24 Stunden ab Sonntag, 18. April

„Lasstunsöffnen“: Zweiter Bayernweiter Aktionstag - Kundgebungen auch in der Region

200 Menschen versammelten sich auf dem Mühldorfer Stadtplatz, um gegen die Coronaeinschränkungen zu demonstrieren. Honervogt
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200 Menschen versammelten sich beim ersten Aktionstag „lasstunsöffnen“ auf dem Mühldorfer Stadtplatz, um gegen die Coronaeinschränkungen zu demonstrieren.

Unter dem Motto „lasstunsöffnen“ beginnt am Sonntag, 18. April, zum zweiten Mal ein 24 Stunden langer, bayernweiter Aktionstag. Verschiedene Initiativen und Wirtschaftsverbände rufen hier zu „friedlichen und vernünftigen Kundgebungen, Pressekonferenzen und Aktionen“ auf und protestieren gegen den Lockdown.

Bayern - Unter dem Hashtag „lasstunsöffnen“ haben sich bereits vor einigen Wochen verschiedene Wirtschaftsinitiativen in Bayern zusammengeschlossen. Sie fordern, dass der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab abgeschafft wird und „sinnvolle, nachvollziehbare, wirksame und gerechte Maßnahmen“ zur Pandemiebekämpfung ergriffen werden.

Vor allem auch eine durch die geplante „Bundes-Notbremse“ verbundene „Machtverlagerung nach Berlin“ ist den Organisatoren ein Dorn im Auge. „Der Föderalismus ist der Kern der deutschen Demokratie und die Freiheits- und Grundrechte der Bürger dürfen keinesfalls noch mehr eingeschränkt werden“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben.

„Wirksame Lösungen und Konzepte“ gefordert

Alle Initiativen hätten großen Respekt vor einer Coronaerkrankung, aber „wollen verantwortungsvolle Öffnungen mit sicheren Hygienekonzepten.“ Der Lockdown sei nicht mehr das richtige Mittel, um die Pandemie zu bekämpfen. Es brauche wirksamere Lösungen und Konzepte.

Deshalb rufen die Initiativen am Sonntag, 18. April, ab 12.05 Uhr 24 Stunden lang bis Montag, 19. April, zum zweiten gemeinsamen Aktionstag auf. Laut Aussendung finden in ganz Bayern wieder Kundgebungen, Pressekonferenzen und Aktionen statt. „Auch wird wieder zu einer Social Media Aktion aufgerufen, mit dem gemeinsamen hashtag #lasstunsöffnen soll jeder zeigen, warum er sich Öffnungen wünscht.“

Aktionstag am Gedenktag

Da am Sonntag, 18. April, auch der deutschlandweite Gedenktag der Coronaopfer ist, soll jede Aktion mit einer Schweigeminute beginnen.

Bereits am 8. April hatte die Initiative „Lasstunsöffnen“ (Infos zu Veranstaltungen finden Sie hier) zu Pressekonferenzen und Kundgebungen in Bayern aufgerufen. Unter anderem in München, Tegernsee, Bad Füssing, Pfaffenhofen, Bad Kissingen, Regensburg, Deggendorf und Mühldorf. Schon damals hatte sie Unterstützer zu Postings unter #lasstunsöffnen aufgerufen. Wobei sich die Resonanz auf Twitter noch in Grenzen hielt.

Hinter der Aktion stehen derzeit folgende Initiativen:

  • Ostbayernsiehtschwarz – Niederbayern & Oberpfalz
  • Wir-stehen-zusammen – Rosenheim & Miesbach
  • GemeinsamZukunft – München
  • GemeinsamZukunft Regensburg – Regensburg
  • Unternehmerkreis Zukunft in Not – Augsburg, Bad
  • Thermenwelt Füssing/Bäderdreieck – Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Birnbach
  • Aktive Unternehmer – Berchtesgaden 
  • Gemeinsamstark – Bad Kissingen
  • Wir wollen nicht untergehen – Pfaffenhofen
  • MiteinanderausderKrise – Mühldorf
  • Lobby für Kinder – Niederbayern
  • Allianz gegen Corona – Garching
  • Protest Deggendorf
  • Protest Freilassing
  • Protest Bad Reichenhall
  • Bustouristik Scherzer - Tegernsee
  • BDS Bund der Selbstständigen - bayernweit
  • Wir brauchen Sport – bayernweit

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