Lebensretter gesucht

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Braucht einen passenden Spender: Im Oktober hat Tanja Mayr von ihrer Leukämie-Erkrankung erfahren. Eine Typisierungsaktion soll dabei helfen, hoffen auch ihr Mann Andreas und ihre Tochter.

Egglkofen/Landshut - Ein halbes Jahr wurde Tanja Mayr (31) falsch behandelt, bis die Ärzte die tatsächliche Ursache für ihre Krankheit gefunden haben: Leukämie. Nun sucht sie einen Spender.

Erst seit Mitte Oktober weiß sie von ihrer schweren Erkrankung. Helfen kann ihr eine Knochenmark- oder Stammzellentransplantation. Bei einer Typisierungsaktion hofft sie, dass ein passender Spender gefunden wird.

Von einer erneut aufgetretenen Autoimmunkrankheit sind die Arzte ausgegangen, haben sie dementsprechend behandelt. Erst als sich ihr Zustand immer mehr verschlechterte, suchte Tanja Mayr freiwillig ein Krankenhaus auf. Die Diagnose: Leukämie. Mit Hilfe der Ärzte eines Münchner Krankenhauses kämpft sie gegen den Blutkrebs.

Zu einer erfolgreichen Behandlung benötigt sie eine Knochenmark- oder Stammzellentransplantation. Ein naher Verwandter als Spender für eine Stammzellenübertragung kommt leider nicht in Frage. Um einen passenden genetischen Fast-Zwilling zu finden, findet daher am Sonntag, 23. Januar, in Landshut zwischen 11 und 15 Uhr in der Gaststätte des ETSV 09 eine Typisierungsaktion statt.

Tanja Mayr ist Mutter einer zweijährigen Tochter und mit dem aus Egglkofen stammenden Andreas Mayr verheiratet. Viele kennen die junge Frau aus der Rock-'n'-Roll-Abteilung des TSV Gerzen. Die Mitglieder helfen ihr, organisieren Aktionen, um möglichst viele Menschen zu einer Typisierung zu motivieren. Den gleichen Schritt macht auch der Frauenbund Egglkofen.

Der Erlös aus dem Kaffeekranzl morgen, Sonntag, 14 Uhr, in der Arthur-Loichinger-Halle kommt der Selbsthilfegruppe Leukämie zugute. Dieser Verein unterstützt die Typisierungsaktion für Tanja Mayr.

Nur eine geringe Menge Blut wird benötigt, um den Typ festzustellen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Typisierung nicht, diese trägt der Selbsthilfeverein Leukämie. 50 Euro kostet eine Blutanalyse. Teilnehmen können alle gesunden Personen zwischen 18 und 55 Jahren. Die Versicherungskarte ist mitzubringen.

Wird ein passender Spender gefunden, können die Stammzellen auf zwei unterschiedliche Arten gewonnen werden. Oft reicht es, wenn sich der Spender nach einer Hormonabgabe für einige Stunden an ein Gerät anschließt. Ähnlich wie bei einer Dialyse wird Blut aus der Armbeuge entnommen, das wieder eingeführt wird, nachdem die Stammzellen entnommen wurden. In Ausnahmefällen ist es nötig, dass unter Vollnarkose das Knochenmark aus dem Beckenkamm mittels Punktion entnommen werden muss. Dieses Verfahren ist für den Spender zwar ungefährlich, aber mit Schmerzen wie bei einer Prellung verbunden.

hi/Waldkraiburger Nachrichten

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