Landwirte fordern schnelle EHEC-Hilfen

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Nürnberg - Bayerische Gemüsebauern fürchten Verzögerungen der EU-Kommission bei der Auszahlung der angekündigten EHEC-Hilfen und fordern eine rasche Abwicklung.

Manche Landwirte säßen wegen der Absatzprobleme bei Gurken, Tomaten und Blattsalaten auf Schulden von 70 000 bis 80 000 Euro und seien auf die EU-Ausgleichszahlungen dringend angewiesen, sagte der Nürnberger Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Gerhard Völkel, am Sonntag der dpa.
“Da kommt es auf jeden Tag an“, betonte er. Im gesamten Gemüseanbaugebiet “Knoblauchsland“ nördlich von Nürnberg lägen die Einbußen bei rund zwei Millionen Euro, sagte Völkel. “Die Bauern in der Region haben daher kein Verständnis dafür, wenn sich die Auszahlung der EHEC-Hilfen verzögert, weil es in einigen Ländern zu nicht schlüssigen Abrechnungen gekommen ist, wie uns von Brüssel mitgeteilt wurde.“

Gerade deutsche Gemüseerzeuger hätten sich extrem genauen Kontrollen der Behörden unterwerfen müssen. Die Prüfer hätten sich mehrere Stunden in den Betrieben aufgehalten und sich sämtliche Abrechnungen über Jungpflanzen und Betriebsaufzeichnungen vorlegen lassen, berichtete Völkel. Deutsche Bauern dürften daher nicht unter Unstimmigkeiten bei Abrechnungen in anderen EU-Ländern leiden.

EHEC: Die wichtigsten Fragen und Antworten

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Die EU-Kommission sammelt die Entschädigungsforderungen aus den Mitgliedsländern, ehe über Auszahlungen aus dem vorgesehenen Entschädigungsbudget von europaweit 210 Millionen Euro entschieden wird.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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