertreter der Grünen machten sich gegen die angestrebte Austragung der Winterspiele 2018 stark.

Redner von CSU, FDP, SPD und Freien Wählern verteidigten die Olympia-Bewerbung als riesengroße Chance für den Freistaat. Das Bewerbungskonzept sei zukunftsweisend, auch unter ökologischen Gesichtspunkten, betonte der SPD-Abgeordnete Florian Ritter . Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) erklärte, es müssten nur ganz wenige Sportstätten neu gebaut werden. “Wenn das als Nachhaltigkeit nicht akzeptiert wird, dann weiß ich nicht, was Sie unter Nachhaltigkeit verstehen“, sagte er an die Adresse der Grünen.

Der Grünen-Politiker Ludwig Hartmann, einer der Wortführer der Olympiagegner, kritisierte die Bewerbung dagegen erneut mit deutlichen Worten. Er warnte insbesondere vor “explodierenden Kosten“, die auf Bayern zukommen könnten - der Freistaat soll ein Drittel der möglichen Verluste des Organisationskomitees tragen. “Ein Drittel von unbegrenzt ist auch unbegrenzt“, sagte Hartmann. Florian Streibl (Freie Wähler) warf den Grünen Kleingeistigkeit und Fundamentalverweigerung vor. “Ein Nein sagen, das ist nicht verantwortlich - sondern das ist letztlich dumm.“ Die Grünen hätten sich zum “Totengräber“ der Region Garmisch-Partenkirchen gemacht. 

dpa

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