Neues aus der Stadtratssitzung

Keine Kinderarbeit auf dem Friedhof Laufen!

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Laufen - In indischen Steinbrüchen arbeiten Tausende von Kindern. Viele von Ihnen sind noch keine zehn Jahre alt. Auch auf Deutschlands Friedhöfen stehen viele Grabsteine aus Indien. Das soll jetzt anders werden:

Mindestens die Hälfte aller Grabsteine, die auf Deutschlands Friedhöfen stehen, kommen aus Indien.Die ÖDP-Fraktion der Stadt Laufen beantragte für die letzte Stadtratssitzung einen Beschluss zu fassen, diese Praxis auf dem Städtischen Friedhof Laufen zu verbieten. Auch in der Gemeinde Obing im Raum Chiemgau stand kürzlich solch ein Beschluss auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung.

Kinderarbeit auf dem Friedhof Laufen "Ja oder Nein?"

In der letzten Sitzung hat sich der Stadtrat einstimmig und fraktionsübergreifend eindeutig dagegen entschieden, Grabsteine oder Grabdenkmäler zuzulassen, die durch ausbeuterische Kinderarbeit entstanden sind. Die Stadt Laufen stimmt damit mit kommunalen, bayerischen Verbänden und Empfehlungen überein.

"Ich bin davon überzeugt, dass jetzt schon der Großteil der Grabsteine oder Grabdenkmäler in Laufen von ortsansässigen Steinmetzen erstellt wurde", so Christian Reiter, der Geschäftsleiter der Stadt Laufen, nach der Stadtratssitzung im Gespräch mit BGLand24.de. Und ergänzt: "Die ortsansässigen Steinmetze wissen ganz genau, welche Steine und Denkmäler auf unseren Friedhof passen und welche Vorgaben einzuhalten sind. Mit einem hiesigen Steinmetz zu sprechen und dann das passende Grabdenkmal auszuwählen, ist denke ich auch wesentlich einfacher in so einer schwierigen Zeit, wie der Trauerphase".

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Fotomontage pa

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