Auf der Münchner Maximilianstraße 

Lehrerin hat Oralsex auf Motorhaube - Skurrile Ausrede vor Gericht

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München - Pikantes Tête-à-Tête: Weil sie Sex auf einer Motorhaube hatten, ist jetzt ein Paar wegen Erregung öffentliche Ärgernisses in München verurteilt worden. Der Richter wird den Fall wohl so schnell nicht vergessen, dank der kuriosen Ausrede:

Der Fall: Eine 36-jährige Deutschlehrerin habe sich laut Anklage von einem Dekorateur (47) im April 2017 mitten auf der Münchner Maximilianstraße oral befriedigen lassen. Die Frau habe dabei auf der Motorhaube eines geparkten Autos gelegen. Ein Taxifahrer rief die Polizei und in Richtung des Liebespärchens: „Hört bitte auf mit eurem Scheiß“. Der Angeklagte habe seinen Mund drei Mal auf der Scham der Angeklagten gehabt, so berichtet es das Amtsgericht laut unserem Partnerportal tz.de.

Die übereinstimmende Ausrede der Angeklagten dann beim Prozess vor dem Münchner Amtsgericht: Der kniende Mann habe lediglich versucht, den Body der an einem geparkten Auto lehnenden Angeklagten zu schließen. An dem Body habe sich den Abend über ein defekter Druckknopf immer wieder ungewollt geöffnet.

Eine Polizistin, die zum Tatort gerufen wurde, gab an, dass die durchgeführten Alkoholtests auf eine erhebliche Alkoholisierung beider Angeklagter hätten schließen lassen. Beide hätten eine verwaschene Aussprache gehabt. Der Angeklagte hielt sich am Lichtmast fest und schielte leicht. Die Angeklagte wankte auch leicht.

Der zuständige Richter am Amtsgericht München glaubte der Aussage des Taxifahrers. Dieser habe eindeutig, wenn doch auch leicht beschämt, angegeben, „dass sexuelle Handlungen durchgeführt worden seien, insbesondere hätten sich die Angeklagten zuvor auch geküsst. Die Einlassung der Angeklagten hierzu wirkt demgegenüber gewollt und konstruiert.“ 

Die beiden Angeklagten wurden für ihr Liebesspiel wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zu einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je 100 Euro bzw. 85 Tagessätzen zu je 60 Euro verurteilt.

mh

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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